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Neue Nordhessenrekorde durch Hella Böker

Twiste/Melsungen. Während die besten Leichtathleten der Welt zurzeit in Daegu (Südkorea) ihre Weltmeister ermitteln, sorgt auch Hella Böker (MT Melsungen), die „große alte Dame der deutschen Leichtathletik“  immer weiter für positive Schlagzeilen. Eine Woche nach ihrem souveränen Sieg bei den deutschen Mehrkampfmeisterschaften im Werfer-Fünfkampf hatte sich Hella Böker (MT Melsungen) beim Brauhaus-Arolsen-Cup in Twiste viel vorgenommen. Sie konnte ihre Ziele eindrucksvoll realisieren und sorgte damit für weitere Höhepunkte in ihrer langen Laufbahn. Schon bei ihrem 32. nationalen Streich in Zella-Mehlis, wo sie souverän den nationalen Titel in der Vielseitigkeitsprüfung der Werfer gewinnen konnte, machte sie im Kugelstoßen auf ihre großartige Form aufmerksam. Bereits beim Einstoßen ließ sie die 3kg-Kugel mehrfach hinter ihrer Kreisrekordmarke von 9,28 Meter landen. Beim anschließenden Wettkampf kam sie bis auf drei Zentimeter an diese Leistung heran. 

In Twiste holte sie das Versäumte nach und wuchtete die Kugel auf 9,84 Meter. Damit steigerte sie nicht nur ihren eigenen Kreisrekord um 46 Zentimeter,  sondern verbesserte auch die neun Jahre alte nordhessische Bestleistung von Jutta Schäfer, die am 22. Juni  2002 in Bad Nauheim 9,63 Meter stieß, um 21 Zentimeter. Mit dieser großartigen Leistung hätte Hella Böker bei den deutschen Seniorenmeisterschaften in Minden neben den drei Siegen in den Wurfwettbewerben auch das Kugelstoßen gewonnen, denn Monika Bernert von der LG Altmark siegte mit 9,42 Meter.

Eine Stunde später folgte eine weitere Rekordverbesserung, denn die deutsche Seniorenmeisterin im Diskuswerfen schleuderte die 1kg-Scheibe auf 28,41 Meter und steigerte die von ihr gehaltene nordhessische Bestleistung in der Altersklasse der W70  um 0,61 Meter.

In der aktuellen Kreisbestenliste der Frauen befinden sich nur noch Annette Engelhardt (1972) vom Tuspo Borken mit 29,62 Meter und die 23-jährige Sarah Janassek (TSV Remsfeld) mit 29,14 Meter vor ihr.

Nach diesen beiden Bestleistungen betonte Alwin J. Wagner, dass der 32-fachen deutschen Seniorenmeisterin zweifelsohne die Bezeichnung „große alte Dame der deutschen Leichtathletik“ zusteht. Wagner wies darauf hin, dass Hella Böker in ihrer 55 Jahre langen Laufbahn nicht nur in der Jugend schon weltklasse war, sondern auch im Seniorensport Rekorde am laufenden Band fabriziert. Das Charakteristische an ihr sei ihre Beständigkeit.  „Hella ist in den letzten 20 Jahren eine Bank, wenn bei den deutschen Seniorenmeisterschaften die Medaillenjagd beginnt. „Fit auf den Punkt zu sein, ist die eine Sache. Das absolute Leistungsvermögen zum Jahreshöhepunkt zu erreichen, schaffen nur wenige“, meinte Wagner. Und warum Hella Böker? „Sie hat eine gewisse Ruhe und kann sich aufgrund ihrer Erfahrung auf den Punkt mobilisieren. Das ist eine Fähigkeit, die man haben muss, um als „Wettkampftyp“ zu gelten.  Die vielseitigste Senioren-Werferin des Deutschen Leichtathletik-Verbandes kann bei ihren Wettkämpfen abschalten und alles in das Wettkampfgerät hineinlegen. „Es gibt nur selten einen Wettbewerb, wo sie im Vergleich zu ihrem Trainingsleistungen total versagt“, sagte Wagner, der 15 Jahre im Hessischen Leichtathletik-Verband als Trainer für das Diskuswerfen und Kugelstoßen verantwortlich war.  Voraussetzung sei aber, dass man auch im Training stabile Leistungen erbringt. Hella Böker gehöre dazu, denn sie hätte eine stabile Technik. (ajw)



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