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Online-Zeitung für den Schwalm-Eder-Kreis | 12. Jahrgang | redaktion@seknews.de | www.seknews.de | täglich neu | Preis: 0,00 Euro

Info-Veranstaltung: Energiepflanzenanbau für Biogasanlagen

Mardorf. Der Anbau von Energiepflanzen für Biogasanlagen hat in den letzten Jahren stark und beständig zugenommen. Für viele Landwirte ist ein neuer Betriebszweig entstanden. Dabei wird derzeit vor allem Silomais angebaut, der sich als „die Biogaspflanze“ etabliert hat. Diese Fixierung auf den Mais wird zunehmend kritisch betrachtet: Neben ökologischen Aspekten wie verstärkter Bodenerosion und Nitratauswaschung werden auch ökonomische und Landschaftsaspekte diskutiert, wie die „Vermaisung der Landschaft“. Hinzu kommt die Dimension des Klimawandels – für viele Menschen ist dieser und die teils extremen Ereignisse, mit denen er sich zeigt, ein Thema, das sehr weit weg auf der anderen Seite des Globus auftritt.

Doch auch die hiesigen Landwirte spüren bereits Veränderungen, die sich – im Wesentlichen negativ – auf Ihre Ernten auswirken, seien es längere Trockenperioden oder ein verstärktes Auftreten von Starkregenereignissen. In Zukunft ist mit einer weiteren Zunahme von Wetterextremen zu rechnen. Anbausysteme müssen sich an diese Extreme anpassen und robuster werden, um Ertragseinbußen abzumildern. Mit der Fixierung auf eine Pflanzenart ist dies nicht zu realisieren und es steigt das Risiko für Ertragseinbußen.

Landrat Frank-Martin Neupärtl teilt dazu mit, dass vor diesem Hintergrund eine ganztägige Informationsveranstaltung im Homberger Ortsteil Mardorf stattfand, die vom nordhessischen Forschungsverbund KLIMZUG-Nordhessen (Klimawandel zukunftsfähig gestalten), dem Klimaanpassungsbeauftragten des Kreises, Volker Schmidt und dem Landesbetrieb Landwirtschaft Hessen (LLH) organisiert wurde.

Ziel war es, den Landwirten praktikable Möglichkeiten zur Anpassung an die Auswirkungen des Klimawandels vorzustellen. In einem Vortragsblock wurden die Ergebnisse und Empfehlungen des Landwirtschaftsteilprojektes des Forschungsverbundes KLIMZUG-Nordhessen durch Dr. Rüdiger Graß von der Universität Kassel präsentiert.

Dabei wurden unter anderem Zweikulturnutzungssysteme mit Energiepflanzen vorgestellt, die eine größere Robustheit gegenüber Ertrags hemmender Trockenheit und (stark-) regenbedingter Erosion bieten. Die Empfehlungen des Projektes beinhalten hierbei neben bekannten Pflanzen wie Wintergetreide und Energiemais auch potenzielle Alternativen, die eine vergleichbare Methanausbeute ermöglichen und zugleich negative Umweltauswirkungen reduzieren sowie die Artenvielfalt erhöhen können.  In einem weiteren Vortrag erläuterte Christina Schmidt vom Beratungsteam des LLH Versuchsergebnisse zur Eignung von Sommergetreide als Energiepflanze.

Danach konnten auf der in Mardorf angelegten Demonstrationsfläche unter regionalen Gegebenheiten verschiedene, in der Fachpresse immer wieder vorgestellte und weitere neu entwickelte Konzepte von Zweikulturnutzungssystemen sowie alternative Energiepflanzen besichtigt werden.

Anlage und Unterhalt der Fläche werden –so Neupärtl- durch den Kreisausschuss und die Naturlandstiftung des Schwalm-Eder-Kreises sowie die Biogas Homberg GmbH & Co. KG, den Landesbetrieb Landwirtschaft Hessen (LLH) und die Universität Kassel / KLIMZUG Nordhessen gefördert.

Informationen zum Verbundprojekt KLIMZUG-Nordhessen und den 27 beteiligten Forschungsprojekten unter www.klimzug-nordhessen.de. (red)



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