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750 Mercedes-Mitarbeiter legten die Arbeit nieder

Kassel. Rund 750 Mitarbeiter des Mercedes Benz-Werks in Kassel haben am Mittwochvormittag die Arbeit niedergelegt, um die Forderungen der IG Metall in der laufenden Tarifauseinandersetzung zu unterstützen. Sie versammelten sich mit Transparenten und Fahnen vor dem Tor des Kasseler Werks des Autobauers. „Das bisherige Angebot der Arbeitgeber ist für uns ein Schlag ins Gesicht“, sagte der stellvertretende Betriebsratsvorsitzende des Werks, Rainer Popp, auf der Kundgebung.

Die Arbeitgeber praktizierten eine „Politik des Mauerns“, obwohl ihre Bilanzen genug Spielraum für echte Reallohnzuwächse ließen, sagte Popp unter dem Applaus der Teilnehmer des Warnstreiks. Die IG Metall fordert 6,5 Prozent mehr Geld. Geboten hatten die Arbeitgeber zuletzt auf ein Jahr gerechnet lediglich 2,57 Prozent. Sie hatten außerdem durch unnötige Forderungen nach der Ausweitung von Arbeitszeiten und Befristungen den Konflikt verschärft.

Oliver Dietzel: „Angebot ist eine Provokation“
Scharfe Kritik am Verhalten der Arbeitgeber übte auch der Erste Bevollmächtigte der IG Metall Nordhessen, Oliver Dietzel. „Warnstreiks sind offenbar die einzige Sprache, die von den Arbeitgebern verstanden wird“, sagte er. Das bisherige Angebot sei eine „reine Provokation“. Das Geldangebot sei viel zu gering. Zu den Forderungen der IG Metall nach der unbefristeten Übernahme der Ausgebildeten und mehr Mitbestimmung bei der Leiharbeit gebe es von den Arbeitgebern zudem überhaupt kein Angebot.

„Wir haben die große Sorge, dass die Arbeitgeber in der Leiharbeit das Modell der Zukunft sehen“, sagte Dietzel. Fast jede zweite offene Stelle sei derzeit eine Leiharbeitsstelle. „Die Arbeitgeber wünschen sich unsere Zukunft prekär – aber das ist für uns nicht akzeptabel“, sagte der Gewerkschafter. Besonders junge Menschen seien von Leiharbeit betroffen, berichtete der Vorsitzende der Jugend- und Auszubildendenvertretung (JAV) im Mercedes-Werk, Fatih Secer. „Auch deshalb wollen wir die unbefristete Übernahme der Ausgebildeten erreichen – als Schutzwall gegen unsichere Arbeitsverhältnisse“, sagte er. Die jungen Menschen hätten ein Recht auf einen guten Start ins Berufsleben.

Arbeitskampf droht, falls Arbeitgeber weiter blockieren
Die IG Metall ist nach den Worten von Oliver Dietzel entschlossen, bis zum 20. Mai einen Tarifabschluss zu erzielen. „Wenn die Arbeitgeber weiter nur blockieren, dann wird es einen Arbeitskampf geben“, sagte er auf der Kundgebung vor dem Mercedes-Werk. Das sieht auch der stellvertretende Betriebsratsvorsitzende, Rainer Popp, so. „Wir werden die Arbeit wieder niederlegen, wenn die Arbeitgeber sich nicht bewegen“, kündigte er an.

Warnstreik auch am 3. Mai
Die Warnstreiks in Nordhessen werden am heutigen 3. Mai fortgesetzt. Dann legen die Beschäftigten des Industriegebiets Mittelfeld die Arbeit nieder. Die IG Metall fordert in der der laufenden Tarifauseinandersetzung 6,5 Prozent mehr Geld, die tarifvertragliche Regelung der unbefristeten Übernahme der Ausgebildeten sowie mehr Mitbestimmung beim Einsatz von Leiharbeit. (red)



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