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Hephata Diakonie unterstützt neues Projekt in Rumänien

Hilfe beim Aufbau ambulanter Wohnstrukturen für Menschen mit Behinderungen

Schwalmstadt-Treysa. Der Arbeitskreis Rumänienhilfe der Hephata Diakonie hat sich dazu entschieden, ein neues Hilfsprojekt zu unterstützen und dafür um Spenden zu bitten. Mit dem Projekt werden ambulante Wohnstrukturen für Menschen mit Behinderungen geschaffen. Träger des Projekts ist der Freundeskreis Johannes Falk Rumänien. Der gemeinnützige Verein hat im vorigen Jahr in der 30.000-Einwohner-Stadt Ineu ein Integrationszentrum eröffnet, das dringend auf finanzielle Hilfe angewiesen ist. Für das bisherige Rumänien-Projekt Hephatas – ein Kinderheim in Ilisua – wird es in diesem Jahr noch einmal eine Weihnachtspäckchen-Aktion geben.

Die Hilfe des Johannes-Falk-Vereins wird federführend über die Diakonie Westthüringen organisiert, die Teil der Diakonissenhaus-Stiftung Eisenach ist. Vor Ort in Rumänien leitet ein Diakon das Hilfsprojekt. Ziel ist es, die Integration von Menschen mit Behinderungen zu ermöglichen. „Hephata hat mit dieser Arbeit in Deutschland viel Erfahrung, die wir nun zur Unterstützung des Projekts in Rumänien einbringen möchten“, so Hephata-Direktorin Barbara Eschen. Deswegen steige Hephata zum neuen Jahr in das Projekt ein.

Das Projekt unterhält zwei Angebote: In den vergangenen fünf Jahren hat der Johannes-Falk-Verein ein betreutes Wohnen für zwölf Menschen mit geistigen Behinderungen aufgebaut. Sie verfügen mittlerweile über soziale Netzwerke und entscheiden selbstständig über ihr Leben. Das ist für Menschen mit Behinderungen in Rumänien alles andere als selbstverständlich. Behindertenhilfe in Rumänien beschränkt sich oftmals noch auf die Pflege und Verwahrung von Menschen. Um ein Gegenmodell zu etablieren, ist außerdem im August 2012 – unterstützt durch Spenden – das Integrationszentrum Johannes Falk eröffnet worden. In den Bereichen Manufaktur, Näherei, Garten und Lernküche kommen täglich Menschen mit Behinderungen zusammen und werden von einer Sozialarbeiterin, finanziert durch die Aktion Mensch, und einer Anleiterin in ihren Fertigkeiten und Fähigkeiten gefördert. Vorrangiges Ziel ist es, die behinderten Menschen und ihre Familien aus der sozialen Isolation herauszuholen und auf eine Tätigkeit auf dem ersten Arbeitsmarkt vorzubereiten.

Für den Arbeitskreis Rumänienhilfe der Hephata Diakonie betont Hephata-Direktorin Barbara Eschen: „Unsere diakonischen Brüder und Schwestern aus Thüringen benötigen für dieses wichtige Hilfsprojekt in Rumänien unbedingt unsere Unterstützung.“ Auch Kai Erdel und Heidi Gaudin unterstützen das neue Projekt in Ineu. Die beiden Erzieher hatten im Rahmen ihrer Ausbildung an der Hephata-Akademie für soziale Berufe ein praktisches Jahr in dem bislang von der Hephata-Rumänienhilfe unterstützten Kinderheim in Ilisua absolviert. Von dort aus schauten sie sich auch das Projekt in Ineu an. „Als Teil der Ausbildung haben wir uns einen Überblick über Angebote für Kinder und Jugendliche sowie Menschen mit Behinderungen gemacht. Wir haben viele gute Dinge gesehen. Eines davon ist das Projekt des Johannes-Falk-Vereins“, sagt Kai Erdel. Erdel und Gaudin haben in der Manufaktur des Vereins hospitiert, sich das Betreute Wohnen angesehen – „das ist wirklich noch etwas sehr Neues in Rumänien“, so Heidi Gaudin, „das absolut unterstützenswert ist“.

Das Kinderheim in Ilisua soll dieses Jahr zu Weihnachten noch einmal Päckchen mit Geschenken für die dort lebenden Jungen und Mädchen erhalten. Neben dem Transport der Weihnachtspäckchen haben Inge und Heinz Thiel seit 1993 die Hephata-Rumänienhilfe für das bisherige Projekt in Ilisua maßgeblich organisiert. „Als wir angefangen haben, hatten die Kinder nicht genügend Kleidung, die Häuser hatten keine Heizung, die Dächer waren undicht. Es hat an allem gefehlt“, erinnert sich Heinz Thiel. Er und seine Frau haben sich dafür eingesetzt, dass die Kinder mit Kleidungs- und anderen Sachspenden versorgt wurden, dass mit Geldspenden unter anderem die Dächer von allen drei Gebäuden des Kinderheimes neu gedeckt, ein Wohnhaus für 40 Kinder grundlegend renoviert sowie eine Krankenstation neu gebaut wurde. „Im Rahmen unserer Möglichkeiten wollen wir uns weiter vor Ort engagieren“, so Heinz Thiel. Derzeit liefen die Überlegungen, wie dies konkret aussehen könnte, so Inge Thiel.

„Die maßgeblich durch das Treysaer Ehepaar Ingrid und Heinz Thiel organisierte Hilfe für das Kinderheim hat dort Not gelindert. Durch Spenden konnte beispielsweise die Wohnsituation enorm verbessert werden“, sagt Hephata-Direktorin Barbara Eschen. Diese Aufbauarbeit sei für Hephata jetzt abgeschlossen. „Wir sind Thiels sehr dankbar für ihr außerordentliches Engagement“, so Eschen. „Wir hoffen, dass die zahlreichen Unterstützer der Rumänienhilfe auch das neue Projekt tatkräftig und intensiv unterstützen.“ (red)



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