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MT-Leichtathleten mit guten Leistungen in Bebra

Erfolgreiches Team der Melsunger Leichtathleten in Bebra. Foto: nhBebra/Melsungen. Unbeirrt rückt der Zeiger der Uhr weiter, und die hessischen Jugendmeisterschaften am 4. und 5. Juli in Gelnhausen sowie die deutschen Seniorenmeisterschaften eine Woche später in Zittau kommen immer näher. Die Leichtathleten der MT 1861 Melsungen, die die Norm für diese Titelkämpfe erfüllt hatten, überprüften beim Abendsportfest in Bebra ihre derzeitige Form. Über 150 Wettkämpfer aus 30 Vereinen reisten in die Eisenbahnstadt, um sich mit der Konkurrenz aus der nordhessischen Region zu messen. Nach den guten Leistungen der fast 20 Wettkämpfer aus Melsungen können die Erwartungen für die anstehenden Meisterschaften noch höher geschraubt werden.

Hop, Step and Jump auf hohem Niveau präsentierte Tobias Stang und bestätigte im Dreisprung seinen guten Ruf als sicherer 12m-Springer. Als noch 14-Jähriger sprang er vor fünf Jahren mit 12,43 Meter zum ersten Mal über die begehrte 12m-Marke. In der U18-Klasse steigerte er sich auf 12,60 m (2011) und ein Jahr später auf 12,78 m. 2014 stand er mit 12,66 m in der hessischen Bestenliste. In diesem Jahr holte er sich 12,53 m den Kreismeistertitel, verbesserte sich als Nordhessenmeister in Kassel auf 12,55 Meter und stellte in Bebra mit 12,79 Meter eine Lebensbestleistung auf. Dieses Ergebnis, das er im dritten und sechsten Durchgang erzielt hatte, brachte ihn in der Landesbestenliste auf Rang fünf in der Männerklasse. „Wenn ich etwas stabiler in der Luft bleibe und den zweiten Sprung noch mehr ziehe, dürften bald die ersten 13m-Weiten fällig sein“, sagte der Malsfelder, der sich vorher im Weitsprung mit 6,15 m vor Teamkollege Henri Alter (6,07 m) durchsetzen konnte.

Auch die MT-Schülerinnen und Schüler konnten sich in Bebra gut in Szene setzen. Foto: nhIn den Sprintwettbewerben der Männer war die Prognose über den Ausgang recht offen, denn mit Daniel Malychin (ESV Treysa) und Michael Hiob (MT Melsungen) waren zwei starke Sprinter am Start. Aber es kam nicht zum direkten Vergleich, weil der Veranstalter beim Zusammenstellen der Läufe unachtsam war. Während Hiob in den ersten Lauf gesetzt wurde, musste Malychin im zweiten Rennen starten. Mit 11,53 Sekunden egalisierte Hiob seine 100m-Zeit und verpasste die Kreisjahresbestzeit von Yannik Hoos (Borken) nur um 0,01 Sekunden. Erneut verfehlte er die Norm für die süddeutschen U23-Meisterschaften in Kassel um einen Wimpernschlag, denn um im Auestadion starten zu können, müsste er mindestens einmal 11,50 gelaufen sein. Malychin belegte hinter Philipp Imhof (Alsfeld, 11,32) und Michael Hiob mit 11,62 Sekunden den dritten Platz. Henri Alter, der sechs Monate in Neuseeland verbrachte, setzte als Fünfter mit 11,95 Sekunden ein kleines Ausrufezeichen.

Auch im Langsprint über 200 Meter konnten Hiob und Malychin nicht gegeneinander antreten. In voller Konzentration schoss Michael Hiob im ersten Zeitendlauf durch das Ziel und blickte erst drei Schritte später auf das Display, wo er seine Zeit entdeckte. Meilenweit vor dem Feld laufend, legte er mit 23,53 Sekunden eine starke Zeit vor. Mario Nadler (Melsungen) erzielte bei seiner Sprintpremiere 26,44 Sekunden und sicherte sich Platz zwei vor Helmut Kleinmann (Borken, 32,08) und Harry Geier. Daniel Lorenz Funck und Christian Schulz boten eine beeindruckende Solovorstellung über 3000 Meter. Foto: nhMalychin wurde im zweiten Zeitendlauf auf die Innenbahn gesetzt, so dass er das gesamte Feld von hinten aufrollen konnte. Mit der Jahresbestzeit für den Schwalm-Eder-Kreis von 23,08 Sekunden setzte sich der Viertelmeiler vor Benedikt Linke (LTV Neukirchen, 23,74) und Philipp Kwedza (SSC Vellmar, 23,89 Sek.) souverän durch. „Ich kann es nicht verstehen, dass man im Wettkampfbüro nicht das Fingerspitzengefühl hat und nach dem 100m-Lauf die schnellsten sechs Läufer in einen Lauf steckt. Obwohl ich eine persönliche Bestzeit aufgestellt habe , bin ich total unzufrieden, denn mit der Konkurrenz vom zweiten Lauf wäre ich zwei bis drei Zehntelsekunden schneller gewesen“, wetterte der Einser-Abiturient nach dem Rennen.

