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Online-Zeitung für den Schwalm-Eder-Kreis | 12. Jahrgang | redaktion@seknews.de | www.seknews.de | täglich neu | Preis: 0,00 Euro

Literatur und Musik im Kloster Haydau

Altmorschen. „Text & Töne“ war das Motto eines literarisch-musikalischen Abends im Kloster Haydau. Gert Hirchenhain führte das Publikum im gut besuchten Westflügel des Altmörscher Kulturzentrums in das Reich der neueren und neusten Literatur. Sein Kollege und Musiklehrer Stefan Metz sorgte mit seinen Melodien für passende Überleitungen. In der Wirkung von Weißbrot und Käsehäppchen auf die Geschmacksnerven bei einer guten Weinprobe vergleichbar, sorgte Metz gekonnt für die nötige  Stimulierung der Gedankenwelt, um sich auf nächste Buch konzentrieren zu können. Das Buch des amerikanische Schriftsteller Philip Roth „Nemesis“ gehörte zur ersten Lesung Hirchenhains. Er stellten den mehrfach für den Nobelpreis für Literatur vorgeschlagenen Schriftsteller vor, ging auf seine Werke ein und las dann ausführlich aus Buch.

Mit dem Song von Reinhard May „Viertel vor Sieben“ machte Metz den Kopf frei für die nächste Lesung. Sie galt dem Buch der 1956 im bergischen Land geborenen Esther Kinsky „Banatsko, in dem sie literarisch anspruchsvoll ihre Eindrücke aus dem Banat schildert. Dem folgte die Vorstellung von Martin de Moos Buch „Der Maler und das Mädchen“. Ausgehend von einer Federzeichnung des niederländischen Malers Rembrandt (* 15. Juli 1606 in Leiden; † 4. Oktober 1669 in Amsterdam) geht der Autor auf das Verhältnis des Malers (der im Buch nie namentlich erwähnt wird) zu einer als Mörderin zum Tode verurteilten 18-Jährigen ein. Geradezu befreiend kam danach der  Song „In der Schlange vor dem Damenklo“ des Spangenberger Musiklehrers und Gitarristen .

Mit Christoph Heins Buch „Weiskerns Nachlass“ und dem Büchner–Klassiker „Lenz“ unterhielt der Spangenberger Literaturfreund und Vielleser die Gäste in der zweiten Hälfte des Abend. Hirchenhain, seit einem Jahr pensioniert, sitzt nach einem Leben als Lehrer wieder auf der Schulbank. Zur Zeit studiert er an der Uni Kassel Kunstgeschichte. Sein aktuelles Wissen über die zeitgenössische Literatur bezieht er nach eigenen Aussagen aus den Feuilletonseiten der großen deutschen Tageszeitungen und aus Fachliteratur. Metz studierte an der Universität Kassel bevor er als Musikpädagoge in den  Schuldienst kam. Als Musiker ist er in der nordhessischen Welt des Jazz und des Soul bekannt.

Das Publikum sparte nicht mit Applaus. Dorothea Becker-Puhl vom gastgebenden Kulturring Morschen stellt hochzufrieden in Aussicht, dass man das Duo Hirchenhain/Metz sicher wieder mal gewinnen könne, um eine gelungene Veranstaltungsreihe fortzusetzen.

In der Pause und nach der Veranstaltung umlagerten die Gäste den gut sortierte Büchertisch der Melsunger Brückenbuchhandlung. (rho)



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