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TSV Ost-Mosheim – TV Hersfeld 22:25 (10:15)

Enttäuschende Niederlage gegen Hersfeld, Abstiegsangst lähmte Ost-Mosheim

TSV Ost-MosheimOstheim. Nach der guten Leistung in der zweiten Hälfte gegen Baunatal rechnete man sich bei den Verantwortlichen von Ost-Mosheim gegen Hersfeld eigentlich gute Chancen aus. Doch leider kam es erneut wieder anders, zum Schluss stand man wieder mit leeren Händen da. Sicherlich ist der Ausfall von Amine Remus, Florian Kusiek und Nicolas Bachmann nicht zu verkraften, doch wenn man den Abstieg verhindern will, darf man sich nicht so eine schlechte Chancenverwertung leisten. Hinzu kam, dass Philip Bachmann auch mit einer Erkältung ins Spiel ging und im Gegensatz zu den gewohnten 60 Minuten seine Pausen brauchte. Sicher stand mit Torhüter Kai Hüter der beste Torhüter der Klasse im Hersfelder Tor. Doch manche Würfe der Ost-Mosheimer Angreifer waren so schwach, dass es zur Abwehr keine besonderen Torhüterkünste gebraucht hätte.

Dabei fing alles so gut an! Hersfeld ging zwar mit 1:0 in Führung. Doch Ost-Mosheim glich aus, das gleiche Spiel bis zum 4:4. Doch dann wurde Ost-Mosheim stärker und ging erstmals bei 5:4 in Führung. Zwar scheiterte man auch in dieser Phase auch einige Male an Hüter, aber man hielt das Spiel offen. Doch dann kam die stärkste Phase von Ost-Mosheim und machte aus 7:7 ein 9:7. Danach nahm das Unheil seinen Lauf, anstatt die Führung mit zwei Toren positiv aufzunehmen, wurde im Angriff nur noch für den Gegner gespielt. Entweder landeten die schwachen Rückraumwürfe bei Hüter, der dann Gegenstöße einleitete, oder aber von Rechtsaußen war der Abschluss zu schwach. Es wurden Anspiele am Kreis gemacht, die der wieder sehr starke Stefan Harbusch auch wirklich nicht erreichen konnte.

Als man dann auch die Siebernmeter nicht verwandeln konnte, kam auch Unsicherheit in der Abwehr hinzu. Derartige Geschenke nahmen die routinierten Hersfelder gerne an und erzielten fünf Tore in Folge zum 9:12. Zum 10:12 konnte zwar Stefan Harbusch noch einen Siebenmeter verwandeln, doch Hersfeld hatte keine Mühe bis zur Pause mit 15:10 das Spiel eigentlich schon zu entscheiden

Kurz vor der Pause kam es noch zu einer hässlichen Szene, als Yannic Neurath durch einen unnötigen Check beim Gegenstoß den Hersfelder Rechtsaußen von den Beinen holte. Gottseidank konnte der Spieler nach einer kurzen Verletzungspause wieder mitspielen. Aber Yannic Neurath bekam zu Recht die rote Karte.Ein total überflüssiges Foul, denn der anschließend verhängte Siebenmeter brachte sowieso das 15. Hersfelder Tor. Nun stand auch noch der einzige Rückraumschütze nicht mehr zur Verfügung. Durch solche unnötigen Aktionen erreicht man nichts, man schwächt nur die eigene Mannschaft.

Nach der Pause fand Ost-Mosheim gar nicht mehr zum Spiel, immer wieder wurden Angriffe vorschnell abgeschlossen oder Pässe erreichten nicht den Mitspieler. Hersfeld nahm die Geschenke dankend an und erhöhte sogar beim 20:12 in der 50.Minute auf acht Tore Vorsprung.

Alles sah nach einem echte Debakel aus, doch der in der Pause eingewechselte Alex vernagelte nun  sein Tor, er hielt mehrere freie Würfe der Hersfelder und entschärfte einige Rückraumwürfe der Gäste. Die Umstellung der Abwehr auf ein 4-2 System zeigte nun endlich ihre Früchte. Stefan Harbusch nahm Kemmerzell aus dem Spiel, nun wurde es noch einmal spannend. Wer weiß wie das Spiel noch ausgegangen wäre, wenn die im Abwehrzentrum agierenden Björn König und Sebastian Wicke mehr Unterstützung von der Außendeckung erhalten hätten.

Die Abwehr verlangte nun Hersfeld alles ab, doch im Angriff hatte man immer noch nicht die nötige Durchschlagskraft. Das Angriffsspiel der Hersfelder kam zwar praktisch zum Erliegen, doch weil man nicht aushalf konnte Hersfeld das eine oder andere Tor doch noch durch Einzelaktionen erzielen.Beim Spielstand von 17:24 ging ein Ruck durch die Mannschaft von Ost-Mosheim. Hersfeld kam nicht mehr zum Zug, da Alexander Lubadel die Würfe die auf das Tor kamen entschärfte. In den letzten  acht Minuten startete Ost-Mosheim noch ein Aufholjagd, wenn man in den letzten Minute alle Chancen genutzt hätte, wäre sicherlich noch ein Unentschieden möglich gewesen.

