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Schopf verbessert den alten Hallenrekord

Luis André und Nele Schmoll siegten beim internationalen Hallensportfest in Dortmund. Foto: nh
Luis André und Nele Schmoll siegten beim internationalen Hallensportfest in Dortmund. Foto: nh

Dortmund. Beim Ausklang der Hallensaison zeigten die Melsunger Nachwuchs-Leichtathleten, dass sie trotz der langen Saison immer noch gut in Form sind.

Sture Kampfrichter vereiteln Bestweite

Mit zwei Siegen, einem Kreisrekord und mehreren Bestleistungen glänzten die jungen Athleten beim internationalen Hallensportfest in Dortmund.

Nachdem Luis Andre im Vorjahr bei diesem Meeting zum ersten Mal mit 14,11 Meter über die 14m-Marke kam, peilte er im Duell mit dem Niederländer Bas Nolsen (Hilversum) eine Leistung über 16,50 Meter an. Das Melsunger Kugelstoß-Ass hatte sich gut auf dieses Duell vorbereitet und mit seinen drei letzten Kugelstoßergebnissen jenseits der 16m-Marke schon das Signal für den Ausgang dieses Zweikampfes gestellt. Aber durch Sturheit der Kampfrichter kam es anders als erwartet.

Für Luis Andrés kraftvolle Würfe stand in Dortmund die Betonwand viel zu dicht am Abwurfkreis. Foto: nh
Für Luis Andrés kraftvolle Würfe stand in Dortmund die Betonwand viel zu dicht am Abwurfkreis. Foto: nh

Eisenkugel kracht an Betonwand

Alwin Wagner hatte seinen Schützling mit seiner Bestleistung von 16,33 Meter gemeldet, doch die Wettkampfanlage war nur für Weiten unter 16 Meter vorbereitet. Am Ende der Anlage stand eine Betonmauer, die keine größeren Weiten zuließ. Obwohl vor dem Wettkampf mehrfach auf die Kugelstoßbestweite von Luis André hingewiesen wurde, blieben die Kampfrichter stur und wechselten nicht auf die 20m-Anlage.

So kam, was kommen musste. Bereits im ersten Versuch krachte die Eisenkugel von Luis in knapp einem Meter Höhe an die Betonwand. Die Kampfrichter waren zunächst ratlos, denn dieser Superstoß konnte nicht gemessen werden. Luis André war natürlich sehr enttäuscht, dass sein bisher bester Stoß nicht gewertet werden konnte.

Sinnloses Zureden

Der verantwortliche Schiedsrichter entschuldigte sich für seinen Fehler und gestattete Luis einen Ersatzversuch von der 20m-Anlage, die aber nicht präpariert war. Da halfen auch seine Worte nicht, mit denen er das Melsunger Kugelstoß-Ass aufzumuntern versuchte: „Mit Wut im Bauch kommst du noch weiter“. Dieses Zureden half aber nicht, im Gegenteil: Luis wollte mit Gewalt seine Leistung wiederholen und brachte keinen technisch sauberen Stoß mehr zustande. Dreimal flog die Kugel über 15,50 Meter, sein weitester Stoß wurde mit 16,78 Meter gemessen, doch zufrieden konnte er damit nicht sein.

Als Bas Nolsen (Hilversum), einer der besten U16-Kugelstoßer aus den Niederlanden, den Superstoß von Luis sah, schien er zunächst wie erstarrt. Allmählich fand er sich in den Wettkampf und kam am Ende auf 14,02 Meter.

Schmoll stürmt mit Biss voran

Für den zweiten Melsunger Sieg sorgte Nele Schmoll im 60m-Sprint der WU18. Die 16-Jährige hatte im ersten von sechs Zeitendläufen den richtigen Biss und stürmte in 8,25 Sekunden als Siegerin knapp vor Jana Ronshausen (Hannover, 8,27) und Lisa Patyk (Solingen, 8,36) über die Ziellinie. Anschließend musste sie über zehn Minuten warten, bis die anderen fünf Läufe zu Ende waren. Während sich im zweiten Zeitendlauf Gloria Bockhöfer aus Osnabrück in 8,35 Sekunden durchsetzen konnte und damit nur um 0,1 Sekunden hinter der Zeit von Nele Schmoll blieb, war in den nächsten vier Zeitendläufen keine Sprinterin mehr in der Lage, diese Kurzstrecke unter 8,40 Sekunden zurückzulegen. Bei der Siegerehrung stand deshalb Nele Schmoll ganz oben auf dem Treppchen und konnte sich feiern lassen.

