Startseite

Ihre Werbung hier!

Online-Zeitung für den Schwalm-Eder-Kreis | 12. Jahrgang | redaktion@seknews.de | www.seknews.de | täglich neu | Preis: 0,00 Euro

Gewerbesteuereinnahmen: Zenit scheint überschritten

Hessen. Auch wenn die hessischen Gemeinden im dritten Quartal 2011 mit annähernd 929 Millionen Euro fast 58 Millionen (plus 6,6 Prozent) mehr eingenommen haben als im Vorquartal: Der Zenit scheint überschritten. Wie das Hessische Statistische Landesamt berichtet, liegt das Ergebnis für das dritte Quartal 2011 um 1,8 Prozent unter dem des Vorjahresquartals und sogar um 12,1 Prozent unter dem Spitzenergebnis vom vierten Quartal 2010.

Typischerweise verlief die Entwicklung regional sehr unterschiedlich, wobei die Finanzmetropole Frankfurt am Main das Gewerbesteueraufkommen in Hessen und dessen zeitlichen Verlauf einmal mehr maßgeblich bestimmte. So entfielen mit fast 293 Millionen Euro im dritten Quartal 2011 beinahe ein Drittel (31,5 Prozent) aller hessischen Gewerbesteuereinnahmen allein auf die Stadt Frankfurt. Hier war in den letzten zwei Jahren zunächst ein beachtlicher Anstieg von 217 Millionen Euro (drittes Quartal 2009) bis auf knapp 394 Millionen Euro (viertes Quartal 2010) zu beobachten, dem Anfang 2011 jedoch ein fast ebenso starker Rückgang auf 349 Millionen Euro im ersten und sogar 226 Millionen im zweiten Quartal 2011 folgten. Das dritte Quartal konnte jetzt mit einem Anstieg von 66 Millionen den vorausgegangenen Absturz nur unwesentlich kompensieren.

Ohne Frankfurt hielten sich die Gewerbesteuereinnahmen bei den anderen hessischen Kommunen neun Monate lang auf vergleichsweise hohem Niveau. Zwar verzeichneten auch sie einen beispiellosen Boom der Gewerbesteuereinnahmen von niedrigen 439 Millionen Euro (drittes Quartal 2009) auf ein Allzeithoch von fast 709 Millionen Euro (viertes Quartal 2010). Der darauf folgende Rückgang fiel jedoch weniger stark aus als in Frankfurt: 638 Millionen Euro im ersten Quartal 2011, 644 Millionen im zweiten und 636 Millionen Euro im dritten Quartal 2011.

Die übrigen kreisfreien Städte zeichnen jeweils ein eigenes Bild. Während Wiesbaden das Niveau vom Jahresende 2010 mit aktuell knapp 56 Millionen Euro halten konnte, fiel vor allem Darmstadt mit 18 Millionen Euro nach einem Schub von fast 54 Millionen Euro im vierten Quartal 2010 auf den vorherigen niedrigen Stand zurück. Darmstadt konnte auch in der Aufschwungphase seine Gewerbesteuereinnahmen nicht nachhaltig steigern. Ähnliches gilt für Offenbach am Main. Auch hier stellte das vierte Quartal 2010 mit annähernd 20 Millionen Euro Gewerbesteuereinnahmen eine Ausnahme dar.

Mittlerweile ist man wieder auf dem bisherigen niedrigen Niveau von etwa zehn Millionen Euro angelangt. In Kassel verlief die Entwicklung mit Gewerbesteuereinnahmen von fast 46 Millionen Euro im vierten Quartal 2010 und jeweils etwa 41 Millionen Euro in den ersten beiden Quartalen 2011 stetiger, ist aber aktuell mit knapp 33 Millionen Euro ebenfalls deutlich abgefallen. (red)



Tags: , ,


Ähnliche Beiträge

Bisher keine Kommentare


Einen Kommentar schreiben

© 2006-2017 SEK-News • Powered by WordPress • Theme by: BlogPimp/Appelt MediendesignBeiträge (RSS) und Kommentare (RSS)Impressum + DatenschutzAGB





Facebook Auto Publish Powered By : XYZScripts.com

Um Ihr Nutzererlebnis zu verbessern, verwendet diese Seite Cookies. Details

Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen", um Ihnen das beste Surferlebnis möglich zu geben. Wenn Sie diese Website ohne Änderung Ihrer Cookie-Einstellungen zu verwenden fortzufahren, oder klicken Sie auf "Akzeptieren" unten, dann erklären Sie sich mit diesen.

Schließen