Beim 22:24 und einer Restspielzeit von zwei Minuten hatte man noch einmal die Möglichkeit, doch leider konnte man kein Tor mehr erzielen. Nun machte man das Spiel auf und versuchte durch eine offensive Deckung noch die Wände zu erzielen. Der in der zweiten Halbzeit durch die Deckung von Stefan Harbusch aus dem Spiel genommene Marco Kemmerzell erzielte dann das letzte Tor zum 24:25. Die Enttäuschung war groß, aber die Niederlage war auch auf Grund des Blackouts von der 20 bis zur 40 Minute verdient. Das doch noch knappe Ergebnis täuscht sicherlich über die Leistung von Ost-Mosheim etwas weg. Sicherlich ein nicht befriedigender Abschluss des Handballjahres 2014 für das Lubadel Team.

Hinzu kommt noch, dass man aus zehn Spielen bisher nur drei Punkte geholt hat. Wenn man den Punktabzug wegen Nichterfüllung des Schiedsrichtersolls abzieht, ist man punktgleich mit dem Aufsteiger Fuldatal-Wolfsanger. Im neuen Jahr muss man im ersten Spiel zum Spitzenreiter Korbach, sicherlich unwahrscheinlich, dass man in Korbach gewinnt. Die Mannschaft leidet unter den fehlenden Spielern, wobei mit Amine Remus ein Spieler nicht mehr in dieser Saison zurückkommt.

Leider vermisst man bei einigen Spielern das nötige Selbstbewusstsein um den Bock umzustoßen. Auch das Spiel gegen Hersfeld zeigte erneut, dass einige Spieler, die eingesetzt wurden, weit von ihrer Normalform entfernt sind und auch in der Körpersprache auf dem Parkett die pure Unsicherheit ausstrahlen. Doch Ost-Mosheim hat keine anderen Spieler zur Verfügung. Man könnte sicherlich den einen oder anderen aus der zweiten Mannschaft noch hochziehen, doch das würde die zweite Mannschaft schwächen. Es ist dann nur eine Frage, ab wann die bei der ersten Mannschaft aussortierten Spiele in der zweiten Mannschaft weiterspielen.

Bis zum nächsten Spiel sind es acht Wochen, da kann man sicherlich durch verstärktes Training einiges erreichen, doch dazu müssen die Spieler auch zum Training bereit sein. Von den eingesetzten Spielern konnten nur wenige überzeugen. In der Abwehr waren es vor allen Dingen Stefan Harbusch, Sebastian Wicke und in der zweiten Hälfte Björn König, die mehr als ihre Normalform brachten. Im Angriff sind auch Stefan Harbusch und Sebastian Wicke in Normalform, doch beide bekommen zu wenige Bälle im Spiel. Stefan Harbusch versucht man zwar immer wieder am Kreis anzuspielen, doch viele Anspiele sind einfach so schlecht, dass er sie nicht erreichen kann. Sebastian Wicke steht Linksaußen eigentlich auf verlorenem Posten, da er viel zu wenig ins Spiel eingebunden wird. Gerade in der Aufholphase stand er einige Male frei, doch der Ball wurde immer wieder nach rechts weiter gespielt und es kam nicht zum erfolgreichen Abschluss. Gerade als Hersfeld ins Schwimmen kam, hätte man ihn mehr anspielen müssen.

Im Spielaufbau ist Ost-Mosheim weit von seiner Normalform entfernt, es fehlen nicht nur die Rückraumschützen. Der Aufbau ist zu verfahren, die Aktionen sind leicht zu durchschauen und es wird nicht genügend Druck auf die Abwehr aufgebaut. Die größte Enttäuschung ist sicherlich bisher der Neuzugang Tamas Tugyi, der nach anfänglichen positiven Ansätzen weder in der Abwehr noch im Angriff die in ihn gesetzten Erwartungen erfüllt.

25 Tore gegen Hersfeld hinzunehmen ist kein Problem, aber erneut im eigenen Angriff unter 25 Tore zu bleiben, zeigt das eigentliche Problem von Ost-Mosheim auf. Bei 53. Angriffen nur 22 Tore zu erzielen bedeutet eine unterirdische Quote von 41  Prozent. Vier Siebenmeter verworfen, 18 Fehlwürfe insgesamt, zwei  technische Fehler und zwei Fehlabgaben sprechen eine eindeutige Sprache. (Jürgen König)

Mannschaftsaufstellung:
Dennis Wittig 4 P. Alexander Lubadel 9 P, einen Siebenmeter; Stefan Harbusch 6/4, Sebastian Wicke 3, Björn König, Wojtek Lalek n.e., Daniel Kinnback 2, Torben Schröder 5, Adrian Barbura, Tamas Tugyi, Yannic Neurath 2, Philip Bachmann 4/1, Oliver Eckhardt, Jan Appel

Zeitstrafen:
Ost-Mosheim 2/ 1 Disqualifikation
Hersfeld 1

Siebenmeter:
Ost-Mosheim 9,5 Tore
Hersfeld 4, 3 Tore



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