Bei den Senioren zeigte der im 80. Lebensjahr stehende Harry Geier sein ganzes Können und bekannte nach seinem großartigen 200m-Lauf, den er in der neuen nordhessischen Rekordzeit von 32,37 Sekunden beendet hatte und sich der hessischen Bestleistung von Wilhelm Selzer (Bad Vilbel, 31,67 Sek.) bis auf 0,7 Sekunden näherte: „Das Laufen, vor allem der Langsprint, ist für mich wie eine Sucht! Ich hoffe, dass ich meine Form bis Zittau steigern kann und sowohl über 200 als auch über 400 Meter bei der Vergabe der Goldmedaille ein Wort mitrede!“

Auch Uwe Krah, der zweite Melsunger Senior, der sich im Kugelstoßen der M50 ebenfalls eine Medaillenchance in Zittau ausrechnet, überzeugte in Bebra. Obwohl seine Stöße von der Technik her alles andere als gut waren, wuchtete der 52-Jährige die Männerkugel auf eindrucksvolle 12,78 Meter. „Ich bin mit dieser Leistung zufrieden, denn ich hatte am Abend vorher ein hartes Krafttraining durchgeführt. In Zittau werde ich über 14 Meter stoßen, das verspreche ich“, sagte Krah nach dem Wettkampf und betreute anschließend seine erfolgreichen Söhne in der Schülerklasse.

Tobias Stang sicherte sich die Siege im Weitsprung sowie im Dreisprung mit persönlicher Bestleistung. Foto: nhFür die besten Leistungen aus Melsunger Sicht sorgten die beiden U20-Läufer Lorenz Funck und Christian Schulz im abschließenden 3000m-Lauf, wo sie eine beeindruckende Solovorstellung boten. Die beiden Melsunger Laufhoffnungen, die bei den HLV Jugendmeisterschaften mit Bestzeiten aufwarten möchten, überzeugten in Bebra mit 9:38,35 bzw. 9:46,13 Minuten. Jonathan Feik aus Marbach hatte dem Melsunger Läufer-Duo mit 11.26,97 Minuten nichts entgegenzusetzen und konnte sogar eine Umrundung nicht verhindern.

In diesem Testlauf sollten die Beiden die ersten 1000 Meter in 3:15 Minuten anlaufen und nach fünf Stadionrunden die Zeitmessung nach 6:30 Minuten passieren. Lorenz Funck, der für die Führungsarbeit verantwortlich war, lief wie exakt ein Uhrwerk und wurde nach zwei Drittel der Strecke mit 6:29 Minuten gestoppt. Christian Schulz, der seinem Trainingspartner fast fünf Runden auf Schritt und Tritt folgen konnte, fiel nach 1900 Meter etwas zurück. Für ihn wurden nach fünf Runden 6:34 Minuten notiert. Wer nun dachte, der 800m-Spezialist hätte sein Pulver verschossen, sah sich getäuscht, denn Christian legte die letzten 1000 Meter in 3:12 Minuten zurück. Noch schneller war aber Lorenz Funck. Der Ausdauerspezialist imponierte auch auf dem letzten Kilometer und wusste mit 3:09 Minuten voll zu überzeugen. Beide Läufer hinterließen einen hervorragenden Eindruck, nicht nur weil beide Bestzeit liefen, sondern vor allem, weil sie die letzten 400 Meter in 73 Sekunden zurücklegen konnten.

