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Rekordfestival der Melsunger Leichtathletik-Schüler

Bebra/Melsungen. Beim Saison-Abschluss-Sportfest der LG Alheimer hagelte es in der Biberkampfbahn in Bebra noch sehr gute Leistungen. Die Schüler-Leichtathleten der MT 1861 Melsungen stellten dabei drei neue Kreisrekorde und viele persönliche Bestleistungen auf. Die wertvollste Leistung wurde in der Mannschaftswertung des Fünfkampfes erzielt. Tobias Stang, Henri Alter, Sebastian Ludwig, Robin Hohmann und Michael Hiob verbesserten mit 12 555 ihren Kreisrekord um fast 400 Punkte und lösten die Schüler der LG Eintracht Frankfurt vom ersten Platz in der hessischen Rangliste ab. Mit dieser Mannschaftsleistung hätte das MT-Schüler-Team bei den deutschen Mehrkampfmeisterschaften in Hannover die Bronzemedaille gewonnen. „Diese gigantische Bestmarke hatte ich für dieses Jahr noch nicht geplant“, sagte Alwin J. Wagner und verwies darauf, dass der Weitsprung bei Gegenwind ausgetragen werden musste, so dass hier noch einige Punkte verschenkt wurden.

Für den zweiten Kreisrekord sorgte Tobias Stang mit der Verbesserung im Block-Mehrkampf „Lauf“ auf 2639 Punkte. Der Malsfelder, der in Hannover nicht an den Start ging, hätte mit dieser Punktzahl Rang acht belegt und Laurenz Pagel aus Cottbus um drei Punkte auf Rang neun verdrängt. Und schließlich verbesserte  Henri Alter seinen eigenen Rekord im Speerwerfen, den er am 24. April bei den nordhessischen Meisterschaften in Borken mit 44,53 Meter aufgestellt hatte, auf 45,68 Meter.

Kein Krimi hätte spannender sein können als diese Nachmittagsstunden in der Biberkampfbahn in Bebra, denn die Melsunger Schüler hatten sich im Vorfeld selbst unter Druck gesetzt. Immer wieder war von der Jagd nach einem neuen Mannschaftskreisrekord im Blockwettkampf die Rede, den im Vorjahr anlässlich der Landes-Mehrkampfmeisterschaften in Fulda Martin Proksch (2651 P.), Tobias Stang (2469 P.), Robin Kästner (2395 P.), Robin Hohmann (2 386 P.) und Henri Alter (2 275 P.) mit  12 176 Punkten aufgestellt hatten. Alwin J. Wagner hatte als Zielvorgabe eine Leistung von 12 350 Punkte ausgegeben.

Im Blockwettkampf Lauf, bestehend aus dem 100m-Lauf, 80m-Hürdenlauf, Weitsprung, Ballwurf und dem abschließenden 2000m-Lauf waren sowohl Tobias Stang als auch Robin Hohmann in der Lage, den Kreisrekord von 2495 Punkten, den Robin Hohmann am 8. Mai 2010  in Bad Sooden-Allendorf aufgestellt hatte, auf über 2600 Punkte zu verbessern. Doch im Lauf dieser Vielseitigkeitsprüfung marschierter nur noch Tobias Stang in Richtung der neuen Traummarke. Und nach einem sehr guten 2000m-Lauf stand es fest –  Tobias Stang aus Malsfeld, der sich eine Woche vorher mit 12,43 Meter an die Spitze der hessischen Bestenliste im Dreisprung bei den A-Schülern katapultiert hatte, stellte mit 2639 Punkten einen hochkarätigen Kreisrekord auf.  Mit dieser Leistung liegt der vielseitigste Schüler des Schwalm-Eder-Kreises auf Rang zwei in Hessen. Auch Robin Hohmann, der mit 2530 Punkten fünfunddreißig Zähler über seinen Kreisrekord blieb und in der Landesbestenliste Rang fünf einnimmt, lieferte einen starken Mehrkampf ab.

