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Henri Alter steigert sich im Dreisprung auf 13,09 Meter

Forst/Melsungen. Kurz vor 14 Uhr fiel am Sonntag, 21. August, bei den süddeutschen Leichtathletik-Meisterschaften in Forst die Entscheidung im Dreisprung der männlichen Jugend B: Felix Lahme vom TV Eppingen, der DLV-Ranglisten-Vierte mit einer Bestleistung von 14,72 Meter, die er bei den deutschen B-Jugendmeisterschaften in Jena als Vizemeister gesprungen war, kam nach einem schnellen Anlauf gut ab, traf den Absprungbalken optimal und landete bei 14,31 Meter. Zu diesem Zeitpunkt glaubte man noch, dies sei nur der Anfang, und es würde sich damit eine Weitenjagd auslösen, bei der  Martin Groschopp aus Thum und Alexander Savitzki von der Bad Kissinger Dreisprung-Schule ebenfalls 14 Meter und mehr springen würden. Aber es passierte nicht mehr viel. Sowohl Lahme als auch Groschopp, der in Jena als Fünfter noch 14,18 Meter erreicht hatte, blieben fast einen halben Meter hinter ihren Jahresbestleistungen zurück.  Alexander Savitzki überraschte mit 13,79 Meter und belegte hinter Lahme (14,31 Meter), aber noch vor Groschopp (13,69 Meter) den zweiten Platz.

Auf dem undankbaren vierten Platz landete Henri Alter von der MT 1861 Melsungen. Der vielseitige Melsunger Gesamtschüler, der erst Ende Oktober 16 Jahre alt wird und am liebsten den Speer wirft, sieht den Dreisprung nur als „Abfallprodukt“ an.  Unmittelbar vor dem hochkarätigen Sprungwettbewerb startete Henri Alter noch im Speerwerfen, denn er hatte sich auch in dieser Disziplin für die süddeutschen Meisterschaften qualifiziert. Nachdem er im Training gute Weiten erzielte, setzte er sich in Forst selbst so sehr unter Druck, dass er mit dem 700g-Speer 45,18 Meter, 46,87 Meter und 43,90 Meter weit unter Wert blieb und sein schwächstes Saisonergebnis erzielte. Am Ende belegte er nur den 13. und damit den vorletzten Platz.

Anschließend ging er zum Dreisprung und kam als letzter Springer im ersten Durchgang an die Reihe. Ohne sich einzuspringen oder mental darauf vorzubereiten nahm er diesen Wettbewerb auf.  Alexander Savitzki lag mit 13,69 Meter in Führung, weil Felix Lahme mit einem ungültigen Versuch begonnen hatte. Daniel Metzger vom SV Wiesbaden lag bis dahin mit 12,45 Meter auf den zweiten Platz. Der hessische B-Jugendmeister Felix Gerbig aus Biebesheim landete im ersten Durchgang bei 12,22 Meter und folgte auf Rang drei.  Als Henri Alter zu seinem ersten Sprung aufgerufen wurde, stand er bereits auf der Anlaufbahn. Mit großen Schritten stürmte er schnell und konzentriert auf den 11 Meter-Balken zu, traf ihn nicht einmal voll und landete nach sehr schön ausgetriebenen Sprüngen mehr als zwei Meter in der Grube. Als der Kampfrichter das Ergebnis von 13,09 Meter bekannt gab, wusste er noch nicht, welche Platzierung er nach dem ersten Durchgang einnehmen würde.

Diese 13,09 Meter, bei absoluter Windstille erzielt, brachten ihn vorübergehend auf Rang zwei. Im zweiten Durchgang übertraf er mit 13,00 Meter noch einmal seine bisherige Bestleistung von 12,81 Meter. Aber vor ihm hatte sich Felix Lahme auf 14,31 Meter gesteigert und auch Martin Groschopp zog mit 13,11 Meter an Henri Alter vorbei. Der Melsunger, der sich in seinen weiteren vier Versuchen nicht mehr steigern konnte, behauptete aber in einem starken Feld seinen vierten Platz und verdrängte Hessenmeister Felix Gerbig (12,76 Meter) und den Landes-Vizemeister Daniel Metzger (12,73 Meter) auf die Plätze fünf und sechs.

Bei den Landesjugendmeisterschaften in Kassel, wo alle auf einen Dreisprungsieg von Henri Alter gehofft hatten, verzichtete er auf diesen Wettbewerb, weil er sich ganz auf das Speerwerfen konzentriert wollte. Auch damals landete er abgeschlagen mit 49,67 Meter auf dem fünften Platz. Mit seinen athletischen Fähigkeiten könnte Henri Alter im kommenden Jahr ein beständiger Dreispringer mit Weiten zwischen 13,50 und 14,00 Meter werden, wenn er sich zielstrebiger auf diese horizontalen Sprünge vorbereiten und seine Grundschnelligkeit verbessern würde.

Mit Celine Kühnert hatte sich eine weitere Dreispringerin aus Melsungen für die süddeutschen Meisterschaften in Forst qualifiziert. Die hessische B-Jugendmeisterin, die bei ihrem Sieg in Kassel persönliche Bestleistung mit 11,03 Meter gesprungen war, hatte beim Melsunger Jubiläumssportfest in der vergangenen Woche mit 10,94 Meter ihre gute Form unter Beweis gestellt. Obwohl sie, beruflich bedingt, nicht so häufig trainieren kann, reiste sie mit der sechstbesten Leistung in dem 16-köpfigen Feld an. Sie  hatte sich die Finalteilnahme, also einen Platz unter den besten acht Dreispringerinnen Süddeutschlands, als Ziel gesetzt.

Celine Kühnert begann mit einem ungültigen Sprung und ließ im zweiten Durchgang 10,71 Meter folgen. Damit lag sie nach zwei Versuchen auf Rang acht und blieb dort hängen. Leonie Schröpfer (KSV Hoheneck), Leonie Zimmermann (TSG Münsingen) und Silja Strobel (LG Rems), die mit 10,90 Meter beziehungsweise 10,40 Meter und 10,45 Meter gemeldet waren, wuchsen bei diesen Meisterschaften über sich hinaus und steigerten sich als Fünfte, Sechste und Siebte auf 11,27, 11,25 und 11,16 Meter. Wer auf Spannung und ständig wechselnde Positionen setzte, sah sich getäuscht. Julia Krug (LG Reinhardswald) verbesserte sich im zweiten Durchgang auf 11,87 Meter und siegte vor der höher eingeschätzten Jeannine Weidner (TS Lichtenfels), die ihre gemeldete Leistung von 11,82 Meter auf den Zentimeter genau erreichte. Beatrice Petzold (LG Brental) sicherte sich mit einer Steigerung auf 11,54 Meter den dritten Platz. Auf Rang vier folgte mit 11,35 Meter Laura Keilhofer vom TV Zwiesel.

Celine Kühnert sprang im letzten Versuch des Vorkampfes 10,62 Meter. Auch im Finale gab es für sie keine Verbesserung mehr, so dass als bestes Ergebnis die 10,71 Meter vom zweiten Durchgang in die Wertung  kamen.  Mit dieser Leistung verdrängte sie aber Loretta König aus Coburg (10,64 m) auf Rang neun und somit aus dem Finale. (ajw)



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