Harry Geier kann nach seinem 200m-Rekordlauf optimistisch zu den DLV-Seniorenmeisterschaften nach Zittau fahren. Foto: nh„Im letzten Jahr bin ich die 1500 Meter fast in der gleichen Geschwindigkeit gelaufen wie in diesem Jahr die 3000 Meter. Der ständige Leistungsfortschritt wirkt wie eine Droge. Es ist ein gutes Gefühl, bei fast jeder Trainingseinheit zu merken, dass ich besser werde“, sagte Lorenz Funck, der mit Christian Schulz am Sonntag in Pfungstadt bei den hessischen Meisterschaften über 2000 m Hindernis startet und seine Bestzeit um mindestens zehn Sekunden weiter in Richtung sechs Minuten drücken möchte.

Christian Schulz blieb über 20 Sekunden unter seiner Vorjahresbestzeit und liegt mit 9:46,13 Minuten nur noch zwei Sekunden hinter Samuel Eizenhöfer aus Eschenburg, der im Vorjahr noch über eine halbe Minute Vorsprung hatte.

Auch die Melsunger Schülerinnen und Schüler setzten sich in Bebra gut in Szene. So beherrschte Franziska Ebert in ihrem 100m-Lauf die Konkurrenz und siegte überlegen in 13,52 Sekunden vor Raphaela Kaiser aus Schlitz (13,86) und Marie Drößler (Bad Sooden Allendorf, 14,07). Anschließend demonstrierte die Schülerin aus Röhrenfurth im Lauf über 200 Meter der U18 mit der persönlichen Bestzeit von 27,61 Sekunden, dass man sie bei den hessischen U16-Meisterschaften in Gelnhausen über 300 Meter mit einer 43er Zeit auf der Rechnung haben muss.

Marvin Knaust nutzte den Sprintwettbewerb der U16 zum „Warm-up“ und lief mit 13,07 Sekunden zunächst Bestzeit über 100 Meter. Später verbesserte er seinen Hausrekord über 800 Meter, den er bei den nordhessischen Meisterschften in Bad Sooden-Allendorf mit 2:16,54 Minuten aufgestellt hatte auf 2:15:65 Minuten und hofft nun auf einen Start in der U16 bei den Landes-Schülermeisterschaften.

Im Kugelstoßen der M12 steigerte sich Jan Gille auf 8,64 m und verdrängte Christiano Kaiser von der LG Dornburg (8,57 m) auf Rang vier in der Landesbestenliste. Seine zwei Jahre jüngere Schwester Pia holte sich in 3:03,50 Minuten einen überlegene Sieg über 800 Der 52-jährige Uwe Krah stieß mit der 7,25kg-Kugel fast 13 Meter. Foto: nhMeter in der W10. Zwei weitere Siege zum Erfolgskonto der Melsunger Leichtathleten steuerte die stark verbesserte Sarah Langheld bei. Die 10-Jährige setzte sich zunächst im 50m-Lauf mit 8,48 Sekunden vor den beiden LG Alheimer Läuferinnen Carolina Oeste (8,57) und Johanna Grunwald (8,71) durch und war an diesem Abend auch im Weitsprung mit 3,58 m nicht zu bezwingen.

Mit guten Leistungen im Sprint und Sprung überzeugte auch der zehnjährige Niklas Dittmar, der hinter dem überragenden Kilian Krah (7,78 Sek.) und Maximilian Lapp (7,99 Sek.) als Dritter nach 8,17 über die Ziellinie lief. Einen weiteren dritten Rang gab es für ihn im Weitsprung, wo er mit 3,86 m weitengleich mit Maximilian Lapp aufgrund der Versuchsregelung nicht auf Platz zwei kam. (ajw)



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Ein Kommentar zu “MT-Leichtathleten mit guten Leistungen in Bebra”

  1. neutral

    Wegen angeblich schlechter Laufeinteilung auf den Veranstalter „wütend“ zu sein bringt nichts, wenn der eigentliche Fehler beim eigenen verein liegt.
    Hier sollte man womöglich daran denken als meldender Verein bei der Meldung auch die Meldezeit anzugeben.

    Natürlich ist es schade, dass vor Ort keine Korrektur vorgenommen wurde. Dies wird aber auch bei größeren Veranstaltungen nur auf Nachfrage gemacht.

    Das jemand 2-3 Zehntel schneller aufgrund „besserer“ Konkurrenz halte ich übrigens für etwas übertrieben.


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