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Neues Amt voller Überraschungen

Sportlerin der WfbM ist Athletensprecherin der Special Olympics Hessen

Schwalmstadt-Treysa. Felicia Frankmann (23) ist zur Athletensprecherin der Special Olympics in Hessen gewählt worden. Die 23-Jährige arbeitet in der Bürstenmacherei der Hephata-Werkstätten für Menschen mit Behinderung (WfbM) in Schwalmstadt und besucht verschiedene Sportgruppen Hephatas. „Ich wollte mich für die Special Olympics und andere Sportler einsetzen“, kommentiert sie ihre Wahl. Felicia Frankmann weiß, was Sport einem geben kann: Bei den Wettkämpfen von Special Olympics in Hessen 2009 in Treysa belegte sie im Tischtennis den zweiten Platz in ihrer Leistungsgruppe. Im Jahr zuvor sogar den ersten. Und auch als Schwimmerin besucht sie regelmäßig das Training bei Patricia Odriozola, Sportkoordinatorin der WfbM. Jetzt will die 23-Jährige dem Sport und anderen Athleten geben: Felicia Frankmann wurde für drei Jahre zu einem von zwei Athletensprechern für Special Olympics in Hessen gewählt. Das Amt ist ein Novum, dem im Februar 2010 eine Satzungsänderung den Weg ebnete.

Die Special Olympics wurden 1968 in den USA gegründet und sind die größte Sportbewegung für Menschen mit geistiger und mehrfacher Behinderung. Als solche sind sie vom International Olympic Committee (IOC) anerkannt. Mehr als drei Millionen Athleten in 175 Ländern der Erde nehmen an den Wettkämpfen teil, in 30 Sommer- und Winter-Sportarten.

Special Olympics in Hessen wurde 1991 ins Leben gerufen. Hier gehören 38.000 Sportler, die in 13 Landesverbänden organisiert sind, dazu. Special Olympics Deutschland stellt mit seinen Landesverbänden mehr als 150 regionale Wettkämpfe pro Jahr auf die Beine. Zudem finden im Rhythmus von zwei Jahren abwechselnd Sommer- und Winterspiele in Deutschland sowie Weltspiele statt. Die Special Olympics World Sommer Games finden im Juni und Juli in Athen statt. „Ich fand es wichtig, dass eine Frau dabei ist“, sagt Patricia Odriozola. Deswegen hat sie Felicia Frankmann vorgeschlagen. Die Mitgliederversammlung von Special Olympics in Hessen wählte sie dann in den Vorstand. Dort ist sie als stimmberechtigtes Mitglied bei den drei bis vier Sitzungen des Gremiums pro Jahr dabei.

Was ihr Amt genau bedeutet, wird sie erst in den kommenden Monaten erfahren. Dann finden die ersten Seminare zu dem neuen Amt und seinen Aufgaben statt. „Das ist völlig neu, deswegen fehlt bislang auch noch eine klare Zuordnung“, so Odriozola. Generell soll die Athletensprecherin die Interessen der  Sportler vertreten, bei den Vorbereitungen von Veranstaltungen mitwirken und an den Vorstandssitzungen teilnehmen, aber auch Informations- und Öffentlichkeitsarbeit für die Special Olympics leisten.

„Ich denke, dass ich vor allem Sportler helfen werde bei Fragen und Problemen“, sagt Felicia Frankmann. Die 23-Jährige bekommt dabei Rückendeckung von ihrem Freund, ebenfalls ein Tischtennisspieler, und ihrer Familie. „Sie finden es gut, dass ich mich für andere einsetze und unterstützen mich“, so die 23-Jährige. „Ich lasse mich überraschen, was noch so auf mich zukommt.“ (me)



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