Tobias Stang aber, der zwischen Hoffen, Bangen und Freude schwebte, war der verdiente Sieger in diesem Krimi in fünf Akten. Er sprintete zum Auftakt die 100 Meter in persönlichen Bestzeit. Stand er bisher mit 13,28 Sekunden 0,48 Sekunden hinter Robin Hohmann in der Bestenliste, so konnte er sich auf den letzten fünf Metern von seinem Konkurrenten hauchdünn absetzten und entschied in 12,57 zu 12,64 Sekunden diese erste Entscheidung für sich. Michael Hiob lief 13,21 Sekunden und blieb 0,42 Sekunden unter seiner bisherigen Bestleistung.

Auch in der zweiten Disziplin, dem 80m-Hürdenlauf, zeigte sich Tobias Stang topfit und baute sein knappes Polster von 6 Zählern gegenüber Robin Hohmann auf 75 Punkte aus. Er lief zwar technisch nicht schön über die Hürden, sondern sprang noch viel zu hoch darüber, aber mit 12,56 Sekunden blieb er fast eine halbe Sekunde unter seiner bisherigen Bestmarke. Damit hatte er nach zwei Wettbewerben 1060 Punkte auf dem Konto. Robin Hohmann verfehlte mit 13,99 Sekunden seine Bestzeit nur um einen Wimpernschlag, aber nun war für ihn auch klar, dass die Aufholjagd endlich begonnen werden musste, wenn er noch eine Chance besitzen wollte. Michael Hiob zeigte ein gutes Rennen und blieb eine halbe Sekunde unter seiner Bestleistung. Er hatte nach zwei Wettbewerben 939 Punkte und lag 50 Zähler über seinem bisherigen Rekord.

Im Weitsprung folgte der nächste Knaller von Tobias Stang. Nachdem er mit 5,20 Meter einen Sicherheitssprung absolviert hatte, flog er im zweiten Durchgang bei Gegenwind auf 5,61 Meter und kam so nach drei Übungen auf 1616 Punkte. Ein tolles Zwischenergebnis, denn damit lag er 102 Zähler über seiner alten Höchstleistung und steuerte endgültig die 2600-Punktemarke an. Robin Hohmann hatte Schwierigkeiten mit dem Anlauf; nach zwei Versuchen wurden für ihn nur 4,48 m notiert. Bei seinem letzten Sprung setzte er alles auf eine Karte und landete bei 5,35 Meter. Das brachte für ihn 530 Punkte, so dass er nach drei Wettbewerben 1510 Punkte vorweisen konnte.  Mit dieser Punktzahl lag er 41 Zähler besser als bei seinem Kreisrekord, aber andererseits lag er schon 106 Punkte hinter Tobias Stang zurück. Michael Hiob blieb in dieser Disziplin weit unter Wert.  Dreimal sprang der talentierte Schüler weit vor dem Absprungbalken ab und verschenkte zum Teil mehr als 60 Zentimeter. So kam er nur mit 4,54 Meter in die Wertung und hatte nach drei Übungen 1386 Punkte.

Als vierte Disziplin stand das Ballwerfen auf dem Plan und Tobias Stang setzte das fort, womit er im Weitsprung aufgehört hatte. Mit 65,50 Meter erzielte er die Tagesbestweite, erhielt dafür 496 Punkte und seine Spur wies mit seinen 2112 Punkten deutlich auf die 2600 Punkte. Robin Hohmann stellte mit 60,00 Meter seine Bestleistung ein und hatte nach vier Wettbewerben 1988 Punkte.  Michael Hiob, der bei den Landesmeisterschaften in Bad Homburg 44,00 Meter geworfen hatte, kam in Bebra auf 45,50 Meter und wurde mit 1773 Zählern in der Ergebnisliste geführt.

Der abschließende 2000m-Lauf musste die Entscheidung bringen. Tobias, in diesem Jahr bereits mit 6:48,98 Minuten gestoppt, benötigte eine Zeit um 7:05 Minuten, um die begehrten 2600 Punkte-Grenze zu knacken. Wer meinte, dass der Malsfelder sich das Rennen locker einteilen würde, der kannte Tobias Stang schlecht. Vom Start weg hing er an Robin Hohmann wie eine Klette und ließ sich 1900 Meter nicht abschütteln. Erst auf den letzten 100 Meter, als seine Kräfte nachließen, musste er abreißen lassen. „Aber mit 6:44,01 Minuten lief er noch eine persönliche Jahresbestleistung und hatte allen Grund zur Freude: Mit 2639 Punkten verbesserte er die bisherige Rekordmarke von Robin Hohmann um 144 Punkte. „Die letzten 100 Meter bin ich gar nicht mehr gerannt, sondern habe mich nur noch nach vorne geschoben“, sagte ein erschöpfter, aber glücklicher Tobias Stang fünf Minuten nach diesem Lauf.  Robin Hohmann lief mit 6:39,30 Minuten die Tagesbestzeit und erhielt dafür 537 Punkte, so dass er am Ende auf 2530 Zähler kam. Er lag damit noch 35 Zähler seinen bisherigen Kreisrekord.

