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Henri Alter verbessert sich im Dreisprung auf 14,63 Meter

Die sieben Melsunger Athleten, die beim Feriensportfest in Neukirchen an den Start gingen. Foto: nhNeukirchen/Melsungen. Henri Alter, Zweiter der süddeutschen U23-Meisterschaften im Speerwerfen und einer der wenigen Sterne am nordhessischen Leichtathletik-Himmel, die fast schon eine Dekade leuchten, war der überragende Teilnehmer beim Feriensportfest in Neukirchen und setzte sowohl im Speerwerfen als auch im Dreisprung die Akzente.

Zu Beginn der Veranstaltung demonstrierte er auf dem Nebenplatz seine herausragende Klasse im Speerwerfen. Der 20-Jährige, der in Jena Sportwissenschaft studiert, bewies auf der wegen des viel kurzen Anlaufs und deshalb für große Weiten nicht geeigneten Speerwurfanlage mit sechs stabilen Würfen um die 60 Meter seine derzeit gute Form. Im vierten Durchgang verbesserte Henri Alter den 24 Jahre alten Platzrekord von Janis Lipphardt (LG Alheimer) um knapp zwei Meter und setzte sich mit 62,78 Meter vor Michael Hiob souverän durch. Anschließend kam er als Sieger im Kugelstoßen der Männer auf 11,94 Meter und schob sich in der aktuellen Kreisbestenliste hinter dem Spangenberger Valentin Enns (14,04 m) und Uwe Krah (12,35 m) auf Rang drei. Michael Hiob stellte nach seiner Speerwurfbestleistung auch im Kugelstoßen mit 11,36 Meter seine ansteigende Form unter Beweis und nimmt auf Kreisebene hinter Kevin Heckmann (Spangenberg, 11,42 m) den fünften Platz ein.

Henri Alter, der sich im Dreisprung auf 14,63 m verbessern konnte. Foto: nhFür den Höhepunkt der Veranstaltung sorgte Henri Alter im abschließenden Dreisprung, wo er bereits beim Einspringen seine enorme Sprungkraft präsentierte. Stand seine bisherige Bestleistung aus dem Jahr 2011 bei 13,41 Meter, so läutete er im ersten Versuch mit 14,03 Meter eine unglaubliche Serie von 14m-Sprüngen ein. „Ich werde in Neukirchen mit einem guten Versuch beginnen und im Verlauf des Wettkampfes die Traumgrenze von 15 Metern ins Visier nehmen“, sagte der Sportstudent beim Abschlusstraining. Dass dieses Vorhaben nicht utopisch war, bewies er mit seinen nächsten Sprüngen. Während für ihn im dritten Versuch 14,36 Meter gemessen wurden, sorgte er im vierten Durchgang für den Paukenschlag. Nach einem kraftvollen Anlauf nutzte er seine Horizontalgeschwindigkeit bis zum dritten Absprung aus und landete erst nach 14,63 Meter in der Sandgrube. Diese Weite ist um so beachtlicher, weil bei diesem Sprung nicht nur ein leichter Gegenwind herrschte, sondern weil der Melsunger Speerwurfspezialist etwa fünfzehn Zentimeter vor dem Balken absprang und für einen optimalen Sprung fast 35 Zentimeter verschenkte.

Nachdem er den vorletzten Durchgang ausgelassen hatte, durfte man sich vor seinem letzten Versuch sogar berechtigte Hoffnungen für seinen 15m-Sprung machen. Obwohl er den Absprungbalken optimal traf, brach er diesen Versuch dennoch nach der zweiten Landung ab, weil er beim Abfangen der Körperlast eine zu weite Vorlage hatte und somit nicht mehr in der Lage war, seinen Körper erneut zu beschleunigen. Aber mit 14,63 Meter katapultierte er sich auf Anhieb in die TOP-TEN der ewigen nordhessischen Bestenliste der Männer, die seit 1967 immer noch von Günther Zeiß (KSV Hessen Kassel) mit 16,29 Meter angeführt wird. In der Landesbestenliste verdrängte Henri Alter den Hanauer Tobias Heblik (14,17 m) vom zweiten Platz und liegt nur sechs Zentimeter hinter dem führenden Leon Kirchner vom TV Königstädten zurück. Während er bei den deutschen U23-Meisterschaften in Wattenscheid das Finale der besten deutschen Speerwerfer als Neunter um einen Platz verpasste, hätte er im Dreisprung mit seiner Neukirchener Weite sogar vor Georg Gavrilov aus Lübeck (14,41 m) Rang sieben belegt. Dass in dem vielseitigen Melsunger Athleten ein großes Talent im Dreisprung schlummert, bewies er als 16-Jähriger bei den süddeutschen Hallenmeisterschaften in Sindelfingen, wo er sich mit der neuen hessischen Jahresbestweite von 13,25 Meter überraschend die Vizemeisterschaft sicherte. „Wenn mir einer vor ein paar Wochen gesagt hätte, ich könnte fast fünfzehn Meter im Dreisprung erreichen, dann hätte ich ihn für verrückt erklärt“, meinte Henri Alter, der sich im kommenden Jahr vielleicht doch wieder etwas mehr dem Dreisprung widmen wird.

Katharina Wagner scheiterte im Hochsprung erst an der Höhe von 1,55 m. Foto: nhAuch Katharina Wagner (MT Melsungen) wusste in den Sprungwettbewerben zu gefallen. Zunächst überquerte sie im Hochsprung 1,50 Meter und kam anschließend im Dreisprung nach einer konstanten Serie – alle Sprünge lagen innerhalb von 20 Zentimeter – auf 10,12 Meter.

In den Wurf- und Stoßwettbewerben war erwartungsgemäß Lisa Arend die „Herrin der Ringe“. Zunächst verbesserte sich die Hammerwurfspezialistin im Kugelstoßen auf 11,58 Meter, womit sie auch in dieser Disziplin zu den TOP-TEN in Hessen gehört. Anschließend stellte sie im Diskuswerfen mit 30,00 Meter einen neuen Hausrekord auf. Bei den Senioren gefiel in der Altersklasse der M55 Bernd Gabel (MT Melsungen) mit 4,58 Meter im Weitsprung sowie mit 1,35 Meter im Hochsprung. (ajw)



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