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Online-Zeitung für den Schwalm-Eder-Kreis | 12. Jahrgang | redaktion@seknews.de | www.seknews.de | täglich neu | Preis: 0,00 Euro

Verbraucherpreise steigen um 2,0 Prozent

Preise für Energie prägen Entwicklung der Inflationsrate

Hessen. Im Durchschnitt des Jahres 2011 lag das Verbraucherpreisniveau in Hessen 2,0 Prozent über dem Vorjahreswert. Im Jahr 2010 hatte die Inflationsrate 0,8 Prozent betragen. Wie das Hessische Statistische Landesamt mitteilt, sind für diesen deutlichen Anstieg vor allem stark gestiegene Energiepreise (plus 9,9 Prozent gegenüber 2010) ursächlich. Wie stark die Entwicklung der Energiepreise die Inflationsraten beeinflusst, zeigt eine „alternative Berechnung“. Ohne Energie (Haushaltsenergie und Kraftstoffe) gerechnet, lag die durchschnittliche Inflationsrate 2010 bei 0,7 Prozent und 2011 bei 1,0 Prozent.

Im Oktober 2011 erreichte die Inflationsrate mit 2,4 Prozent den höchsten Stand seit drei Jahren. Dem deutlichen Rückgang auf 1,7 Prozent im Dezember folgte zwar zu Beginn des Jahres 2012 ein erneuter Anstieg der Inflationsrate, jedoch dürfte sich dieser Anstieg zunächst nicht weiter fortsetzen. Schon wenn die Energiepreise auf dem derzeit sehr hohen Niveau stagnieren, wirkt sich dies aufgrund von Basiseffekten dämpfend auf die Inflationsrate im weiteren Verlauf des Jahres 2012 aus.

Unter den Energieprodukten verteuerten sich 2011 Heizöl (plus 25,0 Prozent) und Kraftstoffe (plus 10,5 Prozent) am stärksten. Ursache hierfür war stark gestiegene Weltmarktpreise für Rohöl. Strom wurde durchschnittlich 7,1 Prozent und Gas 4,5 Prozent teurer.

Nahrungsmittel verteuerten sich 2011 mit einem Plus von 2,2 Prozent stärker als im Jahr zuvor (plus 1,4 Prozent). Deutlich teurer im Jahresdurchschnitt waren vor allem Speisefette und -öle (plus 11,7 Prozent), Molkereiprodukte (plus 5,3 Prozent) und Obst (plus 4,5 Prozent). Für Gemüse dagegen zahlten die Verbraucher durchschnittlich 5,2 Prozent niedrigere Preise.

Die Preise von Gebrauchsgütern sanken 2011 um durchschnittlich 0,3 Prozent (2010: minus 0,9 Prozent). Billiger wurden vor allem Unterhaltungselektronik (minus 5,7 Prozent), Haushaltsgeräte (minus 1,7 Prozent) sowie Möbel und Einrichtungsgegenstände (minus 1,0 Prozent). Dagegen kosteten beispielsweise Bekleidung 0,9 Prozent sowie Glaswaren und Tafelgeschirr 0,5 Prozent mehr als im Vorjahr.

Dienstleistungen (ohne Mieten) verteuerten sich 2011 um 1,4 Prozent und damit stärker als im Vorjahr (plus 0,8 Prozent). Darunter stiegen die Preise am deutlichsten für Flugtickets (plus 13,4 Prozent), die Wartung und Reparatur von Fahrzeugen (plus 3,4 Prozent), Pauschalreisen (plus 2,9 Prozent) sowie Sport- und Erholungsdienstleistungen (plus 2,5 Prozent). Der Anstieg der Mieten beschleunigte sich 2011 geringfügig auf 1,2 Prozent nach 1,0 Prozent im Jahr 2010.

Reallöhne steigen um 1,4 Prozent
Die nominalen Bruttojahresverdienste der vollzeitbeschäftigten Arbeitnehmer in Hessen lagen 2011 um durchschnittlich 3,4 Prozent über dem Niveau des Vorjahres. Der Zuwachs fiel kräftiger aus als im Jahr 2010 (plus 2,4 Prozent). Ursächlich hierfür ist ein deutlicher Anstieg der Sonderzahlungen um fast zwölf Prozent, der 1,0 Prozentpunkte zum Zuwachs des Gesamtverdienstes beigetragen hat. Die gestiegene Arbeitszeit – infolge eines weiteren Abbaus von Kurzarbeit und einer Zunahme bezahlter Überstunden – trug 0,5 Prozentpunkte zum Verdienstzuwachs bei und der Anstieg der Stundenlöhne 1,9 Prozentpunkte.

Dem stärkeren Zuwachs der nominalen Verdienste im Jahr 2011 steht ein noch etwas stärkerer Anstieg der Verbraucherpreise (2011: plus 2,0 Prozent; 2010: plus 0,8 Prozent) gegenüber, sodass die Reallöhne der vollzeitbeschäftigten Arbeitnehmer 2011 mit einem Plus von 1,4 Prozent etwas schwächer zunahmen als 2010 (plus 1,5 Prozent). Im Krisenjahr 2009 waren die Reallöhne um 0,9 Prozent gesunken.

Das Hessische Statistische Landesamt berechnet die Veränderung des Reallohns auf Grundlage der vierteljährlichen Verdiensterhebung. Der Reallohnindex ist ein Indikator für die Kaufkraft der effektiv gezahlten Löhne. Er misst die Entwicklung der (nominalen) Bruttoverdienste einschließlich der Sonderzahlungen bereinigt um Änderungen des Verbraucherpreisniveaus. Die Berechnung erfolgt mit einer konstanten Beschäftigtenstruktur, so dass die reine Lohnentwicklung in einer Volkswirtschaft dargestellt wird. (red)



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