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Leistungstest fiel für MT-Athleten positiv aus

MT-Team in Baunatal. Foto: nhBaunatal/Melsungen. Die Leichtathleten der MT 1861 Melsungen kommen immer besser in Form. Beim Pfingssportfest in Baunatal, das zugleich als Prüfungswettkampf und Leistungstest für die MT-Wettkämpfer diente, wurden gute Ergebnisse erzielt, die für die nächsten Wochen einiges erwarten lassen. Allen voran müssen die 26,50 Sekunden über 200 Meter erwähnt werden, mit der Katharina Wagner ihre Bestzeit aus dem Vorjahr um 0,08 Sekunden unterbot. Vorher hatte sie sich über 100 Meter mit 13,00 Sekunden klar vor Speerwerferin Janina Edenhofner (13,72 Sek.) und Kira Werner (beide Eintracht Großenritte, 13,90 Sek.) durchgesetzt. Bereits bei den deutschen Hochschulmeisterschaften hatte die 20-Jährige mit 26,61 Sekunden überzeugt und zum ersten Mal die A-Norm für die hessischen Meisterschaften der Frauen erfüllt.

Obwohl Michael Hiob sich über 100 und 200 Meter dem Borkener Yannik Hoos geschlagen geben musste, lieferte der 19-Jährige erneut zwei gute Ergebnisse ab. Im 100m-Sprint musste Kreismeister Hoos fast 70 Meter hinter Hiob herlaufen und konnte erst auf dem letzten Drittel der Strecke seine größeren Reserven ausspielen und seinen Nimbus als derzeit schnellster Sprinter des Schwalm-Eder-Kreises verteidigen. Mit 11,52 zu 11,62 Sekunden setzte sich der Viertelmeiler aus Borken knapp durch. „Schade, dass ich heute nicht den Spieß von den Kreismeisterschaften umdrehen konnte. Ich spürte, wie Yannik nach der Hälfte der Strecke immer näher kam. Ich verkrampfte immer mehr und hatte am Ende keine Chance“, sagte Hiob, der bei den nächsten Wettkämpfen auf eine Zeit unter 11,50 Sekunden hofft. Auch über die doppelt so lange Strecke konnte Hiob gegenüber Hoos aufholen. Während in Felsberg Hoos die 200 Meter in 23,25 Sekunden lief, wurde Hiob damals mit 24,05 gestoppt. Im Baunataler Parkstadion trennten die beiden nur noch 0,48 Sekunden. Hinter dem deutschen Hochschulmeisterschaft Steven Müller (LC Paderborn, 21,35) sicherte sich Yannik Hoos (23,25 Sek.) den zweiten Platz vor Michael Hiob (23,73 Sek.)

Fast auf gleicher Höhe: Michael Hiob und Yannik Hoos. Foto: nhMit einer feinen Leistung wartete auch Marie Wagner im 400m-Hürdenlauf der U20 auf. Obwohl die Abiturientin etwas zu langsam anlief , fand sie gut in ihren Laufrhythmus. Nur bei den Hürden sechs und sieben musste sie drippeln, so dass sie fast zwei Sekunden an Zeit verlor. Dennoch verbesserte sich Marie Wagner nach ihrem Auftakt bei den Kreismeisterschaften in Neukirchen von 71,30 auf 69,22 Sekunden und unterbot damit die A-Norm für die Landes-Jugendmeisterschaften.

Julia Klute war mit ihrer 800m-Zeit von 2:37,72 Minuten nicht zufrieden. Die 18-Jährige wollte unbedingt die B-Norm von 2:35 Minuten für die hessischen Meisterschaften laufen. Aber sie ging die erste Runde mit 74 Sekunden viel zu schnell an, so dass sie dem schnellen Anfangstempo Tribut zollen musste: „Ich fühlte mich nach dem Rennen sofort wieder erholt, aber im Rennen habe ich zu viele taktische Fehler gemacht“, sagte die Abiturientin selbstkritisch und hofft, dass sie bei den nordhessichen Meisterschaften am kommenden Wochenende im Kasseler Auestadion hinter der Landesnorm einen Haken machen kann.

