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MT in Hamburg: Aufwartung beim Meister

Hamburg/Melsungen. Die TOYOTA Handball-Bundesliga notiert den 13. Spieltag und schickt die MT zum amtierenden Deutschen Meister HSV Hamburg. Das Spiel steigt am Samstag, 3. Dezember, um 20.15 Uhr in der Hamburger o2 World und ist im Internet auf www.sport1.de via Livestream zu sehen. Ja, die MT hat den großen HSV tatsächlich schon mal bezwungen. Allerdings war der zu dem Zeitpunkt noch meilenweit von seinem Meistertitel entfernt. Die Nordhessen waren gerade aufgestiegen und zwangen im September 2005 in der Kasseler Rothenbach-Halle den namhaften Kontrahenten mit 30:27 in die Knie. Gut dreieinhalb Jahre später, im Mai 2009, gelang den Rotweißen an gleicher Stelle mit einem 29:29-Remis zumindest eine Teilüberraschung. Das sollte es dann an Erfolgserlebnissen für den Außenseiter aber auch schon gewesen sein. Denn alle anderen zehn Spiele in der nunmehr sechsjährigen gemeinsamen Erstligageschichte entschieden die Norddeutschen meist deutlich zu ihren Gunsten.

Wird dieser Trend auch im ersten Spiel in dieser siebten Saison seine Bestätigung finden? Davon muss man aus Sicht der Nordhessen leider fast ausgehen. Denn nicht nur die Statistik, sondern auch die aktuellen Formkurven der beiden Mannschaften führen zwangsläufig zu diesem Schluss. Auf der einen Seite steht die MT, die aus den letzten sechs Spielen nur zwei Punkte ergattern konnte, auf der anderen Seite steht der HSV, der im gleichen Zeitraum alle zwölf Zähler auf der Habenseite verbucht hat und so ganz nebenbei die Vorrundenspiele in der Championsleague gewann und dort nun dicht vor dem Gruppensieg steht. In der Bundesligatabelle sind die Hanseaten mit vier Minuspunkten erster Verfolger von Spitzenreiter THW Kiel und rangieren sechs Plätze vor der mit 13:13 Zählern ausgestatteten MT.

Wie geht die MT nun also diese Partie an, die von den prognoserelevanten Fakten her einseitig zu werden droht? Trainer Michel Roth bringt es auf den Punkt: ”Wir gehen als klarer Außenseiter in diese Begegnung. Aus dieser Position heraus wollen wir versuchen, es dem HSV möglichst lange schwer zu machen. Dazu brauchen wir eine sehr engagierte Abwehr und dürfen uns vorne nur wenig Fehler erlauben”. Der Coach erwartet also in wichtigen Bereichen eine Steigerung gegenüber dem letzten Spiel. Denn im Hessenderby gegen die HSG Wetzlar hatte sich die MT zu Beginn der zweiten Hälfte eine fast zehn Minuten währende Phase der Unkonzentriertheit geleistet. Ein Fünf-Tore-Vorsprung wurde dabei aus der Hand gegeben, zum Schluss reichte es dank des Gewaltwurfs von Jens Schöngarth noch zu einem Unentschieden.

Was die MT indes auch in Hamburg wieder in die Waagschale werfen will, sind Attribute wie Kampfgeist und Moral. Das hat das Roth-Team schließlich selbst in Spielen ausgezeichnet, die verloren wurden. Unermüdliche Antreiber wie Kapitän Nenad Vuckovic, oder Rechtsaußen Savas Karipidis geben sich erst geschlagen, wenn der Schlusspfiff ertönt. Als zusätzlicher Motivator beim Auftritt in der o2 World könnte auch Per Sandström fungieren. Der MT-Keeper, der letzte Saison noch dazu beitrug, dass der HSV die Meisterschale in Empfang nehmen durfte, freut sich natürlich auf seinen Einsatz an alter Wirkungsstätte. Letztens hat er erst gegen die HSG Wetzlar wieder mit zahllosen Paraden gezeigt, wie wertvoll er für seinen neuen Club ist.

Natürlich wird es nicht ausreichen, wenn sich allein Sandström den Hamburgern entgegenwirft. Schon die Tatsache, dass die derzeit verfügbaren 16, 17 Akteure allesamt von internationaler Klasse sind und Trainer Per Carlén praktisch ohne Qualitätsverlust aus- und einwechseln kann. Trotz aller Ausgeglichenheit gibt es mit Bitter und Beutler im Tor, den Gilles-Brüdern, dem wieder erstarkten Hens, Lindberg, Lackovic Duvnjak, oder Vugrinec einige Spieler, die noch etwas herausragen. Da lässt sich auch ein längerer Ausfall eines Spitzenhandballers wie Oscar Carlén ganz gut verkraften. Der HSV spielt nicht zuletzt aufgrund solcher Gegebenheiten im Vergleich zur MT eigentlich in einer anderen Liga. Vom schätzungsweise dreifach höheren Etat ganz zu schweigen. (Bernd Kaiser)

Schiedsrichter in Hamburg:
Philipp Dinges (Eggenstein) / Daniel Kirsch (Leopoldshafen); Spielaufsicht: Uwe Stemberg.



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