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Freie Fahrt für die Rettungskräfte

Hier wird es knapp: Das Feuerwehrfahrzeug in Maden wird von einem nicht zurückgeschnittenen Baum behindert. Foto: nh
Hier wird es knapp: Das Feuerwehrfahrzeug in Maden wird von einem nicht zurückgeschnittenen Baum behindert. Foto: nh

Gudensberg. Fahrlässigkeit oder gar Vorsatz bedrohen Existenz und Gesundheit von Menschen. In der Gudensberger Altstadt, aber auch in den Stadtteilen, werden nicht selten Zufahrten für Rettungsfahrzeuge verstellt.

Auf Kontrollfahrten zur Sicherheit

Nun kontrollieren die Stadtverwaltung, der Ordnungsbehördenbezirk Habichtswald (OBB) und die Freiwillige Feuerwehr auf Sonderfahrten, wo Gefahrenstellen vorhanden sind, die beseitigt werden müssen. Ziel ist die freie Fahrt für Feuerwehr und Rettungskräfte bei ihren lebensrettenden Einsätzen.

Stadtbrände der Vergangenheit

In der Geschichte bedeuteten Brände für Menschen, die in eng bebauten Altstädten wohnten, oft eine Katastrophe. Ganze Häuserzeilen wurden durch Feuer zerstört, weil kein oder nicht genügend Wasser zur Verfügung stand. Eine ausreichend besetzte Feuerwehr existierte nicht, das Wasser musste in Eimerketten aus einem Gewässer herangeschafft werden. Für Menschen und vor allem für die zu großen Teilen aus Holz gebauten Häuser kam die Hilfe meist zu spät: Sie verloren ihr Hab und Gut, vielleicht sogar Leben und Gesundheit.

Feuerwehren sind heute bestens ausgerüstet

Heute sieht es anders aus: Die Freiwilligen Feuerwehren sind für die Brandbekämpfung bestens ausgerüstet, sie verfügen wie in Gudensberg über leistungsfähige Löschfahrzeuge und qualifizierte Feuerwehrleute. Von den Feuerwehrhallen aus sind sie in wenigen Minuten an der Brandstelle. Gleiches gilt für die Rettungsdienste. Doch droht heute eine andere Gefahr: Lösch- und Rettungsfahrzeuge kommen besonders in den engen Altstadtgassen nicht oder nicht schnell genug an die Einsatzstelle, weil Fahrzeuge oder andere Gegenstände im Weg stehen. Den Weg frei zu machen, kann entscheidende Minuten kosten.

Die Fahrzeuge bei der Kontrollfahrt in der Gudensberger Schlossstraße. Foto: nh
Die Fahrzeuge bei der Kontrollfahrt in der Gudensberger Schlossstraße. Foto: nh

Regelmäßige Kontrollen erforderlich

Um es zu solchen Horrorszenarien nicht kommen zu lassen, führen Stadtverwaltung, Ordnungsbehördenbezirk Habichtswald (OBB) und Freiwillige Feuerwehr Kontrollfahrten durch. So können neuralgische Punkte ausgemacht und Anwohner um Abhilfe gebeten werden. Kürzlich fanden in der Gudensberger Altstadt und in den Stadtteilen Kontrollfahrten statt. Unterwegs waren die Beteiligten mit einem großen Drehleiter-Fahrzeug und simulierten den Ernstfall. Dabei stellten die Beteiligten fest, dass nicht nur parkende Fahrzeuge ein Hindernis darstellen: Auch nicht zurück geschnittene Hecken oder Bäume können die Durchfahrt verhindern. Grundstückseigentümer sind verpflichtet, in den öffentlichen Bereich hineinragende Äste zurückzuschneiden.

Mit Bürger*innen im Gespräch

Während der Fahrten durch das Stadtgebiet ergaben sich Gespräche mit den Anliegern und eine Liste von Gefahrenpunkten, die nun abgearbeitet werden kann, entstand. Die Serie an Kontrollen und Einsätzen, mit der Sicherheit und Ordnung in Gudensberg gestärkt werden sollen, wird fortgesetzt.

(red)



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