Marie Wagner erfüllte die Norm für die Landesmeisterschaften. Foto: nhMit Wut im Bauch, aber dennoch locker, feierte Christian Schulz nach einer längeren Trainingspause eine imponierende Wiederkehr auf der 800m-Strecke der U20. „Nachdem ich mich aufgewärmt hatte und zum 800m-Lauf bereit war, wurde mir gesagt, dass sich der Start um fünf Minuten verschieben würde. Nach einer Viertelstunde wurden wir erneut für weitere zehn Minuten hingehalten. Der Lauf wurde immer weiter nach hinten verlegt. Wir mussten auf der Laufbahn über eine Stunde auf den 800m-Startschuss warten, weil es keinen Hinweis gab, dass sich unser Start um mehr als 60 Minuten verzögern würde. Angeblich hatte man im Wettkampfbüro vergessen, die Startlisten auszudrucken. Ich war total sauer auf den Wettkampfleiter, denn ich musste mich ständig mental und körperlich auf den Lauf vorbereiten. Warum wurde uns nicht gesagt, dass der Lauf über eine Stunde verschoben wird“, wetterte der sonst ruhige Christian Schulz. Trotz dieser Organisationsschwierigkeiten des Ausrichters gelang es dem 18-Jährigen seine Bestzeit aus dem Vorjahr, die er in Wetzlar mit 2:05,72 Minuten aufgestellt hatte auf 2:05,24 zu drücken und als Sieger vor Nils Wolkonski (Niederelsungen, 2:12,40) über die Ziellinie zu laufen.

Auch Lorenz Funck war mit dem Vorsatz nach Baunatal angereist, eine neue Bestzeit zu laufen. In der letzten Freiluftsaison lief der Jugendliche aus Obermelsungen die 3000 Meter zum ersten Mal mit 9:55,4 unter zehn Minuten. Nach einer festgelegten Marschtabelle sollte er die drei 1000m-Abschnitte jeweils in 3:13 Minuten zurücklegen, so dass am Ende eine Zeit um 9:40 Minuten heraus gekommen wäre. Da keine Konkurrenz für Lorenz Funck vorhanden war, stellte sich Max Fuchs von der LG Reinhardswald als Tempomacher für die ersten fünf Runden zur Verfügung. Der „Hase“ Fuchs lief exakt wie ein Uhrwerk und legte die 1000 Meter in 3:13 Minuten zurück. Als für das Duo die ersten fünf Runden mit 6:28 Minuten notiert wurden, hatte der Pacemaker seine Aufgabe sehr gut erledigt und beendete sein Rennen. Lorenz Funck war nun auf sich allein gestellt und legte die letzten 1000 Meter wie zu Beginn in starken 3:13 Minuten zurück, so dass er als Sieger der U20 nach 9:41,79 Minuten die Ziellinie passierte.

Katharina Wagner eilt dem Feld voraus. Foto: nhDas 800m-Rennen der Schüler der M15 stand ganz im Zeichen von Marvin Knaust. Der 14-Jährige stellte seinen Hausrekord von 2:26,73 Minuten beim Sommersportfest 2014 im Melsunger Waldstadion auf. Vor Weihnachten wechselte er vom TSV Jahn Gensungen zur Trainingsgruppe von Alwin J. Wagner und verbesserte sich von Wettkampf zu Wettkampf. Nach seinen drei Siegen bei den nordhessischen Meisterschaften im Cross- und Straßenlauf über 5 Kilometer sowie auf der 3000m-Strecke, setzte er sich beim Pfingstsportfest auch über 800 Meter durch und verwies Luca Kunkel (LG Alheimer, 2:20,81) und Friedrich Seelig (Hess. Lichtenau, 2:40,15 Min.) auf die Plätze zwei und drei. Der Schüler aus Gensungen verbesserte sich auf 2:17,42 Minuten und pulverisierte seine bisherige Bestzeit um über neun Sekunden.

Wegen einer Knieverletzung, die ihn seit einiger Zeit plagt, kann Aaron Werkmeister sein Leistungspotenzial nicht ausschöpfen. Für Baunatal hatte sich der U18-Läufer vorgenommen, die A-Norm von 2:12 Minuten für die Landesmeisterschaften zu knacken. Aber mit 2:13,13 Minuten verfehlte er erneut sein angestrebtes Ziel. (ajw)



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