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Drei Finalplätze für MT-Athleten bei Hallenmeisterschaften

Katharina Wagner hatte allen Grund zum Strahlen.  Mit 8,07 Sekunden zog sie in das 60m-Finale der schnellsten hessischen Frauen ein. Auch Tobias Stang und Michael Hiob freuten sich über diese starke Leistung. Foto: nh

Katharina Wagner hatte allen Grund zum Strahlen. Mit 8,07 Sekunden zog sie in das 60m-Finale der schnellsten hessischen Frauen ein. Auch Tobias Stang und Michael Hiob freuten sich über diese starke Leistung. Foto: nh

Frankfurt/Melsungen. Die Leichtathleten der MT 1861 Melsungen blieben am ersten Tag der Landeshallenmeisterschaften in Frankfurt-Kalbach ihrem gewohnten Standard der letzten Jahre treu und erreichten mit Tobias Stang (Dreisprung), Lisa Arend (Kugelstoßen) und Katharina Wagner (60m-Sprint) das Finale der besten Acht. Dabei waren sicherlich die Sternstunden von Katharina Wagner in ihren drei Läufen und die Serie im Dreisprung von Tobias Stang die Höhepunkte aus Melsunger Sicht. Aber auch Lisa Arend beeindruckte mit einem sechsten Platz im Kugelstoßen. Sprinter Michael Hiob blieb im Rahmen seiner Möglichkeiten und verpasste in seinem 60m-Vorlauf mit 7,48 Sekunden nur um 0,09 Sekunden den Zwischenlauf.

Mit persönlicher Bestweite von 12,86 Meter sicherte sich Tobias Stang den vierten Platz im Dreisprung der Männer. Foto: nh

Mit persönlicher Bestweite von 12,86 Meter sicherte sich Tobias Stang den vierten Platz im Dreisprung der Männer. Foto: nh

Besser machte es sein Trainingspartner Tobias Stang im Dreisprung. Bei seinem letzten Test in Erfurt kam er auf 12,70 Meter und fuhr deshalb guter Dinge in die Main-Metropole, wo er seine beste und konstanteste Dreisprungserie hinlegte. Stang sprang so sicher, dass man sogar für ihn die Bronzemedaille zum Greifen nahe war. Philip Lange, der Vorjahres-Vierte aus Dillenburg, legte im ersten Versuch 12,97 Meter vor. Damit nahm er Rang drei ein und ließ anschließend fünf ungültige Versuche folgen. Tobias Heblik (Hanau) verteidigte seinen Titel mit 13,99 Meter vor Sebastian Merx (Roth, 13,42 m). Tobias Stang begann mit 12,61 und sprang wie bei all seinen fünf nachfolgenden Sprüngen vor dem Balken ab, so dass er permanent zwanzig bis dreißig Zentimeter verschenkte. Nach 12,62 ließ der Malsfelder seine persönliche Bestweite von 12,86 Meter folgen. Auch im vierten Versuch hatte er eine eigentliche Sprungleistung von über 13 Meter erzielt. Weil er aber wieder mehr als 30 Zentimeter verschenkte, wurde von der Scala des Maßbandes nur 12,77 Meter abgelesen. Im fünften und sechsten Durchgang ließ die Sprungkraftfähigkeit nach und er kam nur noch auf 12,64 und 12,54 Meter. „Obwohl ich bei jedem Sprung meinen Anlauf etwas nach vorn verlegte, traf ich nie den Balken. Durch dieses Manko belegte ich nur den vierten Platz. Aber ich bin ich zufrieden“, sagte der 21-Jährige strahlend bei der Siegerehrung.

Michael Hiob verpasste um einen Wimpernschlag den 60m-Zwischenlauf der Männer. Foto: nh

Michael Hiob verpasste um einen Wimpernschlag den 60m-Zwischenlauf der Männer. Foto: nh

Im Anschluss daran folgten im Sprint über 60 Meter drei beeindruckende Auftritte von Katharina Wagner. Obwohl sie im Vorjahr in der hessischen 100m-Bestenliste der Frauen und weiblichen Jugend mit 12,71 Sekunden nur auf Platz 44 zu finden war, fuhr sie erwartungsfroh zu diesen Titelkämpfen. Sie konnte ihre Vorjahresleistung von 8,38 auf 8,10 Sekunden nach unten drücken und wollte sich in Frankfurt mit neuer Bestzeit für den Zwischenlauf qualifizieren.

30 Sprinterinnen traten in vier Vorläufen an. Katharina Wagner, die seit einigen Wochen ein gezieltes Krafttraining absolviert, spielte im letzten Vorlauf die erhoffte Rolle und qualifizierte sich mit 8,12 Sekunden hinter Xenia Stolz (Wiesbaden, 7,81) und Julia Gerter (Frankfurt, 7,86) als Dritte für den Zwischenlauf. Damit hatte sie ihr Ziel als Elftbeste aller angetretenen Läuferinnen bereits erreicht.

