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Luis André und Vivian Groppe imponieren

Vivian Groppe und Luis André beeindruckten mit ihren Leistungen auch in Stadtallendorf. Foto: nh

Vivian Groppe und Luis André beeindruckten mit ihren Leistungen auch in Stadtallendorf. Foto: nh

Stadtallendorf/Melsungen. Mit dem stimmungsvollen 34. Vorweihnachtskriterium des TSV Eintracht Stadtallendorf, an dem 817 Athleten aus 156 Vereinen teilnahmen, setzten einige Leichathleten in der ersten Leichtathletik-Halle in Hessen mit Kunststoffbelag und Rundbahnen die ersten Glanzlichter. Obwohl die Grippewelle einige Melsunger Athleten von diesem traditionellen zweitägigen Hallenmeeting abhielt, bestanden die angereisten Nachwuchsathleten der MT Melsungen diesen Wettkampf mit der Konkurrenz aus mehreren Bundesländern mit Bravour.

Am ersten Tag verfehlte Yannick Schleider im 60m-Lauf als Vierter des achten Vorlaufes der männlichen Jugend U18 zwar den Zwischenlauf, aber der Viertelmeiler konnte sich dennoch freuen, denn er verbesserte sich auf 7,91 Sekunden. Franziska Ebert, die zum letzten Mal in der Altersklasse der U18 an den Start ging, qualifizierte sich im fünften von sechs 60m-Vorläufen mit 8,49 Sekunden für den Zwischenlauf. Allerdings blieb sie im nächsten Rennen völlig unter Wert und belegte klar abgeschlagen nach 8,59 Sekunden nur den sechsten Platz. Besser machte es der 14-jährige Jan Gille, der im Kugelstoßen seine gute Form bestätigte und nach vier 11m-Stößen mit 11,56 Meter den vierten Rang belegen konnte.

Mit 13,81 m verbesserte der zwölfjährige Luis André den 22 Jahre alten Hallenrekord um 0,51 Meter. Foto: nh

Mit 13,81 m verbesserte der zwölfjährige Luis André den 22 Jahre alten Hallenrekord um 0,51 Meter. Foto: nh

Vivian Groppe, Jahrgang 2004, nutzte den ersten Tag dieser Veranstaltung als Trainingsvorbereitung für die Landeshallenmeisterschaften, die am 13. Januar 2018 in Hanau ausgetragen werden. Im fünften von neun Vorläufen stellte sie als Siegerin mit 8,29 Sekunden ihre Bestzeit von Erfurt ein und qualifizierte sich für den Zwischenlauf. Ella Gleim, die zum ersten Mal an einem Wettkampf außerhalb von Melsungen teilnahm, merkte man die Nervosität deutlich an. Aber auch sie qualifizierte sich als Vierte des sechsten Vorlaufs mit 8,61 Sekunden für die nächste Runde. Dort war aber für die beiden Melsunger Teenager Endstation. Vivian lief im ersten Zwischenlauf 8,37 Sekunden und belegte Rang drei. Ella sicherte sich im vierten Zwischenlauf mit persönlicher Bestzeit von 8,55 Sekunden zeitgleich vor Franka Scheuer (Remsfeld) den vierten Platz.

Jan Gille verbesserte sich im Kugelstoßen als Vierter der M14 auf 11,56 Meter. Foto: nh

Jan Gille verbesserte sich im Kugelstoßen als Vierter der M14 auf 11,56 Meter. Foto: nh

Am Sonntag wartete man gespannt auf den Auftritt von Luis André, der den Hallenrekord von 13,30 Meter verbessern wollte. 22 Jahre stand diese Bestleistung des heute 34-jährige Michael Berlep aus Altenstadt wie ein Fels in der Brandung und hatte jeden Rekordversuch stand gehalten. Um nicht konkurrenzlos zu sein, startete Luis André in der Altersklasse der M13. Der Schachzug ging auf, denn der spätere Sieger der M12, Friedrich Schulze (SG Johannesberg) setzte sich mit 8,57 m vor Felix Krause (Wetzlar, 8,37 m) und Pascal Becker (SC Alsfeld, 7,53 m) durch. Luis hätte in dieser Altersklasse am Ende mehr als fünf Meter Vorsprung gehabt. Aber auch in der M13 blieb die Melsunger Kugelstoßhoffnung in seinem 15. Kugelstoßwettkampf unbesiegt. Lange musste er in dem hochklassigen Feld, wo der Sechste noch 12,48 Meter stieß, zittern. Der 12-Jährige kämpfte gegen die starke Konkurrenz, aber noch mehr mit seiner Nervosität. „Ich war bei diesem Wettkampf so angespannt wie noch nie, denn ich hatte mir nach dem Abschlusstest, wo ich weit über 14 Meter stieß, vorgenommen, diese Leistung im Wettkampf zu bestätigen.

