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Mitarbeiter und Bewohner des KuBiz auf bundesweiter Tagung zur inklusiven Weiterbildung

Bremen/Schwalmstadt-Treysa. „Leben lernen: Weiterbildung inklusiv“, so lautete das Motto einer Tagung in Bremen, die sechs Menschen mit Behinderungen und drei Mitarbeitende des Kultur- und Bildungszentrums Hephata (KuBiz) kürzlich besuchten. Auf der bundesweiten Tagung kamen 80 Fachleute der Behindertenhilfe und Volkshochschulen, mit und ohne Behinderung, zusammen, um über die Erwachsenenbildung zu diskutieren. „Das zentrale Thema war: Wie kann man die Erwachsenenbildung inklusiv veranstalten? Und wollen das Menschen mit Behinderungen überhaupt?“, sagt Markus Balkenhol vom KuBiz. Er war einer der insgesamt neun Teilnehmer Hephatas bei der zweitägigen Tagung. Veranstaltet wurde diese vom Martinsclub Bremen e.V.

Der Martinsclub wurde ursprünglich als Elternverein gegründet. Heute ist er eine Organisation mit 450 Mitarbeitern, die Menschen mit Behinderungen in den Bereichen Bildung, Freizeit, Wohnen, Beratung und Qualifizierung unterstützt. Ziel des Martinclubs ist es, Menschen mit Behinderungen ein möglichst eigenverantwortliches und selbstbestimmtes Leben zu ermöglichen.

Die Tagung gliederte sich in drei Workshops am ersten Tag. Diese fanden zu den Themen „Lebenspraxis“, „Berufliche Bildung“ und „Kreative Bildung“ statt. Die Ergebnisse daraus wurden am zweiten Tag als Grundlage genommen, um tiefer in die Themen einzusteigen. Zu jedem Thema sollten fünf Thesen erarbeitet werden, die dann in einem gemeinsamen Forderungskatalog zusammengestellt wurden. „Ein Patentrezept für eine Erwachsenenbildung ohne Schranken gibt es nicht. Aber man hat gemerkt, dass überall kleine Schritte dahin gemacht werden“, sagt Markus Balkenhol. Beispielsweise seien bei der Tagung auch Programmhefte von Weiterbildungsangeboten für Erwachsene verglichen worden. Manche Volkshochschulen seien bereits so weit, dass in ihrem Programmheft barrierefreie Räume und Toiletten ausgewiesen würden. Der Martinsclub selbst arbeite in seinem Programmheft mit Fotos und leichter Sprache.

„Mein Fazit von der Tagung lautet: Es ist ein guter Schritt, auf die Vhs zuzugehen. Aber man muss natürlich auch ein Thema haben, das für viele Menschen interessant ist. Gut sind Kurse, die mehr das Gemeinschaftserlebnis als den Leistungsgedanken im Vordergrund haben“, so Balkenhol. „Die Tagung hat aber auch gezeigt, dass sich die Geister beispielsweise daran scheiden, ob man inklusive Kurse extra als solche ausschreiben sollte. Muss das extra erwähnt werden?“, fragt sich Markus Balkenhol. „Mich hat das Beispiel einer, Tanzbar beeindruckt, die in Bremen von einer Musikpädagogin als gemeinsames Tanzangebot für Menschen mit und ohne Behinderungen angeboten wird“, sagt Stephan Gladigau, KuBiz. „Kreative Angebote eignen sich sehr gut.“ (me)



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