Im ersten Zwischenlauf setzten sich erwartungsgemäß die vier Favoritinnen mit Lisa Meyer (7,37), Xenia Stolz (7,68), Julia Gerter (7,82) und Michelle Macker (8,01) durch. Den fünften Platz belegte Alina Schneider von der Sprint-Hochburg Friedberg-Fauerbach mit 8,07 Sekunden. Sie lief im Vorjahr die 100 Meter in 12,07 Sekunden und hatte sich auch Hoffnung für das Finale gemacht.  Auch im zweiten Zwischenlauf gab es auf den ersten vier Plätzen keine Überraschung. Lara Matheis (Gießen, 7,46), (Gianina Gartmann (Frankfurt, 7,61), Levi Deborah (Wiesbaden, 7,77) und Vanessa Grimm (LG Reinhardswald, 7,90) erfüllten die Erwartungen und qualifzierten sich für den Endlauf. Um die folgenden Plätze liefen Luca Helen Schmitt (Gießen), Sophia Hog (Spangenberg), Katharina Wagner und Lena Nowack (Groß-Gerau). Helen Schmitt, die im Vorjahr die 100 Meter in 12,23 Sekunden zurücklegte und auch Sophia Hog, die 2016 mit 12,45 Sekunden elektronisch gestoppt worden war, mussten anerkennen, dass Katharina Wagner an diesem Tag über sich hinauswuchs. Mit einer kämpferischen Leistung demonstrierte sie ihre gewonnene Leistungsfähigkeit und sicherte sich mit glänzenden 8,07 Sekunden den fünften Platz. Nachdem Vanessa Grimm auf das Finale verzichtete, durfte die nächstbeste Läuferin nachrücken. Da Wagner und Schneider selbst bei der Tausendstelsekunde noch gleich waren, musste das Los entscheiden. Die Sprinterin aus Melsungen war die Glücklichere und durfte in das Finale der acht schnellsten Hallensprinterinnen Hessens einziehen.

Ein erlesenes Feld im 60m-Finale der Frauen. Zweite von rechts Katharina Wagner von der MT Melsungen. Foto: nh

Ein erlesenes Feld im 60m-Finale der Frauen. Zweite von rechts Katharina Wagner von der MT Melsungen. Foto: nh

Dieses Finale beherrschten wie bei den Männern die Sprinterinnen aus Mittel- und Südhessen. Lisa Meyer, die Olympiavierte mit der 4x100m-Staffel, wurde auch im 60m-Endlauf ihrer Favoritenrolle gerecht und schoss nach zehn Metern aus einem Pulk der übrigen sieben Sprinterinnen heraus. Mit glanzvollen 7,27 Sekunden erlief sie sich vor Lara Matheis (Gießen, 7,42) und Xenia Stolz (Wiesbaden, 7,62) den ersten Platz. „Obwohl mir in diesem Finale die Lockerheit fehlte, weil der Abstand zu den vor mir laufenden Sprinterinnen zu groß war, bin ich mit meiner Zeit von 8,10 Sekunden sehr zufrieden“, sagte Katharina Wagner vier Tage vor ihrem Geburtstag und machte sich mit dem unerwarteten achten Platz selbst ein schönes Geschenk.

Lisa Arend machte es im Kugelstoßen der Frauen spannend. Im letzten Durchgang verbesserte sie sich auf 10,82 m und belegte damit den 6. Platz. Foto: nh

Lisa Arend machte es im Kugelstoßen der Frauen spannend. Im letzten Durchgang verbesserte sie sich auf 10,82 m und belegte damit den 6. Platz. Foto: nh

Auch im Kugelstoßen gab eine Athletin aus Südhessen den Ton an. Christina Kiffe (ASC Darmstadt) lag mit ihren 14,12 Metern recht deutlich vor der Konkurrenz. Die HLV-Jugendmeisterin Patrizia Römer (Frankenberg), die eine Woche vorher bei den U20-Meisterschaften zweimal über die 14m-Marke kam, sicherte sich mit 13,62 Meter den zweiten Platz vor der immer besser werdenden Mehrkämpferin Vanessa Grimm aus Hofgeismar (13,45 m). Lisa Arend (MT Melsungen), die mit 11,09 Meter hinter Jessica Penzlin (11,26 m) auf der Meldeliste stand, lieferte ihrer Gegenspielerin aus Bad Homburg ein spannendes Duell. Während Penzlin im ersten Versuch 10,32 m vorlegte, konterte Lisa Arend mit 10,37 Meter. Im zweiten Durchgang verbesserte sich die Vorjahres-Jugendliche auf 10,71 Meter und wiederum gelang es Lisa Arnd mit 10,72 Meter an dieser Leistung vorbeizuziehen. Als sich im vorletzten Durchgang Jessica Penzlin auf 10,80 Meter steigerte, schien eine Vorentscheidung um Platz sechs gefallen zu sein. Aber mit ihrem letzten Stoß, der immer noch viel zu flach war, wuchtete Lisa Arend die acht Pfund schwere Eisenkugel auf 10,82 Meter und belegte damit den sechsten Rang. (ajw)



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