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Ausbildungsbörse findet nicht statt

Quelle: Schwalm-Eder-Kreis / Bearbeitung: Schmidtkunz
Quelle: Schwalm-Eder-Kreis / Bearbeitung: Schmidtkunz

Schwalm-Eder. Die Corona-Pandemie hat in diesem Jahr schon zu vielen Veranstaltungsabsagen geführt. Nun trifft es auch eine weitere große Veranstaltung im Schwalm-Eder-Kreis.

Die Gesundheit hat Vorrang

Landrat Winfried Becker teilt mit, dass die Ausbildungsbörse Schwalm-Eder, die am 05. September 2020 in Borken (Hessen) stattfinden sollte, in diesem Jahr ausfällt.

„Mit großem Bedauern haben wir die Entscheidung getroffen, auf die Durchführung der 18. Ausbildungsbörse in diesem Jahr zu verzichten“, so der Landrat, „aber der Schutz der Gesundheit von Ausstellenden, Besucherinnen und Besuchern hat Vorrang“. Die Ausbildungsbörse Schwalm-Eder sei eine feste Institution im Landkreis. Gut 1.000 Besucherinnen und Besucher hätten sich dort jeweils in den vergangenen Jahren bei mehr als 100 Unternehmen, Verbänden, Behörden und Schulen über Ausbildungsberufe, freie Stellen und Bewerbungsverfahren informiert.

Firmenvorstellung per Online-Steckbrief

Bis zum 31. August sind Veranstaltungen dieser Größenordnung generell verboten. Aber auch, wenn die Ausbildungsbörse danach stattfinden dürfe, müssten Hygiene- und Abstandsregeln eingehalten und der Gesundheitsschutz für alle Beteiligten gewährleistet werden. „Wir haben uns die Entscheidung nicht leicht gemacht“, erläutert Landrat Becker, „sind aber letztlich zu dem Schluss gekommen, dass die Ausbildungsbörse in diesem Jahr nicht durchgeführt werden kann“.

Alle Beteiligten, Kooperationspartner, Aussteller und Schulen wurden über die Absage informiert. Die angemeldeten Aussteller werden die Möglichkeit erhalten, sich auf der Seite www.ausbildungsboerse-schwalm-eder.de mit einem PDF-„Steckbrief“ vorzustellen, den sich interessierte Schülerinnen und Schüler dann herunterladen können.

Deutlich weniger Ausbildungsstellen gemeldet

„Wir wollen dazu beitragen, dass Berufsorientierung und Kontakte zu Ausbildungsbetrieben auch unter erschwerten Bedingungen zustande kommen“, macht Winfried Becker deutlich. Trotz der bisherigen Lockerungen werde der Start des neuen Ausbildungsjahres mit besonderen Herausforderungen verbunden sein. „Die Situation macht mir durchaus Sorge“, sagt der Landrat. Viele Betriebe wüssten aufgrund ihrer wirtschaftlichen Lage bisher nicht, ob sie im Herbst Ausbildungsplätze anbieten können. Die Zahl gemeldeter Ausbildungsstellen sei deutlich niedriger als in den Vorjahren.

Der Landrat appelliert deshalb an alle Akteure auf dem Ausbildungsmarkt: „Wir alle müssen unser Möglichstes tun, damit kein junger Mensch zurückbleibt. Der Übergang in Ausbildung muss auch für die Schulabgängerinnen und Schulabgänger des Jahres 2020 gesichert sein.“

(red)



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