Michael Hiob verbesserte sich von 2174 Punkte auf 2266 Zähler, reizte aber im Weitsprung seine Leistungsfähigkeit nicht aus.  „Schade, Michael hat heute einen starken Wettkampf hingelegt. Leider hat er im Weitsprung über 40 Punkte verschenkt, so dass er am Ende auch über 2300 Punkte gekommen wäre“, sagte Alwin J. Wagner.

Im Blockwettkampf Sprint-Sprung, der aus dem 100m-Lauf, 80m-Hürdenlauf, dem Weitsprung sowie dem Hochsprung und dem Speerwurf besteht, gingen mit Henri Alter und Sebastian Ludwig zwei hoch motivierte Mehrkämpfer an den Start. Nach ihren Trainingsergebnissen waren sie in Topform und konnten mit einer Punktzahl von 2450 Punkte plus X rechnen. Bei jedem Wettbewerb sah man ihnen an, wie viel Spaß sie bei dieser Vielseitigkeitsprüfung hatten.

In der Auftaktübung erzielten beide mit 13,22 und 13,45 Sekunden persönliche Bestzeiten. Auch im 80m-Hürdenlauf glänzten beide Nachwuchsathleten mit persönlichen Hausrekorden. Auch beim Weitsprung, der bei Gegenwind ausgetragen wurde, hinterließen Sebastian Ludwig mit 5,30 Meter sowie Henri Alter mit 5,21 Meter einen guten Eindruck. Ihr Zwischenergebnis von 1482 Punkte (Ludwig) und 1447 Punkte (Alter) ließ auf ein Endergebnis um 2450 Punkte hoffen.

Hochsprungtrainer Ulf Ludwig sagte für beide einen guten Hochsprungwettkampf voraus und er sollte Recht behalten, denn sowohl Henri Alter als auch Sebastian Ludwig sprangen sicher über 1,60 Meter und sorgten damit für einen echten Knüller.  Sebastian Ludwig hatte sogar noch ein wenig Pech, als er bereits 1,64 Meter übersprungen hatte, aber mit der Wade die Latte noch abwarf.  Durch dieses hervorragende Hochsprungergebnis blieb zwar der Abstand von 35 Punkten gewahrt, aber mit ihren 2011 bzw. 1976 Punkten hatten sie nun auch berechtigte Aussichten auf eine Mehrkampfleistung von 2500 Punkten und mehr.

Henri Alter und Sebastian Ludwig wussten vor dem abschließenden Speerwerfen, dass Robin Hohmann in seinen 2530 Punkten im Bereich des Möglichen lag.  Bei den ersten beiden Würfen landete der Speer von Henri Alter nur knapp über 41 Meter. Damit war er aber noch nicht zufrieden, denn er wusste, dass er 45 Meter und mehr werfen konnte. Vor dem letzten Durchgang konzentrierte sich der Nordhessenmeister im Speerwerfen länger als sonst und katapultierte den Speer auf 45,68 Meter.  Das brachte ihn in der Mehrkampfwertung nicht nur auf 2585 Punkte, sondern er verbesserte mit diesem Wurf auch seinen Kreisrekord um 1,15 Meter. Sebastian Ludwig bestand diesen Härtetest ebenfalls mit einer persönlichen Bestweite, denn auch er stellte mit 34,42 Meter eine persönliche Bestleistung auf und durfte sich ebenfalls über seinen Rekord von 2535 Punkten freuen.

Die Melsunger Schüler sind für den bevorstehenden fünften internationalen Städtevergleichskampf gegen Pila, der nächsten Samstag in Felsberg im Rahmen des 23. Kreissparkassen-Cups ausgetragen wird, sehr gut gerüstet.  Obwohl die Saison dem Ende zugeht, geht es in der Melsunger Leichtathletik weiter voran.



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