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Hessischer Verdienstorden für Dieter Kirchner

Dieter Kirchner erhält den Hessischen Verdienstorden, überreicht durch Regierungspräsident Mark Weinmeister. Foto: Uwe Dittmer

Homberg. „Ich bin froh, dass wir heute einem Menschen „Danke“ sagen können, der sich in besonderer Weise über Jahrzehnte ehrenamtlich eingebracht hat, Menschen zu motivieren und zu unterrichten. Dafür möchte ich mich bei Ihnen herzlich bedanken“, sagte RP Mark Weinmeister in seiner Laudatio über Dieter Kirchner.

In einer Feierstunde im Homberger Rathaus waren die Familienmitglieder und Freunde von Dieter Kirchner zusammengekommen, um bei der Verleihung des Hessischen Verdienstordens des Landes Hessen dabei zu sein. Landrat Winfried Becker und Bürgermeister Dr. Nico Ritz waren gekommen, um Dieter Kirchner die herzlichen Glückwünsche der jeweiligen Gremien zu überbringen und auf die besonderen Verdienste des Geehrten in ihren Reden hinzuweisen. Gekommen waren auch Stadtverordnetenvorsteher Jürgen Thurau und Dr. med. Rolf Hennighausen, der Dieter Kirchner für das Verdienstkreuz vorgeschlagen hatte.

Vom Kfz-Mechaniker zum Polizeioberkommissar

Mark Weinmeister und Landrat Winfried Becker gingen in ihren Reden auf den beruflichen Werdegang Kirchners ein. 1960 absolvierte er eine Ausbildung zum Kfz-Mechaniker, 1963 wurde er zum Wehrdienst bei der Bundeswehr am Standort Schwarzenborn einberufen. Dort war er als Berufssoldat und Ausbilder in der Grundausbildung, Fahrlehrer und Zugführer tätig. In der Abendschule ließ er sich als Kfz-Meister ausbilden. 1969 wechselte er in den Polizeidienst, wurde zum Polizeibeamten bei der hessischen Bereitschaftspolizei in Kassel ausgebildet und arbeitete bis zu seiner Pensionierung im Jahre 2004 als technischer Sachbearbeiter und Unfallflucht-Sachbearbeiter im Dienstgrad des Polizeioberkommissars beim Polizeikommissariat in Homberg (Efze). Dieter Kirchner ist mit seiner Frau Monika verheiratet und hat zwei Töchter und einen Sohn.

Ehrung Dieter Kirchner durch Regierungspräsident Mark Weinmeister. Foto: Uwe Dittmer

40 Jahre Ehrenamt

Neben seiner beruflichen Tätigkeit blickt Dieter Kirchner auf eine 40-jährige ehrenamtliche Arbeit zurück. Bereits 1973 trat er der DLRG Homberg (Efze) bei. Er durchlief die Ausbildung zum Rettungsschwimmer und wurde Inhaber des Lehrscheines. 1979 wurde ihm die Leitung der Ortsgruppe Homberg übertragen. Dieses Amt übte er bis zum Jahr 2019 aus. Bis heute ist er stellvertretender Vorsitzender.

Unter seiner Führung ist es gelungen, die Ortsgruppe Homberg (Efze) zu einer hervorragend funktionierenden und mitgliederstarken DLRG-Gruppe auszubauen.

Er erflüllte außerdem seit 1990 die Aufgaben als Beisitzer im Bezirksvorstand der DLRG, Bezirk Schwalm-Eder e.V. Dort war er Jugendbeauftragter und Mitglied im technischen Stab und ist aktuell Beauftragter für die „Urkundenstelle Lehrschein“ im Ressort Verwaltung und Organisation. Er führt die Lehrscheinkartei.

Des Weiteren engagierte sich Dieter Kirchner in der Schwimmausbildung für Kleinkinder im Freibad Erleborn und Bewegungsbad Hülsa und in der Jugendarbeit. Seit 1997 ist er Mitglied im Partnerschaftsverein Homberg-Stolin e.V. Dort war er von 1999 bis 2011 stellvertretender Vorsitzender des Vereins. Er engagierte sich lange Zeit vornehmlich für die Betreuung der Kinder aus Stolin, die sich während der Sommerferien mehrere Wochen in Homberg zur Erholung aufhielten. Außerdem arbeitete er von 1989 bis 1995 im Kirchenvorstand der Ev. Kirchengemeinde Homberg mit. Er beteiligte sich seit vielen Jahren an der Organisation zahlreicher Gottesdienste für Kinder aus Stolin und brachte sich auch darüber hinaus in die Gemeindearbeit ein.

Für sein ehrenamtliches Engagement erhielt er am 28. Februar 2000 den Ehrenbrief des Landes Hessen und im Jahr 2008 zeichnete ihn das Präsidium der DLRG mit der höchsten Ehrung, dem Verdienstabzeichen Gold mit Brillant aus.

Regierungspräsident Weinmeister bei der Festrede. Foto: Uwe Dittmer

Zwei Generationen Ritz im Schwimmkurs

Bürgermeister Nico Ritz machte in seinem Grußwort den persönlichen Bezug zu Dieter Kirchners ehrenamtlicher Arbeit deutlich: „Du hattest zwei Generationen der Familie Ritz in Deinem Schwimmkurs, mich und meine Tochter. Es ist beispielgebend, was Du in den 40 Jahren geleistet hast. Ohne einen Trainer wie Dich würde das System nicht funktionieren. Du warst immer offen für neues, für Veränderungen. Es ist nicht selbstverständlich, dass Du den Generationenwechsel des DLRG-Ortsvereins aktiv mitgestaltet hast.“ Nico Ritz ging auch auf die derzeit aktuell schwierige Lage in Weißrussland ein. Hilfe sei durch den Stolinverein momentan nicht möglich. Kirchner hätte diese Arbeit langjährig maßgeblich mitgeprägt.

Ohne die stetige Unterstützung seiner Frau Monika Kirchner wäre dieser langjährige ehrenamtliche Einsatz zum Wohl der Stadtgesellschaft jedoch nicht möglich gewesen. Für sie gab es ein herzliches Dankeschön und einen Strauß Blumen.

Dieter Kirchner wandte sich sodann an seine Gäste: „Ich habe mich in Homberg immer wohl gefühlt und war froh, dass ich ein Homberger bin. Ich freue mich sagen zu können, dass der Bürgermeister Nico Ritz und Rolf Hennighausen zu meinen Freunden zählen. Ohne meine Frau hätte ich alles jedoch nicht geschafft. Für mich war immer wichtig: Wenn ich durch den Schwimmunterricht verhindern konnte, dass ein Kind ertrinkt, habe ich mein Ziel erreicht.“

(di)



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