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Online-Zeitung für den Schwalm-Eder-Kreis | 12. Jahrgang | redaktion@seknews.de | www.seknews.de | täglich neu | Preis: 0,00 Euro

Biologisch, sozial, regional

Priska Hinz eröffnete auf dem Bio-Hofgut Richerode die Kartoffel-Saison

Priska Hinz, Johann Ferber und Mai Dietrich-Gibhardt (von links) auf dem Vollernter. Foto: nhJesberg. „Wir sollten uns bevor es heiß wird schnell auf den Acker machen. Sie gucken, wir arbeiten“, mit diesen Worten begrüßte Priska Hinz, Hessische Landwirtschaftsministerin, am Mittwochvormittag rund 50 Gäste aus Politik, Landwirtschaft, Verbänden und Gesellschaft auf dem Bio-Hofgut Richerode der Hephata Diakonie. Priska Hinz machte während ihrer Sommerreise auf dem Bio-Hofgut Halt und eröffnete offiziell die hessische Kartoffelsaison.

Jacke aus, Arbeitshandschuhe an – Priska Hinz, Hessische Staatsministerin für Umwelt, Klimaschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz, und Hephata-Vorstand Maik Dietrich-Gibhardt erklommen nach einander die Leiter des automatischen Kartoffelvollernters, der sich dann im Schritttempo an einer Ackerreihe Kartoffeln langarbeitete. Eine Knolle nach der anderen grub der Vollernter aus dem Boden und transportierte sie  auf Laufbändern nach oben. Dort sortierten Priska Hinz, Maik Dietrich-Gibhardt und Johann Ferber, Aufsichtsratsvorsitzender der MGH Gutes aus Hessen GmbH, die Kartoffeln nach Größe und Qualität. Frank Radu, Betriebsleiter des Bio-Hofguts Richerode, gab dazu Informationen: Insgesamt bewirtschaften auf dem Hofgut 15 Mitarbeitende und 56 Menschen mit Behinderungen 120 Hektar – 40 Hektar Grünland und 80 Hektar Anbaufläche. Die Kartoffel-Ernte des Hofguts beträgt jährlich 250 Tonnen. Die Kartoffeln werden voll verwertet: Die zu groß oder zu klein geratenen Kartoffeln, die der Handel nicht abnimmt, werden im Hephata eigenen Kartoffelschälbetrieb weiter verarbeitet. Die Schalen dienen als Futter für die Nutztiere.  Dabei ist das Bio-Hofgut, wie auch die anderen vier landwirtschaftlichen Betriebe der Hephata Diakonie, eine anerkannte Werkstatt für Menschen mit Behinderungen. Außerdem sind die landwirtschaftlichen Betriebe nach den strengen Richtlinien von Bioland zertifiziert und tragen das „Bio-Siegel Hessen“. Das Siegel wurde 2006 als Qualitäts- und Herkunftszeichen für den ökologischen Landbau von der MGH Gutes aus Hessen GmbH gemeinsam mit dem Land Hessen eingeführt. „Aktuell gehören dem Bio-Siegel Hessen 70 Bio-Betriebe an“, so Johann Ferber. Die MGH hatte dann auch zu dem Termin mit der Hessischen Landwirtschaftsministerin geladen, das Bio-Hofgut Richerode war Gastgeber.

Nach der Kartoffelernte stand Rundgang über das Hofgut auf dem Programm. 110 Schweine und 60 Rinder leben derzeit auf dem Hof. „Biologisch, sozial, regional – die Rolle der Landwirtschaft in der Hephata Diakonie ist traditionell eine ganz wichtige Rolle“, so Hephata-Vorstand Maik Dietrich-Gibhardt. „Landwirtschaftliche Arbeitsfelder eignen sich sehr gut, um Menschen mit Behinderungen Beschäftigung und Qualifizierung zu bieten. Die gesellschaftliche Anerkennung des Werts der erzeugten Produkte hebt das Selbstwertgefühl der Klienten. In der Gemeinschaft erreichen sie Erfolge, die ein einzelner nicht erreichen würde.“ Und auch die strengen Öko-Standards, die hier gelten, seien für ein diakonisches Unternehmen sehr naheliegend: „Die christliche Verantwortung für die Schöpfung bildet sich in der Bio-Landwirtschaft wider.“

Priska Hinz betonte, dass es das Ziel der Hessischen Landesregierung sei, eine multifunktional ausgerichtete Landwirtschaft, die bäuerlich, verbrauchernah und wettbewerbsfähig ausgerichtet sei und zudem umweltschonend produziere, zu stützen. „Deshalb ist auch der ökologische Landbau ein wichtiger Bestandteil der hessischen Agrarpolitik, da zum einen der ökologische Anbau eine besonders umweltfreundliche Form der Landwirtschaft darstellt und zum anderen die Nachfrage nach ökologischen Lebensmitteln noch das regionale Angebot deutlich übersteigt“, so Prinz. Sie verabschiedete sich mit den Worten: „Es war sehr interessant zu sehen, wie so ein großes Hofgut funktioniert. Besonders bemerkenswert finde ich, dass es zugleich auch ein sozialer Betrieb ist. Ich möchte mich bei den Mitarbeitenden bedanken, die die Menschen hier anleiten und begleiten, sie leisten eine sehr wichtige Arbeit. Ich wünsche Ihnen eine hervorragende Ernte.“ (me)



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