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Hephata eröffnet Wohngruppe für unbegleitete minderjährige Flüchtlinge

Eschwege. Eingezogen sind die ersten Jugendlichen zwar bereits vor einigen Monaten. Zu einer offiziellen Eröffnung hat die Hephata Diakonie indes erst am 6. Dezember eingeladen. Die Jugendlichen sollten zunächst einmal ankommen und sich in ihrem neuen Zuhause ein wenig einfinden können. Ein Geruch von Gebratenem und von feurigen Gewürzen liegt in der Luft. In der Gemeinschaftsküche des Hauses in der Eschweger Schillerstraße wuseln einige der insgesamt elf jugendlichen Bewohner umher. Sie kochen Gerichte aus ihren Heimatländern. Damit wollen sie ihren Gästen einen herzlichen Empfang bereiten. So wie sie selber in Eschwege herzlich empfangen worden sind.

Die Jugendlichen stammen aus den Krisenregionen der Welt. Aus Ländern wie Afghanistan, Syrien, dem Sudan und Somalia. Sie alle sind unter 18 Jahre jung und haben eine Flucht hinter sich. In der Behördensprache heißen sie „unbegleitete minderjährige Flüchtlinge“, abgekürzt UMF.

„Die Flucht kostet viel Geld, sie ist lebensgefährlich und viele der Jugendlichen erleiden schwere Traumata“, berichtet Henning Wienefeld, Fachberater für UMF bei der Hephata Diakonie. Obwohl die Flucht immer schwieriger werde, sei die Zahl der Flüchtlinge steigend.

Sobald die Jugendlichen in Deutschland ankommen, werden sie zunächst auf die Bundesländer und dann auf die Landkreise verteilt. „Wir nehmen die Jugendlichen aus rechtlicher, aber auch aus einer humanitären Verpflichtung heraus bei uns auf“, sagt Stefan Reuß, Landrat des Werra-Meißner-Kreises. Er betont, dass die Eröffnung der Wohngruppe bewusst verschoben worden sei: „Wir wollten den Jugendlichen zuerst einen geschützten Raum bieten, ohne Öffentlichkeit“. Allen Beteiligten ruft der Landrat zu: „Vielen Dank für Ihr segensreiches Wirken“.

Mit Worten des Dankes richtet sich auch Hephata-Direktor Peter Göbel-Braun an die Gäste der Eröffnungsfeier. Sowohl von den unterschiedlichen Ämtern als auch von Vereinen, Schulen und Kirche habe die Hephata Diakonie breite Unterstützung erfahren. Ziel müsse es sein, die Angebote auf die jungen Menschen abzustimmen und ihren Stimmen und Erfahrungen Gehör zu verschaffen. „Für eine bedarfsgerechte Hilfeplanung ist Partizipation das zentrale Qualitätskriterium, damit das Ankommen und Aufnehmen von unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen gelingen kann.“

Als Vertreter der Stadt Eschwege dankt Stadtrat Heinz-Jürgen Gathmann den Projektbeteiligten. Ihnen allen sei es darum gegangen, den Jugendlichen „in schwieriger Zeit Hilfe und Mitmenschlichkeit zukommen zu lassen“.

Grüße des Diakonischen Werks in Kurhessen-Waldeck überbringt dessen höchster Repräsentant, Landespfarrer Horst Rühl. Er ruft den Jugendlichen zu: „Diese Einrichtung kann Ihnen Ihre Heimat nicht ersetzen. Sie gibt Ihnen aber einen sicheren und geborgenen Raum, in dem Sie Ihr Leben ganz vorsichtig auf eigene Füße stellen können.“ Zu den Mitarbeitenden sagt Rühl: „Sie geben der Botschaft von Recht und Gerechtigkeit ein Gesicht.“

Der Rundgang durch das Haus mündet für etliche Gäste dort, wo der intensive Duft herkommt. In ihrer Küche bewirten die Jugendlichen unter anderem auch Landrat Reuß und Mitarbeitende des Jugendamts. Die fröhliche Stimmung der Jugendlichen, ihre Offenheit und das leckere Essen lassen die Gäste der Eröffnungsfeier in der Gewissheit nach Hause gehen, dass das Gebäude der Hephata Diakonie in der Eschweger Schillerstraße für die Jugendlichen zu einem neuen Zuhause geworden ist. (red)

 

 



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