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Weinmeister: Gute Raumakustik Baustein zum Lernerfolg

Staatssekretär gibt Startschuss für Modellprojekt „Akustische Klassenraumsanierung“

Homberg. Die Hessische Landesregierung setzt sich dafür ein, dass bei Sanierungen an hessischen Schulen verstärkt auf die Lärmminderung geachtet wird. „Eine gute Raumakustik ist ein wesentlicher Baustein zum Lernerfolg. Deshalb sollte künftig auch auf eine verbesserte Raumakustik Wert gelegt werden. Die vom Land Hessen bereit gestellten Mittel und das anstehende zweite Konjunkturpaket der Bundesregierung für die Schulraumsanierung bieten nun die Chance, die erforderlichen Sanierungsmaßnahmen vielerorts endlich durchzuführen“, erklärte Umweltstaatssekretär Mark Weinmeister am Freitag in Homberg.

Er gab dort den Startschuss für das Modellprojekt „Akustische Klassenraumsanierung“. Dabei wird von Fachleuten zunächst die Lärmbelastung ermittelt. Anschließend werden die Räume gedämmt. Ob die Lärmbelastung erfolgreich gemindert wurde, wird durch weitere Nachhallmessungen kontrolliert.

„Schüler sind auf optimale Hörbedingungen angewiesen, um Informationen verstehen und verarbeiten zu können. In Räumen mit einer schlechten Akustik sind Unterrichtsgespräche nur teilweise möglich“, sagte Weinmeister, der selbst von Beruf Lehrer ist. Er ergänzte: „Der anhaltende Lärm führt oft zu einer angespannten Atmosphäre im Klassenzimmer. Zudem wird der Lernerfolg gemindert und die Gesundheit der Lehrer und Schüler durch die höheren Belastungen beeinträchtigt. Eine gute Raumakustik in den Unterrichtsräumen ist deshalb sehr wichtig.“

Wenn in den nächsten Monaten verstärkt Schulgebäude saniert würden, dann sei es laut Weinmeister sinnvoll, auch den Lärmschutz zu berücksichtigen. Eine Lärmminderung kann durch einfache Baumaßnahmen erzielt werden. „Durch den Einbau von Akustikdecken können die Nachhallzeiten in Räumen auf ein verträgliches Maß reduziert und die Arbeits- und Unterrichtsbedingungen auf einfache Weise verbessert werden“, hob der Präsident des Hessischen Landesamtes für Umwelt und Geologie (HLUG), Dr. Thomas Schmid, hervor. Das Landesamt hat das Projekt zur Verminderung der Lärmbelastung in Schulen in Zusammenarbeit mit dem Hessischen Kultusministerium initiiert und wird das Modellprojekt künftig wissenschaftlich begleiten.

„Uns ist sehr daran gelegen, die akustische Schulraumsanierung in Hessen durch begleitende Messungen zu unterstützen. Ich hoffe, dass weitere Schulen dem Beispiel folgen werden“, äußerte Schmid. Er wies darauf hin, dass das HLUG zusammen mit dem Hessischen Umweltministerium im ersten Halbjahr 2009 in Wiesbaden einen Informationstag zu diesem Thema anbieten wird. Zielgruppe der Veranstaltung seien die staatlichen Schulämter, die Schulverwaltungen und die Hochbauämter.

Vom Land gab es Lob für den örtlichen Schulträger. „Es ist vorbildlich, dass der Schwalm-Eder-Kreis sich der nachhaltigen akustischen Schulraumsanierung angenommen hat und mit der akustischen Sanierung von vier Klassenräumen mithilfe eigener finanzieller Mittel beginnen wird“, sagte Staatssekretär Weinmeister. Er zeigte sich optimistisch, dass das Modellprojekt landesweit Schule machen werde. Tagungen mit Schulleitungen, Schulträgern und Bauverantwortlichen hätten gezeigt, dass ein großes Interesse und auch Bedarf an nachhaltiger akustischer Schulraumsanierung bestehe, diese bisher jedoch mangels finanzieller Mittel nur von wenigen Schulen durchgeführt werden konnte.

Ein Leitfaden zum Thema „Lärmminderung in Schulen“ kann beim HLUG unter der Rufnummer (0611) 6939 111 oder der Fax-Nummer (0611) 6939 113 bestellt werden. Er enthält Informationen über die effiziente Lärmminderung in Schulen und Auswirkungen der Lärmbelastung in Schulen auf Lernerfolg und Lehrer- beziehungsweise Schülergesundheit.



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2 Kommentare zu “Weinmeister: Gute Raumakustik Baustein zum Lernerfolg”

  1. Schüler

    Als wenn es in den Schulen nicht Wichtigere Dinge zu tun gäbe :
    – mehr Lehrkräfte
    – bessere Lehr-und Lernmittel
    – Computer und Internetzugang für alle Schüler
    – bessere Lehrpläne
    – Sitzplätze für alle bei der Busbeförderung
    – Abschaffung der 2 km Grenze

    Das sieht mir nur nach blindem Aktionismus und Profilierungssucht aus.

  2. Gerd

    Also mit den Sitzplätzen im Bus kann ich Dir keine Hoffnung machen. Ich bin seit 25 Jahren aus der Schule raus und da war das schon genauso und hat bis heute niemanden interessiert. Da ändert sich nicht mal was, wenn bei einem Unfall dutzende Schüler verletzt werden. Hauptsache, das Steuergeld für marode Banken ist da…


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