Beim Einstoßen ließ er die Kugel locker über 14 Meter fliegen, doch als der Wettkampf begann, war er alles andere als locker. Nach 12,65 ließ er 13,09 Meter folgen und blieb damit weit hinter seinen Möglichkeiten. Selbst nach dem vierten Durchgang schüttelte er immer noch den Kopf, denn der ein Jahr ältere Elias Dickel (Wittgenstein) übernahm mit 13,18 m die Führung. Aber Luis klärte im nächsten Durchgang mit 13,81 Meter sofort die Fronten. Obwohl er wegen seiner Nervosität starke technische Probleme hatte, war dieser Hallenrekord nach seinem 14,40m-Stoß von Frankfurt seine zweitbeste Wettkampfleistung. „Im nächsten Jahr peile ich die15 Meter an und versuche, auch den Hallenrekord in Stadtallendorf der M13 zu knacken“, sagte der 1,80m große Schüler, der zwei Tage vor Weihnachten am Berliner Olympiastützpunkt seine Kraftwerte ermitteln lässt. Dieses leistungsdiagnostische Verfahren soll Auskunft über seinen gegenwärtigen Kraftzustand geben und zur Beurteilung seiner körperlichen Leistungsfähigkeit dienen, damit für die kommende Saison ein gezieltes Krafttraining durchgeführt werden kann.

Vivian Groppe hatte allen Grund zur Freude, denn mit einer stabilen und schnellen Serie blieb sie über 60 Meter fünfmal unter 8,40 Sekunden. Foto: nh

Vivian Groppe hatte allen Grund zur Freude, denn mit einer stabilen und schnellen Serie blieb sie über 60 Meter fünfmal unter 8,40 Sekunden. Foto: nh

Einen starken Eindruck hinterließ auch Vivian Groppe im 60m-Sprint. Die Klassenkameradin von Luis hatte bereits am ersten Tag mit 8,29 und 8,37 Sekunden zwei gute 60m-Zeiten hingelegt. Am Sonntag setzte sie sich im fünften von acht Vorläufen der W13 mit 8,35 Sekunden vor Emma Hofmann (LG Wettberg, 8,38) knapp durch. Auch im dritten von vier Zwischenläufen imponierte die 13-Jährige als Siegerin mit 8,30 Sekunden vor Nikola Gans (Gießen, 8,34). Im Finale musste sie sich mit 8,32 Sekunden nur der Saarländerin Maja Schorr (Neunkirchen, 8,14) und Sabrina Berndl (Usingen, 8,28) beugen. Während Maja Schorr mit 9,88 Sekunden in den Bestenlisten steht, ist Sabrina Berndl mit 10,01 Sekunden Hessens zweitschnellste 75m-Sprinterin der W13. „Wenn die Vorbereitung für die Landesmeisterschaften in Hanau so klappt, wie ich es mir vorstelle, müsste Vivian das Finale der W14 erreichen, denn sie hat in den letzten Wochen sehr viel gegenüber der Konkurrenz aufgeholt“, sagte Alwin Wagner. Ihre gute Form unterstrich die schnelle Schülerin aus Malsfeld in Stadtallendorf mit einer stabilen und schnellen Serie mit fünf Läufen unter 8,40 Sekunden.

Die Melsunger Teilnehmer am ersten Tag des Hallenmeetinigs. Foto: nh

Die Melsunger Teilnehmer am ersten Tag des Hallenmeetinigs. Foto: nh

In der W12 verbesserte sich Sarah Langheld als Vorlauf-Zweite über 60 Meter auf 9,09 Sekunden. Im Zwischenlauf musste die Schülerin aus Schwarzenberg allerdings mit 9,20 Meter die Segel streichen.

David Sonnak qualifizierte sich über 50 Meter der Kinder M11 nach 8,01 Sekunden für den Zwischenlauf, wo er nach 8,04 Sekunden nur knapp das Finale verpasste. Mit 3,85 Meter im Weitsprung belegte er Rang sieben. Im Hochsprung kam für den kleinen Melsunger Grundschüler bei 1,20 Meter das Ende der Fahnenstange. Höhengleich mit dem Siebplatzierten belegte er den neunten Platz.

Alessia Oglialoro, die vor einer Woche in Erfurt über 800 Meter mit 2:57 Minuten zum ersten Mal unter den begehrten drei Minuten blieb, belegte in Stadtallendorf im Lauf der W11 mit 3:01,59 Minuten Rang zehn in der Endabrechung. (ajw)



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