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Erwerbstätigenzahl in Hessen steigt im dritten Quartal

Hessen. In Hessen waren im dritten Quartal 2015 rund 3,35 Millionen Personen erwerbstätig, 25 780 oder 0,8 Prozent mehr als im entsprechenden Vorjahresquartal. Wie das Hessische Statistische Landesamt nach vorläufigen Berechnungen des Arbeitskreises „Erwerbstätigenrechnung des Bundes und der Länder“ (AK ETR) mitteilt, setzte sich die positive Entwicklung im dritten Quartal 2015 fort. Die Erwerbstätigenzahl erreichte einen neuen Höchststand.

Bundesweit betrug der Anstieg der Erwerbstätigenzahl ebenfalls 0,8 Prozent. Im Vergleich zum zweiten Quartal 2015 nahm die Zahl der Erwerbstätigen in Hessen um 10 440 Personen oder 0,3 Prozent zu. Diese Zunahme lag unter der langjährigen durchschnittlichen Entwicklung eines dritten Quartals. In den letzten fünf Jahren stieg die Erwerbstätigenzahl im dritten Quartal gegenüber dem zweiten Quartal um durchschnittlich 14 460 Personen.

Beschäftigungs- und Arbeitsplatzaufbau
Zum Beschäftigungsaufbau im dritten Quartal 2015 gegenüber dem entsprechenden Vorjahreszeitraum trugen insbesondere die Dienstleistungsbereiche insgesamt mit einem Zuwachs von 28 400 neuen Stellen bei (plus 1,1 Prozent). Im Baugewerbe erhöhte sich die Erwerbstätigenzahl um 1060 Personen oder 0,6 Prozent. Im Produzierende Gewerbe (ohne Baugewerbe) und in der Land- und Forstwirtschaft, Fischerei verringerte sich die Zahl der Arbeitsplätze. Der Arbeitsplatzaufbau im dritten Quartal 2015 gegenüber dem Vorjahresquartal ist maßgeblich auf den Anstieg der Zahl der sozialversicherungspflichtig beschäftigten Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer zurückzuführen. Rückgänge gab es bei den Minijobs.

Methodischer Hinweis
Bei den vorgelegten Länderergebnissen, die auf dem Rechenstand des Statistischen Bundesamtes vom 17. November 2015 basieren, handelt es sich um Berechnungen des AK ETR, dem alle Statistischen Ämter der Länder, das Statistische Bundesamt sowie der Deutsche Städtetag angehören.

Über die Erstberechnung der Erwerbstätigen für das dritte Quartal 2015 hinaus wurden auch die bisher veröffentlichten Ergebnisse ab dem ersten Quartal 2015 im Rahmen der turnusmäßigen Überarbeitung neu berechnet. Aus den Neuberechnungen ergeben sich für die Veränderungsraten auf gesamtwirtschaftlicher Ebene im zweiten Quartal 2015 gegenüber dem Vorjahresquartal Abweichungen nach oben in Höhe von 0,2 Prozentpunkten (bisheriges Ergebnis 0,7 Prozent) und für das erste Quartal 2015 von 0,1 Prozentpunkten (ursprünglich 0,9 Prozent).

Die Darstellung der Erwerbstätigkeit erfolgt als durchschnittliche Größe aller Erwerbstätigen nach dem Inlandskonzept (Arbeitsortkonzept). Erfasst werden demnach alle Personen, die im jeweiligen Gebiet ihren Wohn- und Arbeitsort haben, zuzüglich der außerhalb dieses Gebietes wohnenden Personen, die als Einpendler in diese Region ihren Arbeitsplatz erreichen. Zu den Erwerbstätigen zählen alle Personen, die als Arbeitnehmer (Arbeiter, Angestellte, Beamte sowie Heimarbeiter und geringfügig Beschäftigte) oder als Selbstständige, einschl. deren mithelfenden Familienangehörigen, eine auf Erwerb gerichtete Tätigkeit ausüben, unabhängig von der Dauer der tatsächlich geleisteten oder vertragsmäßig zu leistenden Arbeitszeit. Grundlage für diese Definition bilden die von der International Labour Organization (ILO) aufgestellten Normen, die im Einklang mit den entsprechenden Definitionen im Europäischen System der Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnungen (ESVG) 2010 stehen.

Detaillierte Ergebnisse und lange Zeitreihen zu den Erwerbstätigen können auf der Homepage www.ak-etr.de kostenlos abgerufen werden. (red)



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