Linus Schopf zieht sein Tempo kraftvoll und unbeirrt durch. Foto: nh
Linus Schopf zieht sein Tempo kraftvoll und unbeirrt durch. Foto: nh

Acht Jahre alten Kreisrekord geknackt

Eine tolle Leistung bot auch der 12-jährige Linus Schopf im 800m-Lauf der M13, als er mit großer Energie auf den letzten 100 Metern nach vorn geprescht kam und Luuk Roubroeks aus den Niederlanden förmlich stehen ließ. Mit dieser guten Renneinteilung sicherte sich Linus hinter dem „Überläufer“ Lorenz Hundertmark (SV Einbeck, 2:27,51 Min.) den zweiten Platz. Der Schüler aus Felsberg legte die ersten 400 Meter in 74 Sekunden zurück, verlor aber in der dritten Runde ein wenig an Boden und sprintete mit einer kämpferischen Leistung in der Schlussrunde nach 2:36,48 Minuten über die Ziellinie. Mit dieser Zeit verbesserte er den 800m-Kreisrekord von Luca Kunkel (TSV Altmorschen), der diesen im Dezember 2012 mit 2:37,97 Minuten aufgestellt hatte, um fast 1,49 Sekunden. Am 15. März wird er beim letzten Hallensportfest in Frankfurt diese Zeit noch einmal angreifen.

Weitere gute Plätze für Melsungen

Im Weitsprung flog Nele Schmoll viermal über 4,90 Meter und rundete mit ihren dritten Platz (4,98 m) ihre gute Dortmunder Vorstellung ab. Die 15-jährige Maybritt Böttcher sollte im 800m-Lauf drei Runden unmittelbar hinter dem Trio Leifeld (Rhein-Berg), Brock (Osnabrück) und Keil (Mönchengladbach) laufen, da diese drei eine Bestzeit um 2:30 Minuten vorzuweisen hatten. Aber Maybritt fehlte der Mut, das Tempo dieses Trios, zu dem sich noch Marlot Groeneweg aus den Niederlanden gesellte, mitzuhalten. Sie hatte zu viel Respekt und legte die erste Hälfte mit einem großen Rückstand in 80 Sekunden zurück.

Als es in die letzte Runde ging, merkte Maybritt Böttcher, dass sie noch Luft hatte und blies zur Aufholjagd. Sie überspurtete Hannah Keil (2:40,32) und hinterließ als Vierte wegen ihrer schnellen Schlussrunde keinen schwachen Eindruck. Mit 2:38,36 Minuten kam sie bis auf 1,2 Sekunden an Marlot Groneweg heran, die hinter Eva Leifeld (2:33,70) und Laura Brockmann (2:33,95) den dritten Platz belegte.

Verletzung bei der Landung

Einen weiteren vierten Platz sicherte sich Luis André im Weitsprung. Obwohl er vor dem Balken absprang und damit über zwanzig Zentimeter verschenkte, kam er auf 4,88 m und verpasste nur um einen Zentimeter die Bronzemedaille. Bei diesem Versuch zog er sich eine Adduktorenverletzung bei der Landung zu. Auch Aaron Wicke trat mit einer persönlichen Bestleistung im Weitsprung die Heimreise an. Der Elfjährige, der mit einer Leistung von 3,68 Meter nach Dortmund gereist war, steigerte sich im ersten Durchgang auf 3,88 Meter und belegte in den 15-köpfigen Feld Rang sieben.

Das erfolgreiche MT-Team in Dortmund. Foto: nh
Das erfolgreiche MT-Team in Dortmund. Foto: nh

(red)



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