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MT: An guten Lauf vor der WM-Pause anknüpfen

Kassel/Melsungen. 45 lange Tage sind seit dem letzten Auftritt der MT Melsungen vergangen. Jetzt ist die „Leidenszeit“ der Fans vorbei und es geht nach der WM-bedingten Liga-Pause endlich wieder um Tore und Punkte. Die TOYOTA Handball-Bundesliga lädt zum 20. Spieltag und sieht für die MT ein Heimspiel gegen den TuS N-Lübbecke vor. Anwurf am Mittwoch, 9. Februar, in der Kasseler Rothenbach-Halle ist um 20.15 Uhr. Tickets aller Kategorien sind auch noch an der ab 18.45 Uhr geöffneten Abendkasse erhältlich.

Die letzten beiden Monate vor der Pause eilte die MT von Erfolg zu Erfolg. Was selbst mancher Optimist schon angezweifelt hatte, nämlich dass die mit 0:24 Punkten gestarteten Nordhessen den Schalter nochmal umlegen können, wurde binnen weniger Wochen wahr. Michael Roth, der neue Mann auf der sportlichen Kommandobrücke, verpasste der bis dahin orientierungslosen Crew eine feste Struktur und impfte ihr vor  allem Selbstvertrauen ein. Mit dem Ergebnis, dass die vermeintlich „launische Diva“ zwölf Punkte aus sieben Spielen holte und nun, da 19 von 34 Spieltagen absolviert sind, mit 12:26 Zählern, positioniert auf Rang 14, auch wieder „Land“ sieht.  Damit sind die Etappenziele eindeutig erfüllt. „Wir wollten bis zum Jahresende 10 Punkte holen und im Pokalwettbewerb überwintern. Beides ist gelungen. Wir stehen im Viertelfinale und in der Meisterschaft haben wir sogar zwei Zähler mehr geholt, als ursprünglich angepeilt“, freut sich Roth.

Nun hofft man bei den Bartenwetzern inständig, dass die WM-Pause wirklich nur eine vorübergehende Unterbrechung der Erfolgsserie bewirkt hat. Mit dem festen Entschluss, das neue Jahr so zu beginnen, wie man das alte beendet hat, wollen die Roth-Schützlinge am Mittwoch in das Derby mit dem Tabellennachbarn aus Ostwestfalen gehen. Der TuS N-Lübbecke, der übrigens mit der MT das Phänomen des Trainerwechsels in der laufenden Runde gemein hat (Markus Baur kam im Dezember für den glücklosen Patrick Liljestrand), liegt punktgleich mit einem etwas besseren Torverhältnis einen Platz vor den Nordhessen. „Wir dürfen nicht vergessen, dass wir uns immer noch im Abstiegskampf befinden“, hebt MT-Trainer Michael Roth warnend den Finger. „Dies ist ein Spiel gegen einen direkten Konkurrenten um den Klassenerhalt und das wollen wir unbedingt gewinnen. Noch dazu vor heimischem Publikum“, so der Ex-Nationalspieler.

Dabei hat sich der TuS N-Lübbecke in den letzten Jahren zu einer Art Angstgegner der MT entwickelt. Die Rotweissen konnten die Truppe vom Wiehengebirge zum vorerst letzten Mal im Oktober 2007 bezwingen. Anschließend zog Melsungen in den vier Spielen jeweils den Kürzeren, zuletzt beim 26:30 im September letzten Jahres. In der Saison 2008/2009 gab es keine Vergleiche, da der TuS abgestiegen war und eine „Ehrenrunde“ in der zweiten Liga drehen musste.

Damit Melsungen die Negativstatistik gegen die Ostwestfalen korrigieren kann, aber vor allem, um schnell wieder den Einstieg in die Saison zu schaffen, hat Roth nichts dem Zufall überlassen. Auf die Fortsetzung der Rückrunde bereitete er seine Männer mit zwei intensiven Trainingslagern und mit diversen Testspielen vor. Nach dem Komplex „Kraft, Schnelligkeit, Ausdauer“ auf Fuerteventura standen im Leistungszentrum in Großwallstadt zuletzt „Taktik und Einspielen“ auf dem Programm. Ein Augenmerk des MT-Trainers galt dabei auch der so genannten „zweiten Garde“. Akteure, wie etwa Mansson, Dacevic oder Sania, die bislang wenig Spielanteile hatten, sollten an das Niveau der Stammsieben herangeführt werden. „Inwieweit das gelungen ist, wird sich im Verlauf der Runde noch zeigen. In den Trainingseinheiten war jedenfalls erkennbar, dass sich der Abstand deutlich verringert hat“, ist Roth mit dem Engagement seiner Schützlinge hochzufrieden.

Personell aus dem Vollen schöpfen kann Michael Roth am Mittwoch gegen Lübbecke  indes nicht. Pechvogel der letzten Wochen ist Predrag Dacevic. Erst zog er sich einen Nasenbeinbruch zu, dann nahm der Außenmeniskus Schaden. Letzteres hat Mannschaftsarzt Dr. Rauch am Dienstag  in einem operativen Eingriff behoben. Der Serbe wird nun zwei bis drei Wochen ausfallen. Ein leichtes Fragezeichen steht zudem hinter dem Einsatz von Grigorios Sanikis, der noch an den Folgen einer Bauchmuskelzerrung laboriert.

Unterdessen ist aus Ostwestfalen vernehmbar, dass TuS-Trainer Markus Baur höchstwahrscheinlich in Bestbesetzung antreten lassen kann. Mit „Melsungen-Schreck“ Stephan Just (spielt gegen die MT,  wenn’s sein muss, auch schon mal im Tor) und Alexandros Alvanos sind zwei wichtige Rekonvaleszenten wieder  ins Training eingestiegen und werden wohl in Kassel auflaufen können. Zudem vertraut Baur auf die Durchschlagskraft der fünf WM-Heimkehrer Thorir Olafsson, Island (mit  88 Treffern bester TuS-Torschütze), Mattias Gustafsson, Schweden, Frank Loeke, Norwegen, sowie Artur Siodmiak (Abwehrchef) und Tomasz Tluczynski (Strafwurfspezialist), beide Polen. „Wir wollen nicht den neunten Erfolg der Melsunger in Folge zulassen“, wird Markus Baur in der heimischen Tagespresse zitiert. Eine nett formulierte Kampfansage des deutschen Weltmeisters von 2007. (Bernd Kaiser)

Schiedsrichter in Kassel:
Andreas Pritschow (Leinfelden) / Marcus Pritschow (Degerloch);

DHB-Aufsicht:
Thorsten Zacharias.

Bisherige Bundesligavergleiche:

11.09.2010     TuS N-Lübbecke – MT Melsungen    30:26
05.06.2010     MT Melsungen – TuS N-Lübbecke    26:28
26.12.2009     TuS N-Lübbecke – MT Melsungen    32:23
08.03.2008     TuS N-Lübbecke – MT Melsungen    38:33
06.10.2007     MT Melsungen – TuS N-Lübbecke    32:24
10.03.2007     TuS N-Lübbecke – MT Melsungen    26:27
30.09.2006     MT Melsungen – TuS N-Lübbecke    36:33
20.05.2006     MT Melsungen – TuS N-Lübbecke    27:27
17.12.2005     TuS N-Lübbecke – MT Melsungen    29:31



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