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SPD verlor vor allem bei Frauen

Ergebnisse der repräsentativen Landtagswahlstatistik

Hessen. Bei der Landtagswahl 2009 erzielte die CDU bei den älteren Wählern die höchste Zustimmung, die SPD lag nur noch bei Jungwählerinnen vorn und blieb in keiner Altersgruppe von hohen Stimmenverlusten verschont. CDU, SPD und GRÜNE haben jeweils bei den Frauen etwas höhere Landesstimmenanteile erringen können, FDP und DIE LINKE erzielten dagegen bei den männlichen Wählern bessere Ergebnisse.

Wie das Hessische Statistische Landesamt aufgrund der jetzt vorliegenden repräsentativen Wahlstatistik mitteilt, waren wiederum die 60- bis 69-jährigen Wähler und Wählerinnen mit einer Wahlbeteiligung von rund 74 Prozent am aktivsten, während nur 43 Prozent der 21- bis 24-jährigen Wahlberechtigten zur Urne gingen. Die Wahlbeteiligung nahm gegenüber 2008 in allen Altersgruppen ab, am stärksten bei den 50- bis 59-jährigen Frauen (minus 6,4 Prozent). Sie war bei den Männern mit 62 Prozent wieder etwas höher als bei den Frauen mit 60 Prozent.

Die CDU wurde besonders von den älteren Wählern bevorzugt: Fast die Hälfte der Männer (45 Prozent) und Frauen (48 Prozent) ab 60 Jahren wählten mit der Landesstimme die CDU. Den geringsten Zuspruch erhielt sie mit 25 Prozent von den 18- bis 24-jährigen Wählerinnen. Gegenüber 2008 verzeichnete die CDU in der jüngsten Altersgruppe der Männer (minus 1,4 Prozentpunkte) sowie den Männern ab 60 Jahren (minus 0,3 Prozentpunkte) Stimmenverluste, die höchsten Stimmenzuwächse gab es dagegen bei den 25- bis 34-jährigen Wählerinnen (plus 2,2 Prozentpunkte).

Die SPD verlor gegenüber 2008 Wähler und Wählerinnen in allen Altersgruppen. Die Stimmenverluste waren bei Frauen (minus 15 Prozentpunkte) höher als bei den Männern (minus 13 Prozentpunkte). Am deutlichsten fielen die Stimmenrückgänge bei den 35- bis 44-jährigen Wählerinnen (minus 20 Prozentpunkte) und Wählern (minus 16 Prozentpunkte) aus. Folglich erzielten die Sozialdemokraten in dieser Altersgruppe insgesamt ihre niedrigste Quote (20 Prozent). Ihr bestes Ergebnis erreichten sie bei den 18- bis 24-Jährigen (27 Prozent) und hier insbesondere bei den Jungwählerinnen (29 Prozent).

Die FDP konnte ihren Stimmenanteil gegenüber 2008 deutlich von 9,4 auf 16 Prozent ausweiten. Die Liberalen legten in allen Altersgruppen bei Männern und Frauen zu, am stärksten bei den 35- bis 44-jährigen Wählerinnen (plus 7,6 Prozentpunkte). Sie erreichten ihr bestes Landesstimmenergebnis bei den 25- bis 34-jährigen sowie den 35- bis 44-jährigen männlichen Wählern mit jeweils knapp 19 Prozent. Relativ wenig Zuspruch fand die FDP bei den Jungwählerinnen zwischen 18 und 24 Jahren, deren Stimmen sie nur zu 13 Prozent erhielt.

Auch die GRÜNEN konnten ihren Stimmenanteil in allen Altersgruppen beachtlich ausdehnen, bei den Altersgruppen bis 60 Jahren stärker als bei den 60-Jährigen oder Älteren. Die Zuwächse fielen bei den Wählerinnen jeweils höher aus und betrugen bis zu 12 Prozentpunkte bei den Frauen zwischen 35 bis 44 Jahren. In dieser Altersgruppe erhielten die GRÜNEN bei Frauen (24 Prozent) und Männern (17 Prozent) die größte Zustimmung. Ihre niedrigste Quote hatten sie wiederum bei den 60-jährigen und älteren Männern (6,1 Prozent) und Frauen (7,1 Prozent). Insgesamt sind die Unterschiede im Abstimmungsverhalten von Männern und Frauen bei den GRÜNEN (zwölf Prozent bei den Männern und 16 Prozent bei den Frauen) ausgeprägter als bei CDU (36 bzw. 37 Prozent), SPD (23 bzw. 25 Prozent) und FDP (17 bzw.15 Prozent).

DIE LINKE bekam mehr Stimmen von Männern (6,9 Prozent) als von Frauen (4,2 Prozent). Ihr bestes Ergebnis erzielten sie bei Männern im Alter von 45 bis 59 Jahren mit einem Stimmenanteil von 9,4 Prozent. Bei den Wählern insgesamt erhielt DIE LINKE ebenfalls in dieser Altersklasse mit 7,5 Prozent ihr bestes Landesstimmenergebnis. Gegenüber 2008 verringerte sich ihre Quote bei den 60-jährigen und älteren Wählerinnen und Wählern geringfügig. In den übrigen Altersgruppen legte die Partei dagegen zu, am stärksten bei den Jungwählerinnen (plus 1,4 Prozentpunkte) und Jungwählern (plus  2,2 Prozentpunkte).

Der Statistische Bericht „Wahlbeteiligung und Wahlentscheidung bei der Landtagswahl am 18. Januar 2009“ ist kostenlos unter www.statistik-hessen.de im Internet verfügbar.



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