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DGB-Jugend: Betriebe müssen ihr Versprechen zur Schaffung von Ausbildungsplätzen einhalten

Schwalm-Eder. Die Zahlen auf dem Ausbildungsmarkt im Schwalm-Eder-Kreis vom März bieten nach Ansicht der DGB-Jugend Anlass zur Sorge. André Schönewolf, Jugendbildungsreferent beim DGB Nordhessen: „Derzeit stehen im Arbeitsagenturbezirk Kassel, zu dem auch ein Teil des Schwalm-Eder-Kreises gehört, 3.600 Bewerberinnen und Bewerbern nur 2.912 Ausbildungsplätze gegenüber. Das ist ein deutlicher Rückgang an Stellen im Vergleich zum Vorjahr.“

Die Unterzeichner des hessischen Ausbildungspaktes, also Landesregierung, Arbeitgeber und Kammern, sollten nicht immer nur von den guten Perspektiven der Jugendlichen sprechen, sondern ihren Worten auch Taten folgen lassen, so Schönewolf. „Die Betriebe sind jetzt in der Pflicht. Je schneller sie ihre Stellen melden, desto mehr Zeit haben die Jugendlichen sich zu orientieren um am Ende eine Entscheidung zu treffen. Jeder Jugendliche sollte eine Ausbildung beginnen, die er auch wirklich möchte. Dies ist die beste Prävention gegen spätere Ausbildungsabbrüche.“

Ebenfalls besorgniserregend sei laut DGB-Jugend, die Entwicklung der jungen Menschen unter 25 Jahren auf dem Arbeitsmarkt in der Region: „Der Anstieg der Jugendarbeitslosigkeit um über vier Prozent im Vergleich zum Vorjahr ist alarmierend“, so der Gewerkschafter. Von den 2.240 erwerbsloen jungen Menschen hätten viele eine abgeschlossene Berufsausbildung. „Die Übernahme nach der Ausbildung bietet nicht nur den Jugendlichen eine Zukunftsperspektive, die Betriebe können so auch etwas gegen den sogenannten Fachkräftemangel unternehmen.“ Stattdessen gibt es einen rasanten Anstieg im Bereich der sogenannten atypischen Beschäftigungsverhältnisse bei jungen Menschen – also Teilzeit und/oder mit befristeten Verträgen. „Von Entspannung kann daher keine Rede sein“, so Schönewolf. „Im Gegenteil: durch prekäre Beschäftigung in der Leiharbeit oder im Niedriglohnsektor verfestigen sich bereits im frühen Lebensalter soziale Problemlagen. Wir fordern die Betriebe auf, sichere Zukunftsperspektiven zu schaffen.“ (red)



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