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A-Schüler verbessern Mannschafts-Kreisrekord

Auch Robin Kästner und Tobias Stang überzeugten mit Mehrkampfrekorden

aw-090619aBaunatal/Melsungen. Der Mannschaftskreisrekord in den Blockwettkämpfen der A-Schüler durch Martin Proksch, Tobias Stang, Robin Hohmann, Robin Kästner und Henri Alter sowie die Kreisrekorde durch Tobias Stang und Robin Kästner im Blockwettkampf Lauf waren aus Melsunger Sicht die Höhepunkte bei  den nordhessischen Mehrkampfmeisterschaften im Baunataler Parkstadion, die bei Nieselregen und empfindlicher Kälte ausgetragen wurden. Von daher gewinnen die Ergebnisse der Melsunger Athleten noch an Wert …

Am 2. Mai hatte dieses MT-Quintett beim Mehrkampftag in Korbach 11 571 Punkte gesammelt und einen Kreisrekord für die A-Schüler-Mannschaftswertung in den Blockwettkämpfen aufgestellt. Dass dieser Rekord die Saison nicht überleben würde, hatte Alwin J. Wagner bereits in Korbach prophezeit und gab als Ziel bei den Landesmeisterschaften in Fulda 12 000 Punkte aus.  Bei den nordhessischen Meisterschaften in Baunatal kamen diese fünf Schüler bereits auf 11 825 Punkte und holten sich neben dem Rekord auch die Nordhessenmeisterschaft. Mit dieser Mannschaftsleistung hätten diese vielseitigen Schüler im Vorjahr Rang sechs in Hessen belegt.

In der Altersklasse der M15 versuchte sich Martin Proksch im Blockwettkampf Sprint, denn er wollte die A-Norm von 2500 Punkten, die zur Teilnahme an den Landesmeisterschaften berechtigt, unbedingt erreichen.  Vor sechs Wochen hatte Martin in Korbach im Blockwettkampf Wurf 2281 Punkte erzielt und die Qualifikationsnorm nur um 19 Punkte verpasst. In aw-090619bBaunatal wollte er sich für den Block Sprint qualifizieren.  Es fing für ihn sehr gut an, denn im Hochsprung übersprang er 1,60 m und erhielt dafür 529 Punkte. Im 100m-Lauf wurde er mit 12,77 Sekunden gestoppt und auch im 80m-Hürdenlauf überzeugte der Fünfzehnjährige mit guten 12,90 Sekunden. So lag er nach drei Wettbewerben mit 1553 Punkten über den angestrebten Schnitt.  5,20 m im Weitsprung und knapp 25 m mit dem Speer hätten für ihn 2540 Punkte ergeben und damit einen sicheren Start bei den Landesmeisterschaften.  Aber der Weitsprung machte ihm einen dicken Strich durch die Rechnung.  Nachdem sein erster Sicherheitssprung klar übergetreten war, musste er bei seinem zweiten Sprung noch mehr auf Sicherheit gehen. Das Ergebnis war ein 4,70m-Sprung und damit nur 464 Punkte.  Als Martin mit seinem dritten und damit letzten Sprung alles auf eine Karte setzte, kam es wie es kommen musste: statt der angestrebten 5,20 m plus X  wurde die rote Fahne gehoben und der Sprung ungültig gegeben, weil er wieder übergetreten hatte. Da half auch sein guter Speerwurf von 25,47 m nicht mehr. Mit 2463 Punkten hatte Martin zwar eine persönliche, aber wenig befriedigende Bestleistung aufgestellt. Denn  der dritte Rang schmeckte bitter. Zum einen verfehlte er die A-Norm um ganze 37 Punkte, zum anderen könnte damit die gute Melsunger Mannschaft wie eine Seifenblase platzen, wenn Martin nicht über die B-Norm nachrücken kann.

Besser als Martin machte es der gleichaltrige Robin Kästner im Blockwettkampf Lauf, obwohl er ebenfalls im Weitsprung große Schwierigkeiten hatte.  Auch er trat seinen ersten Sprung, der ein Sicherheitssprung sollte sein, über, so dass er bei seinem zweiten Versuch – ähnlich wie bei Martin – noch mehr Sicherheit walten lassen musste. Er verschenkte beim Absprung ca. 40 Zentimeter und kam dennoch auf 5,36 m. Robin hatte zwar 531 Punkte auf seinem Konto, aber von seiner Korbacher Leistung, wo er 5,61 m gesprungen war,  trennten ihn bereits  40 Punkte.  Der hessische Vizemeister im Dreisprung zeigte sich dennoch motiviert und lag nach dem 100m-Sprint (13,00 Sek.) und dem Hürdenlauf (14,78 Sek.) wieder auf Rekordkurs. In Korbach hatte er den 200g-Ball  52,00 m weit geworfen. In Baunatal legte er noch 1,50 m dazu, so dass er für den abschließenden 2000m-Lauf nur noch eine Zeit von 7:30 Minuten benötigt hätte, um seinen eigenen Kreisrekord zu verbessern. Robin Kästner hing bei diesem Lauf wie eine Klette an Karolin Siebert, die für ihn das passende Tempo machte, denn in diesem Rennen liefen die Jungen und Mädchen gemeinsam. Er machte auch in diesem schweren Rennen einige Punkte gut und erreichte nach 7:19,59 Minuten das Ziel. Mit  2 343 Punkten  verbesserte er seinen Kreisrekord um 22 Zähler.

