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Zwei Siege und hervorragende Leistungen für MT-Athleten

Stadtallendorf/Melsungen. Bei den offenen Kreis-Hallenmeisterschaften des Leichtathletik-Kreises Marburg-Biedenkopf, die am Wochenende  in der Herrenwaldhalle in Stadtallendorf ausgetragen wurden, überzeugten die Nachwuchsleichtathleten der MT 1861 Melsungen mit zwei Siege und ausgezeichneten Leistungen.

Gleich zu Beginn der Veranstaltung trumpfte der 14-Jährige Tobias Ludwig im Kugelstoßen der U16 auf und verbesserte seine bisherige Bestweite von 9,83 Meter, die er am 25. September in Fulda aufgestellt hatte, auf gute 11,04 Meter. Damit siegte der Schüler aus Obermelsungen  souverän vor  Manuel Kretzmar aus Langgöns, der auf 10,40 Meter kam.

Für den zweiten Melsunger Sieg sorgte Karolin Siebert, die noch müde aus dem Vorbereitungstraining für die Landes-Hallenmeisterschaften, die nächstes Wochenende in Hanau ausgetragen werden, nach Stadtallendorf anreiste. Sie testete wie Marie Wagner ihre Sprintausdauer und spulte die 400 Meter in tollen 61,86 Sekunden ab. Dabei verfehlte sie ihre Freiluftbestzeit von 61,74 Sekunden nur  um einen Wimpernschlag.  „Das gibt Hoffnung auf eine Zeit um 60 Sekunden“, betonte Alwin J. Wagner, der sich auch über die Leistung von Marie Wagner freuen konnte. Die Vorjahresschülerin feierte mit ihrem ersten 400m-Rennen einen glänzenden Einstand im MT-Trikot und überraschte mit  63,30 Sekunden.  Mit diesen großartigen Zeiten hätten die beiden Vorjahrsschülerinnen in der  Hallensaison 2010/11 die Plätze vier und fünf in Hessen in der Altersklasse der U18 belegt.

Auch Tobias Stang hatte eine harte Trainingswoche hinter sich und kam mit „schweren Beinen“ nach Stadtallendorf.  Der Malsfelder, der sich viermal für die Landesmeisterschaften qualifiziert hatte, testete eine Stunde seine Ausdauer im Langsprint.  Mit 55,38 Sekunden über 400 Meter lieferte er als Zweiter eine bessere Zeit ab als in der Freiluftsaison 2011, wo er am 8. Oktober mit 55,43 Sekunden seine Bestzeit aufstellte.  „Ich hoffe, dass ich am Wochenende an die 54 Sekunden heran laufen und einen Platz in der Top-Ten-Liste belegen kann“, gab sich der Geschwister-Scholl-Schüler optimistisch.

Auch in den Sprintwettbewerben über 60 und 200 Meter boten die MT-Athleten eine tolle Vorstellung.  Jan Ullrich verbesserte sich nach einer guten Reaktion am Start auf 7,82 Sekunden und qualifizierte sich für den B-Endlauf, auf den er aber verzichtete.  Mit 7,94 Sekunden blieb Tobias Stang ebenfalls noch unter der Acht-Sekunden-Grenze, die aber Henri Alter mit 8,15 Sekunden relativ deutlich verfehlte.

Die 200 Meter entschied aus Melsunger Sicht ebenfalls Jan Ullrich mit 26,34 Sekunden vor dem überraschend stark auftrumpfenden Sebastian Ludwig mit 26,65 Sekunden.  Durch den plötzlichen Ausfall von Raphael Strube und den gesundheitsbedingten Trainingsrückstand von Michael Hiob sind die Chancen auf einem Platz unter den ersten Sechs bei den Landesmeisterschaften in der 4x200m-Staffel erheblich gesunken. Ob die Melsunger eine Staffel in Hanau laufen lassen, wird sich erst im Laufe der Woche entscheiden.

Im Sprint der weiblichen Jugend beeindruckte über 60 Meter vor allem Katharina Wagner, die im Vorlauf mit 8,28 Sekunden ihre Hallenbestzeit von Paderborn um 0,09 Sekunden nach unten korrigierten konnte und sich damit für das Finale qualifizierte.

Auch Stefanie Klein blieb mit 0,09 Sekunden unter ihrer Vorjahresbestzeit, die sie ebenfalls in Stadtallendorf aufgestellt hatte.

Für Celine Kühnert, die seit dem 1. Januar 2012 altersbedingt in die U20 aufrücken musste,  blieb die elektronische Uhr im Vorlauf bei 8,70 Sekunden stehen. Damit qualifizierte sich das Dreissprung-Ass für das 60m-Finale, wo Celine in 8,69 Sekunden hinter Sarah Hinz (SG Johannesberg) und Kira Werner (Baunatal) überraschend den dritten Platz belegen konnte.

Im Langsprint über 200 Meter sicherte sich die Siebzehnjährige mit 29,42 Sekunden den fünften Platz und blieb wieder unter 30 Sekunden.  Auf dem gleichen Rang landete in der U18 Katharina Wagner mit 27,96 Sekunden. Sie verpasste allerdings die Kreis-Jahresbest-zeit, die Karolin Siebert am 12. November 2011 in Erfurt mit 27,60 Sekunden aufgestellt hatte, um 0,36 Sekunden.  Denkbar knapp lief K. Wagner an einem Podestplatz vorbei, denn auf Rang drei kam Luisa Komkowski (Stadtallendorf) mit 27,90 Sekunden in die Wertung.  Auf Rang vier landete Sharin Oziegbe (Vellmar) mit 27,95 Sekunden.

