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IHK-Gründerreport: Dienstleistungen auf dem Vormarsch

Fast die Hälfte der Jungunternehmer sind Frauen

Kassel. Fast die Hälfte der Unternehmen in Nordhessen und dem Altkreis Marburg sind 2011 durch Frauen gegründet worden: 47 Prozent der 6.324 Jungunternehmer sind weiblich. Das geht aus dem Gründerreport der Industrie- Handelskammer (IHK) Kassel hervor, den die Kammer jetzt veröffentlicht hat. Dieser stellt das Gründungsgeschehen für das vergangene Jahr dar. „Viele Frauen gründen im Bereich Handel, Gesundheitswirtschaft und haushaltsnahe Dienstleistungen“, erklärt Carsten Heustock, stellvertretender Geschäftsbereichsleiter Standortpolitik, Unternehmensförderung und International bei der IHK.

Ein weiteres Ergebnis des Reports: Die Gewerbeneuanmeldungen in Nordhessen und Marburg übersteigen seit Jahren die Zahl der Gewerbeabmeldungen. Dadurch nimmt die Zahl der Selbstständigen stetig zu. 2011 ging der Saldo im Vergleich zu den Vorjahren deutlich zurück – lag aber immer noch klar über 1.200 Unternehmen. Während die Summe der Gewerbeabmeldungen 2011 stieg, sanken die Anmeldungen spürbar. „Das liegt unter anderem an der verbesserten konjunkturellen Lage“, erklärt IHK-Mitarbeiterin Christine Neumann, die den Gründerreport erstellt hat. „Die gute Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt verringert die Menge der Gründungen, die aus der Arbeitslosigkeit heraus vorgenommen werden.“ Eine Festanstellung vermindere das Interesse an einer selbstständigen Tätigkeit.

Das Gros der 6.324 (2010: 5.685) bei der IHK Kassel neu eingetragenen Unternehmen entfiel auf den Bereich Handel, insbesondere den Einzelhandel. Danach folgen Neueintragungen in der Dienstleistungsbranche sowie im Gesundheits- und Sozialwesen. „Die Zahl der beratenen Dienstleistungsgründungen hat im Vergleich zum Jahr davor überproportional zugenommen“, teilt Neumann mit. Die meisten neu eingetragenen Einzelunternehmer sind zwischen 25 und 30 sowie zwischen 40 und 50 Jahre alt.

2011 führten mehr als 4.000 Personen im Zuge ihrer Existenzgründung ein Gespräch mit einem IHK-Mitarbeiter. 2.752 Erstberatungen fanden statt, 1.410 ausführliche weiterführende Beratungsgespräche wurden geführt. Sowohl die Erstinformationen wie auch die Gründungsberatungen und die Teilnehmerzahl an den Sprechtagen und Veranstaltungen haben 2011 im Vergleich zum Vorjahr zugenommen.

Insgesamt wurden im vergangenen Jahr in Nordhessen und dem Altkreis Marburg 10.416 Unternehmen angemeldet (2010: 11.525; die Werte umfassen alle neu angemeldeten Gewerbetreibenden und nicht nur IHK-Mitgliedsunternehmen). Die Region Kassel, mit Stadt und Landkreis, verzeichnet die meisten Gewerbeanmeldungen (38 Prozent) gefolgt vom Altkreis Marburg (25 Prozent).  „Die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit, die Bevölkerungsdichte und das Vorhandensein von Universitäten, Fachhochschulen und Forschungseinrichtungen, die Ausgründungen hervorbringen, beeinflussen die Verteilung der Gewerbeanmeldungen“, erläutert Carsten Heustock. In der Statistik werden bei den Gewerbeneuerrichtungen auch die Umwandlungen in eine andere Rechtsform berücksichtigt, sodass nicht ausschließlich Existenzgründer dargestellt werden.

Regional betrachtet konzentrieren sich die Gewerbeanmeldungen vor allem auf die größeren Städte und Universitätsstandorte. Ursache für die Konzentration der Gewerbeanmeldungen ist jedoch nicht nur die höhere Bevölkerungsdichte. „Die Gründungsbedingungen in Städten und Universitätsstandorten sind günstiger als im ländlichen Bereich“, berichtet Heustock. „In den gründungsstarken Regionen bündeln sich potenzielle Auftraggeber, Netzwerke, Infrastruktur und Know-how.“

Den vollständigen Gründerreport findet man im Internet unter www.ihk-kassel.de im Newsticker auf der Startseite.

Hintergrund:
Von den ersten Schritten über den Businessplan bis zur sozialen Absicherung: Informationen rund um das Thema Existenzgründung erhalten potenzielle Selbstständige unter www.ihk-kassel.de im Bereich „Starthilfe und Unternehmensförderung“ in der Rubrik „Existenzgründung“. Für persönliche Gesprächstermine findet man dort auch die Kontaktdaten der Ansprechpartner in den IHK-Servicezentren. In der Rubrik „Veranstaltungen“ gibt es eine Übersicht über die nächsten kostenfreien Informationsveranstaltungen in Kassel, Marburg und den Kreisen.  (red)

Die Gründungsberater in den IHK-Servicezentren:

IHK Servicezentrum Kassel
Timo Scharpenberg
Kurfürstenstraße 9
34117 Kassel
Telefon: (0561) 7891-229
E-Mail: scharpenberg@kassel.ihk.de
und
Uta Wudonig
Telefon: (0561) 7891-276
E-Mail: wudonig@kassel.ihk.de

IHK Servicezentrum Hersfeld-Rotenburg
Dieter Mertelmeyer
Leinenweberstraße 1
36251 Bad Hersfeld
Telefon: (06621) 944-130
E-Mail: mertelmeyer@kassel.ihk.de

IHK Servicezentrum Werra-Meißner
Dr. Michael Ludwig
Niederhoner Straße 54
37269 Eschwege
Telefon: (05651) 7449-50
E-Mail: ludwig@kassel.ihk.de

IHK Kassel und Servicezentrum in Marburg
Henner Geil
Software Center 3
35037 Marburg/Lahn
Telefon: (06421) 9654-0
E-Mail: geil@kassel.ihk.de

IHK Servicezentrum Waldeck-Frankenberg
Dr. Peter Sacher
Christian-Paul-Straße 5
34497 Korbach
Telefon: (05631) 9535-601
E-Mail: sacher@kassel.ihk.de

IHK Servicezentrum Schwalm-Eder
Andreas Fischer
Parkstraße 6
34576 Homberg
Telefon: (05681) 775-483
E-Mail: fischer@kassel.ihk.de



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