Im Block Sprint der Altersklasse M14  erzielte Henri Alter als Dritter 2239 Punkte und erreichte damit die gleiche Punktzahl wie beim Mehrkampftag in Korbach.  Mit 14,44 Sekunden über 100m lief er zudem noch die gleiche 100m-Zeit wie vor sechs Wochen. Im 80m Hürdenlauf zeigte er sich stark verbessert und wurde in 14,28 Sekunden gestoppt. In Korbach waren es noch 15,41 Sekunden.  Allerdings gab es auch bei Henri im Weitsprung einen Einbruch, denn mit 4,43 m blieb er 41 Zentimeter hinter seinem Korbacher Ergebnis zurück. Da er auch im Hochsprung mit 1,40 m vier Zentimeter weniger sprang als bei seinem ersten Mehrkampf, musste er seine Jahresbestleistung im Speerwerfen, die er bei den nordhessischen Meisterschaften mit 37,58 m aufgestellt hatte, mindestens um 30 Zentimeter überbieten, um einen neuen Hausrekord im Blockwettkampf Sprint/Sprung aufzustellen.

Und fast hätte dieses Vorhaben geklappt, denn Henri ließ im dritten und letzten Durchgang seinen Speer auf 37,86 m segeln und erhielt dafür 551 Punkte.  Mit diesen Punkten kam er in der Gesamtabrechnung auf 2239 Zähler und stellte damit seinen eigenen Rekord ein. Ob er sich damit für die Landesmeisterschaften qualifizieren konnte, wird in den nächsten Tagen von der HLV-Geschäftsstelle beantwortet.

Sebastian Ludwig hatte einen rabenschwarzen Tag erwischt, denn bereits im Hochsprung scheiterte er an 1,32 m und kam nur mit 1,28 m in die Wertung. Dafür gab es nur 362 Punkte, zu wenig, um sich noch für Mannschaft qualifizieren zu können. Aber es spricht für Sebastian, dass er den Kopf nicht hängen ließ und weiter kämpfte.  Am Ende kam er auf 2007 Punkte und war damit nur noch 50 Punkte schwächer als beim Mehrkampf in Korbach.

Im Blockwettkampf Lauf der M14 traten mit dem Kreisrekordhalter Robin Hohmann, Tobias Stang und Michael Hiob drei Schüler der MT Melsungen an, die sich an diesem Abend etwas Besonderes vorgenommen hatten.  Robin und Tobias wollten noch einmal die Qualifikationsnorm für die deutschen Schülermeisterschaften erfüllen, die bei 2350 Punkten liegt.  Michael Hiob wollte sich in seinem ersten Blockwettkampf auf Anhieb für die Landesmeisterschaften qualifizieren und benötigte dafür 2100 Punkte.

Im 100m-Sprint setzte Robin Hohmann mit 13,15 Sekunden bereits ein Ausrufezeichen, aber auch Tobias Stang (13,45 ) und Michael Hiob (13,89) liefen starke Zeiten. Im Weitsprung beeindruckten sowohl  Tobias mit 5,18 m als auch Robin mit 5,04 m. Drittbester Springer war Moritz Werner aus Bad Wildungen, der auf 4,88 m kam.  Aber auch Michael Hiob durfte sich freuen, denn sein bester Sprung wurde bei einem Gegenwind von 0,6 m/sec mit 4,60 m gemessen.

Nach dem 80m Hürdenlauf konnte sich Tobias mit seiner neuen Bestzeit von 12,96 Sekunden klar von Robin lösen, denn dieser war über zwei Sekunden langsamer und büßte somit fast 90 Punkte ein. Mit dieser feinen Leistung erhob Tobias endgültig den Anspruch, nicht nur um die Medaillen mitzukämpfen, sondern auch den sechs Wochen alten Kreisrekord aw-090619dverbessern zu können. Nach drei Wettbewerben lag Tobias Stang mit 1475 Punkten vor Moritz Werner (1456) und Robin Hohmann (1397) in Führung.  Michael Hiob hatte nach drei Übungen 1260 Punkte gesammelt und lag damit auf „Quali-Kurs“. Im Ballwurf, der vierten Übung, sollte bereits die Entscheidung fallen.  Moritz Werner kam auf starke 66,50 m; Robin fand bei seinem Anlauf keinen richtigen Rhythmus für einen flüssigen Abwurf und blieb mit 52,50 m weit hinter den Erwartungen zurück. Aber auch Tobias schien den Beweis schuldig zu bleiben, in den letzten Wochen im Ballwerfen etwas dazu gelernt zu haben. Nach 50,50 m im ersten Durchgang, rutschte ihm beim zweiten Versuch der Ball aus der Hand und seinen letzten Versuch trat er über. Damit verloren die beiden Melsunger Mehrkämpfer ca. 40 Punkte, denn für Robin Hohmann hatte man für diesen Wettbewerb 470 und für Tobias Stang 450 Punkte kalkuliert.

