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MT vor weiterem Schritt Richtung Viertelfinale?

Marino Maric, mit 18 Treffern besten MT-Schützen in der derzeit laufenden Gruppenphase. Foto: Heinz HartungKassel/Melsungen. Das Wochenende steht wieder ganz im Zeichen des Europapokals. Für Handball-Bundesligist MT Melsungen bedeutet das ein Heimspiel im EHF-Cup gegen den ungarischen Vertreter Balatonfüredi KSE. Nachdem die Nordhessen in Ungarn mit 30:24 gewonnen haben, geht es nun im Rückspiel darum, möglichst mit einem weiteren Sieg den Grundstein für das Erreichen des Viertefinales zu legen. Anwurf am Samstag, 7. März 2015, in der Kasseler Rothenbach-Halle ist um 20 Uhr. Tickets gibt es noch in den Vorverkaufsstellen und am Spieltag an der ab 18 Uhr geöffneten Hallenkasse.

Die MT Melsungen, Neuling auf der internationalen Handballbühne, sorgt im EHF-Cup weiterhin für Furore. In den absolvierten Hinspielen gegen die drei Gegner der Gruppenphase war das Roth-Team ausnahmslos erfolgreich: Die Schweden Eskilstuna Guif wurden mit 31:27, die Kroaten RK Nexe mit 28:25 und die Ungarn Balatonfüredi KSE mit 30:24 geschlagen. Das bedeutet Platz 1 in der Gruppe D nach der Hälfte der Spiele.

Weil die ebenfalls in diesem Wettbewerb antretenden Füchse Berlin und der HSV Hamburg zuletzt jeweils Niederlagen einstecken mussten, ist die MT Melsungen die einzige verlustpunktfreie deutsche Mannschaft. Unter den 16 Clubs ist nur noch Skjern Handbold, der dänische Club des Ex-Melsungers Thomas Klitgaard, genauso erfolgreich.

Da die Gruppensieger und die drei besten Gruppenzweiten in die nächste Runde einziehen, kann die MT Melsungen mit einem weiteren Sieg am Samstag gegen Balatonfüredi KSE bereits einen wichtigen Schritt in Richtung Viertelfinale machen. Die Hausherren sind nach dem 30:24 in Ungarn am vergangenen Wochenende in dem nun anstehenden Rückspiel zwar Favorit, dennoch dürfen die Rotweißen keinen Selbstläufer erwarten. Dafür ist die junge Truppe vom Plattensee zu unberechenbar. So holte sie ihren bislang einzigen Punkt ausgerechnet auf fremdem Terrain – in Eskilstuna rangen sie Ende Februar dem dortigen Gastgeber Guif ein 24:24-Remis ab.

“Wenn wir in der Deckung genauso konzentriert arbeiten, wie im Hinspiel, dann dürfte einem weiteren Erfolg nichts im Wege stehen”, ist sich Nenad Vuckovic sicher. Der Kapitän war nach dem Abpfiff in der Arena Veszprem froh, dass sich seine Mannschaft nach der zuvor erlittenen Liga-Heimniederlage gegen den HSV wieder so schnell gefangen hatte und nur drei Tage später den Hebel im Europapokalmatch in Ungarn wieder umlegen konnte.

Eine effiziente Defensive machte auch Michael Roth als Grundstein für den Sieg in Veszprem aus. “Damit haben wir vor allem in der ersten Halbzeit die Basis gelegt. Erfreulich war auch, dass die Torhüterleistung, die in den letzten Spielen nicht ganz wie gewohnt war, wieder gestimmt hat”, zeigte sich der MT-Coach insgesamt zufrieden. Nach zuletzt sechs Spielen im Drei-Tages-Rhythmus und entsprechend wenigen Regenerationsphasen freut er sich, seine Mannschaft endlich mal wieder eine ganze Woche lang ohne Unterbrechungen auf ein Spiel vorbereiten zu können.

Nachdem man mit dem Gegner direkte Bekanntschaft gemacht hat, sind dessen Schlüsselspieler noch eindeutiger zu identifizieren. Aus dem jungen, im Schnitt 23 Jahre alten Team von Balatonfüredi (Zum Vergleich die MT: 28 Jahre) ragen fünf Akteure besonders heraus. Zum einen ist dies Torhüter Szekeli, der im Hinspiel fast genauso viele Paraden wie Mikael Appelgren zeigte, zum anderen der Halblinke Ligetvari, Mittelmann Juhasz, Halbrechts Grigoriev (RR), einer der beiden Ausländer im Kader, und Rechtsaußen Ivancsik.

Deren Trainer Istvan Csoknyai hat nach dem Hinspiel zwar den Leistungsunterschied von der Bundesliga zur ersten Liga Ungarns anerkannt, für das Rückspiel in Kassel aber einen kämpferischen Auftritt versprochen: Unsere Chance, die MT zu schlagen, ist sicher gering, aber wir werden mit jeder Faser dafür kämpfen, es besser zu machen, als letzte Woche”. Besonders angetan war er von der Moral seiner Truppe, die sich in der Tatsache widerspiegelte, nach dem 9:16-Pausenrückstand die zweite Spielhälfte mit 15:14 zu gewinnen.

Die Ungarn werden am Samstag aller Voraussicht nach von einer MT in Bestbesetzung erwartet, die zudem den Zuschauern ein schönes Spiel zeigen will. Dass dazu ein Sieg gehört, steht außer Frage. Was angesichts des Anreizes, damit dem Viertelfinale im Europapokal einen großen Schritt näher kommen zu können, auch nicht verwundert. (Bernd Kaiser)

Schiedsrichter in Kassel:
Ingvar Gudjonsson (Island) / Eydun Lindenskov Samuelsen (Färöer Inseln);
EHF-Delegierter: Jean-Philippe Dubedout (Frankreich)



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