Pech hatte Stefanie Klein, denn bei ihrem Lauf fiel die elektronische Zeitnahme aus, und da der Veranstalter es versäumt hatte, die Läuferinnen zusätzlich per Handzeitnahme zu stoppen, konnte man keine Zeiten notieren.

Neben den Laufwettbewerben standen die Horizontalsprünge der männlichen und weiblichen Jugend im Mittelpunkt des heimischen Interesses.  Nachdem Tobias Stang im Dezember beim Adventsmeeting in Paderborn als erster B-Jugendlicher im Schwalm-Eder-Kreis die 6m-Marke in dieser Hallensaison geknackt hatte, wollte Henri Alter nachziehen. Während Sebastian Ludwig nach seinem dritten Platz mit 1,63 Meter im Hochsprung beim Weitsprung eine gewisse Frische vermissen ließ und mit 5,41 Meter einen Zentimeter hinter Artur Matvievskij (Schwalmstadt) nur auf Rang zehn landete, qualifizierte sich Jan Ullrich für das Finale und belegte mit 5,55 Meter den achten Platz.  Im letzten Durchgang wurde es noch einmal spannend, denn Tobias Stang setzte sich mit 5,83 Meter wieder vor Henri Alter, der allerdings noch einen Sprung hatte. Und diese Chance ließ sich der Dreisprungspezialist nicht entgehen. Mit einem technisch guten Absprung konterte Henri Alter mit seinem letzten Versuch und stellte mit 5,95 Meter als Vierter eine persönliche Bestweite auf.

The same procedure than every year – frei übersetzt,  das gleiche Pech wie in jedem Jahr, denn Katharina Wagner kann die Uhr danach stellen.  Seit Jahren liegt sie um die Weihnachtszeit mit einer Erkältung flach. So gab es für die talentierte Weitspringerin in den letzten Jahren keinen Winter ohne rote Nase, Erkältung und heiserer Stimme.  Auch in diesem Jahr musste sie wieder daran glauben.  Sie trat in dieser Hallensaison nur in Paderborn an und verzichtet gesundheitsbedingt auf die Landes-Hallenmeisterschaften.  Umso höher ist ihre Weitsprungleistung von Stadtallendorf zu bewerten.  Quasi ohne Training eröffnete sie die Weitsprungkonkurrenz mit 5,20 Meter.  Bereits im zweiten Durchgang flog sie hoch und weit in die Grube, doch der Sprung wurde für ungültig erklärt, da sie diesen Sprung klar übertreten hatte.  Im dritten Durchgang gab der Kampfrichter-Obmann ihren Sprung, der an die 5,50 Meter herankam, erneut ungültig, obwohl ein weiterer Kampfrichter und die Zuschauer an der Weitsprunggrube diesen Sprung als regelkonform gesehen hatten. Der sofort eingelegt Protest blieb ohne Erfolg, obwohl kein Abdruck in der Plastilinleiste zu sehen war. Der Kampfrichter-Obmann blieb bei seiner Tatsachenentscheidung. Mit zwei weiteren ungültigen Sprüngen, die ebenfalls über 5,30 Meter lagen, demonstrierte Katharina Wagner ihr großes Talent. Sie wollte wegen Kräftemangels auf ihren letzten Sprung verzichten, ließ sich aber schließlich überzeugen und versuchte noch einmal ihr Glück.  Ohne den zuvor gezeigten kraftvollen und schnellen Anlauf und den Absprungbalken voll zu treffen, steigerte sie sich auf 5,28 Meter. Mit dieser großartigen Leistung blieb zwölf Zentimeter über ihrer Freiluftleistung aus dem Jahr 2011.

Sehr gut in Form präsentierte sich auch Celine Kühnert, die einen letzten Sprungkrafttest vor den Landesmeisterschaften absolvierte.  Die hessische B-Jugendmeisterin im Dreisprung, die mit einer Bestleistung von 4,95 Meter – aufgestellt beim Kreissparkassen-Cup in Neukirchen – angereist war,  begann mit 4,78 Meter, steigerte sich über 4,80 und 4,87 auf 4,90 Meter und erreichte mit ihrem sechsten Sprung zum ersten Mal mit genau 5,00 Meter die anvisierte Fünf-Meter-Marke. Fast auf dem Tag genau, am 08. Januar 2011 stellte sie in Stadtallendorf mit 4,70 Meter ihre Hallenbestleistung auf, die sie mit ihrem letzten Sprung um 0,30 Meter verbessern konnte.

Auch Jan Ullrich scheint offensichtlich gut durch den Winter gekommen zu sein.  Der Vorjahresschüler absolvierte in Stadtallendorf einen guten Dreikampf und imponierte nach 7,82 Sekunden im Sprint und 5,55 Meter im Weitsprung auch im Kugelstoßen, wo er sich mit der 5kg schweren Gummikugel auf 11,33 Meter verbesserte.  Im Vorjahr hatte er am 13. März beim Hallen-Mehrkampf in Stadtallendorf die 4kg-Kugel auf 10,83 Meter gestoßen.  Es scheint nur eine Frage der Zeit zu sein, wenn Jan Ullrich seine Schülerbestleistung aus dem Vorjahr, die mit der 4kg-Kugel bei 11,68 Meter liegt, in dieser Hallensaison übertreffen wird. (ajw)



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