Nach vier Wettbewerben sah die Rangliste wie folgt aus:  Moritz Werner hatte mit 1957 Punkten die Führung übernommen,  Tobias Stang lag mit 1891 Punkten auf Rang zwei und Robin Hohmann hatte 1825 Punkte auf seinem Konto.  Michael Hiob, der sich im Ballwurf auf 40,50 m steigern konnte, benötigte im abschließenden 2000m-Lauf  eine Zeit unter 7:07 Minuten, um die A-Norm für die Landesmeisterschaften im Mehrkampf zu erreichen.  Robin hätte fast 30 Sekunden schneller als Tobias laufen müssen, um diesen noch in der Gesamtpunktwertung zu überholen. Und Tobias wiederum benötigte eine Zeit von 8:10 Minuten, um den Kreisrekord von Robin Hohmann, der seit dem 2. Mai bei 2374 Punkten steht, zu überbieten.

Tobias wusste, welche Zeit er laufen konnte und wie viel Abstand er zu Robin Hohmann haben musste, um seine guten Karten nicht aus der Hand zu geben.  Und so verhielt er sich.  Immer unmittelbar hinter Robin laufend, beeindruckte er im 2000m-Lauf mit einer neuen Bestzeit von 6:42,42 Minuten und bekam dafür 530 Punkte.  Robin erreichte als Sieger nach 6:40,79 Minuten das Ziel, und auch Michael Hiob kämpfte auf den letzten Metern und verbesserte sich auf 7:06,37 Minuten.  Moritz Werner wurde mit 6:55,03 Minuten gestoppt, so dass er nur 25 Punkte auf Tobias Stang verlor. Damit wurde er mit 2462 Punkten Nordhessenmeister. Den zweiten Platz belegte Tobias Stang mit dem neuen Kreisrekord von 2421 Punkten. Auf Rang drei folgte Robin Hohmann mit 2359 Punkten und Platz fünf sicherte sich Michael Hiob mit 2101 Punkten. Er übertraf die A-Norm um einen Zähler und qualifizierte sich als dritter Melsunger Starter direkt für die Landes-Mehrkampfmeisterschaften.  Mit diesen Ergebnissen scheinen alle drei Mehrkämpfer für die Landesmeisterschaften in Fulda gerüstet zu sein.

Im Block Lauf der A-Schülerinnen überzeugte in der W15 Celine Kühnert als Zweite mit 2203 Punkten. Die hessische Vizemeisterin im Dreisprung erreichte exakt dasselbe Ergebnis wie vor sechs Wochen in Korbach. Mit 4,61 m und 14,19 Sekunden hatte sie ihre besten Leistungen im Weitsprung und im 100m-Sprint. Aber auch über 2000m wusste Celine zu gefallen, obwohl sie die erste Hälfte mit 3:46 Minuten viel zu schnell anlief.

aw-090619cIm Block Lauf der W14 sollte die B-Schülerin Karolin Siebert eigentlich nur Erfahrung sammeln. Die zweifache Bronzemedaillengewinnerin bei den Landesmeisterschaften über 800 und 2000 m erfüllte ihre Aufgaben zur vollen Zufriedenheit und belegte mit 2123 Punkten den vierten Platz. Ihre beste Leistung erzielte sie erwartungsgemäß im abschließenden 2000m-Lauf, wo sie sich als Tempoläuferin für Robin Kästner zur Verfügung stellte und für ihre 7:23,54 Minuten 501 Punkte bekam.

Im Block Wurf hatte Franziska Sommerlade beim Mehrkampftag in Korbach 2043 Punkte erzielt. In Baunatal zeigte sie sich trotz Trainingsdefizite über 100 m mit 14,41 Sekunden  (14,66) verbessert. Über 80m Hürden lief sie mit 15,10 Sekunden die gleiche Zeit wie in Korbach und verlor im Weitsprung mit 4,48 m nur wenige Zentimeter, die sie aber im Kugelstoßen mit 6,48 m wieder herausholte. Im Diskuswerfen kam sie nach zwei ungültigen Versuchen auf 19,95 m und war damit auch in dieser Übung besser als in Korbach.  Am Ende erreichte sie 2060 Punkte und überbot die B-Norm um 60 Zähler.  Ob das allerdings für einen Start bei den Landesmeisterschaften ausreicht, ist zu bezweifeln.

Alwin J. Wagner zeigte sich trotz einiger negativer Überraschungen mit den Leistungen und Platzierungen von Baunatal alles in allem zufrieden. „Mehr als diese drei Kreisrekorde konnten wir nicht erwarten“, und verwies dabei auf das Fehlen von Tochter Katharina,  Stefanie Klein, Lea Sperl und Stefanie Gille, die wegen einer Klassenfahrt nicht teilnehmen konnten. Ansonsten hätten auch die Schülerinnen für einen weiteren Erfolg gesorgt und den Mannschaftssieg gegen Korbach sichergestellt.



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