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Keine Angst vor dem Ball

Hephata-Werkstätten haben seit April ein Frauen-Fußballteam

Schwalmstadt-Treysa. Frauen an den Ball! Seit April gibt es in den Hephata-Werkstätten für Menschen mit Behinderung (WfbM) ein Frauen-Fußballteam. Einmal in der Woche trainieren die neun Spielerinnen zwischen 21 und 40 Jahren mit Trainerin und Sport-Koordinatorin Patricia Odriozola auf dem Fußballplatz hinter den Werkstätten am Lindenplatz. Am 19. August starten sie in ihr erstes Turnier.

Melanie Well (25) spielt gerne in der Abwehr oder im Mittelfeld. Vor ein paar Jahren hat sie in einer Männer-Mannschaft bei sich im Ort, in Merzhausen, mit dem Fußballspielen angefangen. Irgendwann dann aber aufgehört. „Ich wollte schon länger gerne wieder anfangen, deswegen fand ich es super, als Patricia Odriozola mich gefragt hat.“ Die Beschäftigte der Industriemontage 1 der WfbM ist seit Anfang April dabei. „Der Zusammenhalt, der Mannschaftssport, gefallen mir am Fußball. Und das Gewinnen“, sagt die 25-Jährige.

Ob es das bereits am 19. August zu feiern geben wird? Denn dann nehmen die Hephata-Fußballerinnen bei ihrem ersten Turnier teil: Das Turnier der Landesarbeitsgemeinschaften der Werkstätten für Menschen mit Behinderungen in Hessen. Ein gemischtes Turnier, bei dem sich die Frauen vor allem mit Männermannschaften werden messen müssen. Denn reine Frauenmannschaften sind bei den WfbM’s keine Selbstverständlichkeit. Das heißt, eine reine Frauenmannschaft wird Hephata bei dem Turnier dann selbst auch nicht aufbieten können. Da sich die Torfrau beim Training verletzt hat, springt Daniel Österreich als Tormann ein. Für Patricia Odriozola keine große Sache: „Wir sind jetzt noch beim Aufbau der Mannschaft. Wir lernen erst die Grundfähigkeiten für eine Kleinfeldmannschaft mit sieben Spielerinnen und gucken, wer was am besten kann.“

Keine Angst vor dem Ball
Welche Position liegt mir am besten? Nicole Schuchardt ist sich da auch noch nicht so sicher. Die 23-Jährige, die ein Praktikum in der WfbM absolviert, kam mit ihrer guten Freundin einfach mal zum Gucken beim Training vorbei. Dann blieb sie. „Ich spiele momentan rechts außen als Stürmerin, mal sehen, ob ich es bleibe. Ich habe vorher schon in der Hermann-Schuchard-Schule hin und wieder mit den Jungs Fußball gespielt.“ Angst sich zu verletzten, hatte und hat sie dabei nicht: „Wenn ich hinfalle, stehe ich wieder auf und spiele weiter. Ich bin da nicht so empfindlich. Vor allem habe ich keine Angst vor dem Ball.“ Ihre Familie unterstützt sie bei ihrem Hobby: Mit ihren Neffen kickt sie regelmäßig im Garten, „meine Mutter ist sehr stolz auf mich“.

Zumal die Hephata-Spielerinnen auch prominente Schützenhilfe bekommen haben: Am 29. April absolvierten sie in Frankfurt am Main ein Training mit der Frauenfußball Nationalspielerin Ariane Hingst. Deren Verein, der 1. FFC Frankfurt, engagierte sich bei der „Europäischen Fußballwoche“ der „Special Olympics“ mit verschiedenen Angeboten, unter anderem auch einem Trainingstag für Frauenmannschaften hessischer Werkstätten. „Das war schon toll, Ariane Hingst ist mein Vorbild, weil sie einfach super spielt“, sagt Melanie Well. Und weil sie auch Abwehrspielerin ist. (me)



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