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Stresstest für die MT: Erst Kiel, dann Flensburg-Handewitt

MT-Spieler Tobias Reichmann, der das Zebra-Trikot von 2009 bis 2012 trug. Foto: Alibek Käsler

Melsungen/Kassel. Dass eine Mannschaft innerhalb von 66 Stunden zwei Spiele zu absolvieren hat, ist in der LIQUI MOLY Handball-Bundesliga keine Seltenheit. In dieser coronabedingt turbulenten Saison ohnehin nicht. Da gibt es durchaus noch engere Taktungen. Wenn es dabei aber so kurz hintereinander gegen den aktuellen Tabellenführer und den amtierenden Deutschen Meister geht, ist das schon ein Stresstest der besonderen Art. Der steht in dieser Woche der MT Melsungen ins Haus. Am Donnerstag empfangen die Nordhessen um 19 Uhr den THW Kiel und am Sonntag um 13.30 Uhr die SG Flensburg-Handewitt in der Kasseler Rothenbach-Halle. Jeweils eine Stunde vor Spielbeginn startet das 30-minütige MT-Warm Up “Kurz vor Anpfiff live” auf YouTube und Facebook mit Interviewgästen aus dem MT-Team.

Kurios: Es ist schon eineinhalb Jahre her, dass sich die MT Melsungen und der THW Kiel gegenüberstanden. Das letzte Aufeinandertreffen datiert vom 31. Oktober 2019. Damals fing sich die MT eine 26:38-Klatsche ein. Aufgrund von Corona, respektive Quarantänemaßnahmen, gab es im vergangenen Jahr kein Duell dieser beiden Teams. Das Rückspiel der letzten Saison fand nicht mehr statt, weil Saison zuvor abgebrochen wurde. Das Hinspiel in dieser Saison hat ebenfalls wegen Corona noch nicht stattgefunden. Nun also treffen sich die beiden Kontrahenten am Donnerstag in Kassel.

Die Ausgangssituation ist klar: Kiel liegt einen Punkt hinter Tabellenführer Flensburg-Handewitt, hat in dieser Saison nur sehr selten Schwächen gezeigt und kommt dementsprechend als Favorit nach Kassel. Auf der anderen Seite wartet eine MT, die bislang noch keine Konstanz vorweisen kann, gegen Top-Gegner aber über weite Strecken auf Augenhöhe agierte und aus ihrer Außenseiterrolle heraus den THW in Verlegenheit bringen will.

Was der MT zuletzt in Magdeburg zum Erfolgserlebnis gefehlt hat, muss gegen Kiel einfach kompensiert werden. Gudmundur Gudmundsson monierte die mangelnde Torgefahr von Halblinks, die Abstimmungsprobleme in der Abwehr, einschließlich der Torhüter, die oftmalige Unterzahl sowie die zwei Fehlangriffe, die in der spielentscheidenden Sudation zu Gegentoren geführt haben und die MT auf die Verliererstraße brachten. “Aber”, so der MT-Coach, “es kann eben immer auch passieren, dass der ein oder andere Spieler einen schlechten Tag erwischt. Das sind schließlich alles Menschen und keine Maschinen”.

In der Vorbereitung auf Kiel und Flensburg erinnert Gudmundsson seine Schützlinge an die erfolgreichen Auftritte in Wetzlar und Göppingen: “Das waren die beiden Spiele in dieser Saison, in denen die gesamte Mannschaft richtig gut gespielt hat, nicht nur einzelne Spieler. Eine solche Teamleistung müssen wir jetzt wieder schaffen, dann haben wir auch gegen die Favoriten eine Chance”. “Gudmi” kann bis auf den noch verletzten Yves Kunkel personell sehr wahrscheinlich aus dem Vollen schöpfen. Für den fehlenden Linksaußen wird Youngster Ben Beekmann ins Aufgebot rutschen.

Auch der THW dürfte mit Ausnahme von Nikola Bilyk in Bestbesetzung anreisen. Das heißt mit allen Stars um Ausnahmespieler Sander Sagosen, angefangen von Domagoj Duvnjak über Niklas Landin, Patrick Wiencek, Hendrik Pekeler, Steffen Weinhold, Harald Reinkind, Miha Zarabec bis zu Niclas Ekberg, werden alle in Kassel auflaufen.

Kiel beweist in dieser Saison seine Klasse wieder einmal nicht nur in der Bundesliga, sondern auch auf internationalem Parkett. In der Champions League hat der viermalige Gewinner der Königsklasse nach dem 33:28-Sieg über Szeged das Viertelfinale erreicht. Genauso übrigens auch die SG Flensburg-Handewitt.

Den THW Kiel kennt einer aus dem MT-Team ziemlich gut: Tobias Reichmann trug das Zebra-Trikot von 2009 bis 2012, wurde dort unter anderem zweimal Champions League-Sieger. “Der THW hat dieses gewisse Erfolgs-Gen. Egal unter welchen Bedingungen, egal in welcher Besetzung, dieser Verein gehört seit Jahrzehnten zu den besten in dieser Sportart überhaupt und ist immer auf den vorderen Tabellenplätzen zu finden. In Kiel ist der Erfolgshunger besonders groß. Wenn wir so spielen wie bisher, werden wir diese Mannschaft nicht schlagen können. Wir müssen uns schon deutlich steigern”, so der MT-Rechtsaußen.

Gudmundur Gudmundsson kann sich nur an eine einzige Situation in seiner langen Trainerkarriere erinnern, die mit dem bevorstehenden Stresstest der MT vergleichbar ist: “Wir mussten damals mit den Rhein-Neckar Löwen kurz hintereinander in der Champions League gegen Barcelona und in der Liga gegen Kiel spielen. Wir haben beide Spiele gewonnen”, schmunzelt der MT-Coach. Wenn das kein gutes Omen ist.

Schiedsrichter in Kassel:
Nils Blümel / Jörg Loppaschewski (beide Berlin); Spielaufsicht: DHB SR-Wart Wolfgang Jamelle

Bisherige Erstligavergleiche MT Melsungen – THW Kiel
32 Spiele, davon 4 Siege MT, 26 Siege THW, 2 Remis
Letzter Vergleich:
31.10.2019, THW Kiel – MT Melsungen 38:26

Live-Berichterstattungen:
18 Uhr: “Kurz vor Anpfiff live”, das Warm Up-Magazin der MT aus der Rothenbach-Halle, mit Infos zum Spieltag und Interviewgästen, u.a. mit Domagoj Pavlovic und Tobias Reichmann – empfangbar als Livestream auf den MT-Kanälen von YouTube und Facebook.

18.30 Uhr: Sky startet mit der Konferenzschaltung und Vorberichten, das Spiel aus der Rothenbach-Halle Kassel kommentiert Karsten Petrzika, Experte ist Stefan Kretzschmar.

19 Uhr: Die HNA begleitet das Match mit einem Liveticker.

15 Minuten nach Spielende: Die Pressekonferenz live auf YouTube.

Infos zum Gegner:
www.thw-handball.de

(Bernd Kaiser)



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