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Kreis fördert sozialmedizinische Beratungsstelle der AWO

Landrat Frank-Martin Neupärtl. Foto: Archiv/nhSchwalm-Eder. Wie Landrat Frank-Martin Neupärtl mitteilt, wird der Schwalm-Eder-Kreis die Arbeit der sozialmedizinischen Beratungsstelle der Arbeiterwohlfahrt auch im Jahr 2013 mit einem Betrag von 20.000 Euro unterstützen. „Aufgrund der Vorgaben des Schwangerschaftskonfliktgesetzes“, so Neupärtl, „hat jede Frau und auch jeder Mann das Recht, sich von einer  Beratungsstelle auf Wunsch anonym in allen Fragen rund um Sexualaufklärung, Verhütung, Schwangerschaft, Vorsorge und Entbindung sowie allen damit einhergehenden Problemen beraten zu lassen.“ In diesem Bereich wurden im Jahr 2012 insgesamt 778 Einzelberatungen durchgeführt.

Ein weiterer wichtiger Bestandteil der Arbeit der Beratungsstelle ist nach den Angaben des Landrates die Schwangerschaftskonfliktberatung. Diese dient laut Paragraf fünf des Schwangerschaftskonfliktgesetzes dem Schutz des ungeborenen Lebens. Hier umfasst die Beratung insbesondere das Aufzeigen von Möglichkeiten zur Vermeidung eines Schwangerschaftsabbruches.

Hier wurden 2012 insgesamt 116 Beratungsfälle gezählt, ein Rückgang um etwas mehr als zehn Prozent zum Vorjahr.  38 Prozent der Frauen waren alleinlebend, 62 Prozent lebten in einer Partnerschaft und 72 Prozent hatten bereits eines oder mehrere Kinder. Auffällig war, dass sich die Zahl der ratsuchenden Frauen über 40 mehr als verdoppelt hat.

Die Gründe für einen in Erwägung gezogenen Schwangerschaftsabbruch sind vielschichtig und hängen von der jeweiligen Lebenssituation und der psychischen Stabilität der Betroffenen ab. Als häufigste Gründe wurden von den Frauen die finanzielle Situation, befürchtete berufliche Nachteile und eine bereits abgeschlossene Familienplanung genannt.

Ein weiterer Schwerpunkt der Arbeit ist seit nahezu zehn Jahren die Sexualpädagogik. Im Laufe des letzten Jahres wurden in diesem Teilbereich 37 Gruppenveranstaltungen überwiegend für junge Menschen in Schulen im gesamten Kreisgebiet durchgeführt.

„Eine Schwangerschaft und die zu erwartende Geburt eines Kindes kann die gesamte Lebenssituation einer Frau oder Familie verändern“, so Neupärtl. Daher sei es wichtig, das Beratungsangebot auch weiter finanziell zu unterstützen. (red)



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