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Erfolgsband aus Iserlohn rockt Inklusives Festival

Luxuslärm“-Frontfrau Jini Meyer: „Nicht trennen zwischen Menschen mit und ohne Behinderung“

Setzen sich mit ihrem Auftritt bei den Hephata-Festtagen für mehr Normalität im Umgang zwischen Menschen mit und ohne Behinderung ein: Die Musiker von „Luxuslärm“, hier zusammen mit Johannes Fuhr, Leiter der Hephata-Öffentlichkeitsarbeit. Foto: nhSchwalmstadt-Treysa. Die Hephata-Festtage 2015 haben einen echten Kracher zu bieten: Mit der Band „Luxuslärm“ freut sich die Hephata Diakonie auf eine der erfolgreichsten und angesagtesten Live-Bands Deutschlands. Gemeinsam mit den inklusiven Gruppen „The Mix“ und „Jukas on tour“ werden die Musiker aus Iserlohn am Samstag, 12. September 2015, das Stammgelände der Hephata Diakonie in Schwalmstadt-Treysa rocken. Als „Special Guest“ hat sich Sebastian Dey mit seiner Band angekündigt.

Mehr als 1.200 Besucher hat das Konzert mit Glasperlenspiel, Station 17 und den Jukas on Tour zum Auftakt der Hephata-Festtage im vorigen Jahr begeistert. „Daran wollen wir dieses Mal möglichst nahtlos anknüpfen, vielleicht sogar noch ein paar mehr Menschen zu unserem inklusiven Rock- und Pop-Festival innerhalb des Hephata-Festtage anlocken“, sagt Johannes Fuhr, Leiter der Hephata-Öffentlichkeitsarbeit. Luxuslärm sei dafür jedenfalls eine bestens geeignete Band, gerade in der Kombination mit zwei inklusiven Gruppen und mit Sebastian Dey, der durch die Casting-Show „Unser Star für Baku“ bundesweit bekannt geworden ist. Karten gibt es noch bis Freitag im Vorverkauf. Sie kosten je acht Euro und sind in der Hephata-Informationszentrale, Telefon 06691 18-0, erhältlich. Einlass am Samstag ist ab 16 Uhr, das Programm startet um 17 Uhr.

„Luxuslärm“ ist nicht nur eine der erfolgreichsten, sondern auch eine der fleißigsten Live-Bands Deutschlands: Voriges Jahr hat die Band sowohl im Frühjahr als auch im Herbst eine Tournee hingelegt und große Konzerthallen und Festival-Gelände gefüllt. Dieses Jahr haben die „Luxuslärmer“ es etwas ruhiger angehen lassen und sind bislang lediglich auf einigen handverlesenen Festivals aufgetreten – denn aktuell arbeiten die Musiker an ihrem nächsten Album. „So ganz ohne Bühne können die Musiker aber auch nicht – und das freut uns sehr, denn sie haben zugesagt, bei den Hephata-Festtagen zu spielen“, betont Johannes Fuhr. „Luxuslärm“-Frontfrau Jini Meyer bestätigt dies: „Studio ist immer schön, aber wir sind definitiv eine Live-Band. Live ist das, wo du sofort die Energie von den Leuten spürst, da kommt sofort etwas zurück. Ein ganzes Jahr ohne wäre wirklich komisch. Und deswegen kommen wir auch zu euch!“

Ob die „Luxuslärmer“ schon mal etwas von Hephata Diakonie gehört haben? „Hephata selber kannte ich bisher noch nicht. Unsere Managerin Jana hat uns ja ein paar Dinge zu euch erklärt – und das klingt gut und passt gut zu uns“, sagt Schlagzeuger Jan Zimmer und ergänzt: „Wir haben übrigens auch schon mal für die Aktion Mensch gespielt. Außerdem haben wir in unserer eigenen Musikschule mit Schülern mit und ohne Behinderung zu tun, die wir in Bands coachen. Von daher ist das Thema Inklusion für uns nicht neu. Irgendwie ist es für uns auch fast kein Thema, das man hervorheben muss. Es ist eher normal.“

Genau das will Inklusion: Normalität im Umgang zwischen Menschen mit und ohne Behinderung. Mit dem Konzert bei Hephata werden die „Luxuslärmer“ Unterstützer des Inklusions-Gedanken. Was treibt sie an, dies zu tun? „Bei mir ist es so, dass ich früher, zu meiner Schulzeit, viel zu wenig mit Menschen mit Behinderung in Kontakt gekommen bin“, berichtet Sängerin Jinie Meyer. Erst durch einen Freund, dessen Bruder behindert ist, sei sie an das Thema rangekommen. „Ich hatte solche Berührungsängste. Ich wusste gar nicht, wie ich ihn jetzt ansprechen soll“, gesteht die Sängerin ein. Doch auf einmal sei ihr eine Tür aufgegangen. „Und ich habe kapiert: Er ist ein ganz normaler Mensch, total helle, total süß. Er kann halt nicht sprechen, kann sich dafür aber total gut mit den Augen artikulieren“, berichtet Jini Meyer und betont: „Diese Erfahrung alleine ist für mich schon Antrieb genug, dass ich das Thema heute anders angehen würde – und beispielsweise wenn ich vielleicht später mal Mama bin, nicht trennen würde zwischen Menschen mit und ohne Behinderung.“

Weitere Infos zum Programm der Hephata-Festtage gibt es unter www.hephata.de/festtage. (red)



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