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Radsportler ziehen Saison-Bilanz

Top-Ergebnis des regio Teams der MT Melsungen in der Saison 2020: Philipp Sohn – hier vorn – gewinnt sensationell das Profirennen der RSG Hannover. Foto: MT Melsungen
Top-Ergebnis des Regio Teams der MT Melsungen in der Saison 2020: Philipp Sohn – hier vorn – gewinnt sensationell das Profirennen der RSG Hannover. Foto: MT Melsungen

Melsungen. Nach einer sehr ungewöhnlichen Radsportsaison 2020 fällt die Bilanz des Regio Teams der MT Melsungen naturgemäß etwas dürftiger aus, als es sich die Radsportler und ihr Teamleiter Dieter Vaupel gewünscht hätten.

Sechs Saisonsiege … doch wenig zu toppen

Rund 90 Prozent aller Rennen fielen bedingt durch die Corona-Einschränkungen aus. Die 18 Siege und mehr als 150 Platzierungen, die man aus der vergangenen Saison toppen wollte, blieben daher nur ein Wunschtraum.

Dennoch konnten die MT-Radsportler Erfolge verbuchen, die sich sehen lassen können: Sechs Mal standen sie bei bundesoffenen Rennen ganz oben auf dem Treppchen, zweimal Axel Hauschke und je einmal Philipp Sohn, Hans Hutschenreuter, Heiko Reiter und Mirco Holzhauer. Hinzu kamen weitere Podiumsplatzierungen durch Max Feger (3), Aadyl Khatib (2), Roman Kuntschik, Claus Siemon und Lars Riehl (je 1). Zusätzlich gab es Erfolge bei den ohne offizielle Auschreibung ausgetragenen Bahnrennen in Göttingen und den Bergmeisterschaften am Dörnberg.

Sohn fährt stärkstes Ergebnis ein

„Eigentlich waren wir mit den arrivierten Kräften, ergänzt durch die Neuzugänge Vitus Obermann, Heiko Reiter, Lars Rieh, Matthias Urban und Tom Gombert so gut aufgestellt wie noch nie zuvor. Nun müssen wir die hoch gesteckten Ziele auf die Saison 2021 verschieben und hoffen, dass dann wieder mehr Rennen ausgetragen werden“, so Vaupel.

Der Ahnataler Kevin Vogel, eigentlich in den vergangenen Jahre der Top-Mann des Teams, pausierte nahezu komplett, während andere zumindest die ganz wenigen Rennengelegenheiten nutzten. Das stärkste Ergebnis konnte Philipp Sohn beim hochkarätigen Rennen für Profis und Elite-Amateure der RSG Hannover einfahren, wo er einen sensationellen Sieg mit starker Unterstützung seines Teams holte.

Eliteklasse durch Dreifachsieg

Der unverwüstliche Dauerbrenner Axel Hauschke hatte zwar keine Gelegenheit, seine beiden Vorjahrestitel (Straßenrennen und Bergzeitfahren) in diesem Jahr zu verteidigen, aber – um nicht leer bei der Titeljagd auszugehen, sattelte er kurz entschlossen um. Der Lohfeldener startete bei den MTB-Hessenmeisterschaften auf der Marathon- und der Cross-Country-Strecke. Beide Male stand er am Ende ganz oben, so dass er aktuell gleich vier Hessentitel trägt.

Überraschen konnte Neuzugang Heiko Reiter mit seinem Sieg beim Rohloffcup in der Amateurklasse, wo auch die Eliteklasse durch den Dreifachsieg von Hans Hutschenreuter, vor Roman Kuntschik und Max Feger an die Melsunger ging. Einige Top-Platzierungen erzielte Eiko Berlitz in seinem letzten U23-Jahr, so war er auch bei den Bezirksmeisterschaften im Bergzeitfahren als stärkster Elitefahrer wieder einmal nicht zu schlagen.

Lust auf mehr

Interessant war für die Melsunger die erstmalige Teilnahme mit einer ganzen Reihe von Radsportlern an der Bahn-Rennserie des TuS Weehnde in Göttingen, wo Vitus Obermann aus Dransfeld im MT-Trikot den Gesamtsieg im Punktefahren und bei den Temporunden holte, im Scratch siegte Roman Kuntschik. Auf alle Fälle haben diese Rennen „Lust auf mehr gemacht“, so Leonid Berlitz.

Perspektiven für 2021

Unklar ist noch die Auf- bzw. Abstiegsregelung für die kommende Straßensaison. Möglicherweise bleibt die Rangliste aus dem vergangenen Jahr bestehen, so dass insgesamt 10 Melsunger der Elitklasse anghören würden: Philipp Sohn, Roman Kuntschik, Axel Hauschke, Kevin Vogel, Hans Hutschenreuter, Falk Hepprich, Eiko Berlitz, Enrico Oglialoro, Max Feger, Vitus Obermann. Nimmt man die aufgrund der wenigen Rennen zustandegekomme aktuelle Rangliste von 2020, würde sich für die Melsunger wenig ändern, denn aktuell sind 11 MT-Radsportler unter den besten 600 zu finden.

Das Melsunger Team wird auf alle Fälle in der kommenden Saison komplett zusammenbleiben. Sehr erfreulich ist, dass der starke Sprinter Christian Herr nach zweijähriger Pause für 2021 wieder eine Lizenz gelöst hat. Neu hinzu kommt auch Christian Plessing, der bereits früher zum Regio Team gehörte, das damals für den RSV Bad Hersfeld startete. Zum erweiterten Kreis des Teams gehören nun auch die beiden U19-Fahrer Alexander Hart und Arne Wiedemann, die in dieser Saison bereits in der U17 mit guten Ergebnisse auf sich aumerksam machen konnten.

Stärke als Team ausbauen

Was sich bei den wenigen Rennen 2020 gezeigt hat, macht Hoffnung für die kommende Saison. Die Regio-Team-Fahrer konnten eindrucksvoll demonstrieren, dass ihre Stärken immer dann zum Tragen kommen, wenn sie geschlossen als Team auftreten. Wenn das 2021 regelmäßig gelingt, sind auch die angepeilten 20 Saisonsiege durchaus möglich. Und natürlich will das Team dann auch wieder – wie in den Vorjahren – hessische Landestitel bei den Straßenmeisterschaften, am Berg und im Zeitfahren erringen. Die coronabedingte Rennpause hat neue Motivation für die nächste Saison gebracht. Der „Hunger“ auf Siege ist im Team groß!

(red)



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