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Märchenhafte Innenstadtbelebung

AG Grimm-Heimat trifft sich zum zweiten Mal in Gudensberg; Dienstag, 26. Januar, 14.30 Uhr, Rathaus

Gudensberg. Ein Märchentag im Kultursommer, eine Märchenbackstube, märchenhafte Lesungen, ein märchenhaftes Open-Air-Kino zum Brüder-Grimm-Festival in Kassel, märchenhafte Menüs im Chattengau oder Info-Terminals in der Stadt: Eine ganze Menge Ideen kamen schon beim ersten Treffen der Arbeitsgruppe zur  Grimm-Heimat Nordhessen im Gudensberger Rathaus zusammen. Als Leiter konnte die Stadt Projektmanager Pierre Schlosser vom Regionalmanagement Nordhessen verpflichten. „Ein großer Gewinn, von dem wir stark profitieren“, freut sich Frank Börner, Büroleitender Beamter der Stadt Gudensberg. Die Grimm-Heimat ist eine Dachmarke des Regionalmanagements Nordhessen, die die Region international ebenso bekannt wie die Märchen der Brüder Grimm machen soll. „Gudensberg beteiligt sich im Rahmen der Innenstadtbelebung“, erklärt Börner. In den kommenden Jahren stehen einige Grimm-Jubiläen an. Zwischen 2012 und 2014 feiern zum Beispiel die Kinder- und Hausmärchen ihren 200. Geburtstag. „Die hessische Landesregierung ruft zu diesem Anlass ganz Hessen zum Land der Brüder Grimm aus“, erklärte Schlosser in Gudensberg. „Die Jubiläen rücken unsere Region international ganz gezielt in den Blickpunkt.“

Panorama-Rundwanderweg geplant

Dass Gudensberg vielfältige Bezüge zu den Märchen und Sagen der Grimms hat, wurde beim Treffen der AG, zu der rund 15 Gudensberger zusammen kamen, deutlich. So ist Gudensberg nicht nur Mitglied der Deutschen Märchenstraße und wirbt mit der Symbolfigur des Trommlers aus Grimms Märchen für sich. Auch zahlreiche Sagen ranken sich um das Schlossbergstädtchen. Unter anderem soll am Odenberg die Blaue Blume beheimatet sein. Sie ist durch den Schriftsteller Novalis als Symbol der Romantik berühmt geworden und auch verknüpft mit der so genannten Wandervogel-Bewegung. Passend dazu stellte Jürgen Preuß beim ersten Treffen der AG den neuen, von ihm konzipierten Panorama-Rundwanderweg um Gudensberg vor, der zu fantastischen Fernsichten einlädt und mit dem Zeichen der Blauen Blume beschildert werden soll.

Ars Natura Wanderweg
Frank Börner berichtete von zwei großen Projekten rund ums Thema Märchen und Sagen. So soll bald eine Schleife des Kunstwanderweges Ars Natura vom Obersten Holz ins Schlossbergstädtchen führen und mit 15 märchen- und sagenhaften Kunstwerken ausgestattet werden. Dies hat der Magistrat vor kurzem beschlossen. Darüber hinaus gibt es Pläne, eine Märchenbühne im Stadtpark zu realisieren. Ein solch einzigartiges Projekt, betonte Schlosser von der Grimm-Heimat, eröffne Gudensberg in der Region vielfältige Perspektiven. So könnte mit vielen Veranstaltern zusammengearbeitet werden, wenn es um die Grimm-Jubiläen und Festivals ginge.

Die Mitglieder der Arbeitsgruppe wollen nun bis zum nächsten Treffen am Dienstag, 26. Januar, ab 14.30 Uhr, im Rathaus Gudensberg Ideen für Projekte und weitere Konzepte sammeln. Interessenten sind eingeladen, sich zu beteiligen.

Sagen der Region

Die Sagen und Erzählungen der Region hat einst Josef Mertin aus Dissen gesammelt und aufgeschrieben. In seinem inzwischen vergriffenen Büchlein „Der Berg der Blauen Blume“ hat er rund 50 davon zusammengetragen. Unter anderen: Die Wunderblume (Blaue Blume), Kaiser Karl entdeckt den Glissborn (Beide erwähnt in Deutsche Mythologie, Jacob Grimm, 1835), Der Quintes kommt, Die Karlskirche, Die Brautfahrt, Rezepte von Zauberei, Das Kind im Odenberg, Der Hirte vom Odenberg, Der Riese vom Odenberg, Die drei Spielleute und der Quintes, Der Schmied von Besse, Die Schanzen, Scharfensteiner Zauber, Die Römer vom Scharfenstein, Verteidigung der Obernburg Schatz des Wartberges, Rund um die Mader Heide, Alte Eichen, Stein zu Maden, Die Wichtelmännchen, Das Pferdegrab, Friedo und Schilda sowie der ungeborene Ritter. (red)



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