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Melsunger Schülerinnen erreichen ein Unentschieden

Felsberg. Beim fünften internationalen Städtevergleichskampf der Schülerinnen zwischen Melsungen und Pila (Polen), der im Rahmen des 23. Kreissparkassen-Cups zum ersten Mal in Felsberg ausgetragen wurde, überzeugten die Mädchen aus Melsungen mit guten  Leistungen. Durch den Ausfall von Janina Rohde, die zur gleichen Zeit in Berlin den Titel einer deutschen Schülermeisterin im Schleuderballwerfen erringen konnte, musste das MT-Team auf eine ihrer Leistungsträgerinnen verzichten. So war man am Ende mit einem unentschieden zufrieden. Viele Zuschauer, darunter der Bundestagsabgeordnete der CDU, Bernd Siebert aus Gudensberg, Sportkreisvorsitzender Ullrich Manthei (Guxhagen) und Bürgermeister Dieter Runzheimer (Melsungen) erlebten bei etwas zu kühlem Herbstwetter eine hochmotivierte Melsunger Mannschaft, die keinen einzigen echten Ausfall zu verkraften hatte.

Nach dem Einmarsch beider Mannschaften in das Felsburgstadion zu Felsberg und dem Abspielen der Nationalhymnen wurde dieser Städtevergleich mit dem Hochsprung der Schülerinnen eröffnet. Dieser Auftakt  war gleich recht stimmungsvoll, denn Katharina Wagner übersprang bis auf wenige Ausnahmen jede Höhe bis 1,52 Meter im ersten Versuch und scheiterte erneut nur knapp an 1,56 Meter. Damit hatte das Team aus Melsungen den Auftaktwettbewerb erwartungsgemäß gewonnen. Die Gäste aus Pila traten nur mit einer Springerin an. Aber Anna Buchajczyk übersprang nach anfänglicher Unsicherheit 1,44 Meter und belegte damit Rang zwei vor Stefanie Klein, die ihre Bestleistung von 1,40 Meter einstellte. Katharina Wagner, die sich auch im Hochsprung zu einer festen Größe entwickelt hat, verhalf mit Stefanie Klein der Melsunger Mädchenauswahlmannschaft  zur ersten Führung mit sieben zu drei Punkten

Gleich mit ihrem ersten Wurf hatte Agata Rolinska aus Pila das Ballwerfen entschieden. Die von ihr vorgelegten 43,00 Meter hielten allen Angriffen stand. Franziska Sommerlade sicherte sich mit guten 38,00 Meter den zweiten Platz. Nicht eingeplant war der vierte Platz von Karolin Siebert, die mit 30,00 Meter gegenüber  Katarzyna Mrotek aus Pila (33,00 Meter) überraschend den kürzeren zog. So verkürzten die Gäste und lagen nach zwei Wettbewerben mit zehn zu elf nur noch einen Punkt zurück.

Im 100 Meter-Sprint spielte Katharina Wagner ihre Schnelligkeit aus und zog unwiderstehlich auf der zweiten Hälfte der Konkurrenz davon. Mit 13,45 Sekunden siegte sie souverän vor Agata Rolinska (13,77 Sekunden) und Paulina Plewa (13,89 Sekunden).  Leider verlor Karolin Siebert beim Start den Anschluss und lief in 14,23 Sekunden diesem Trio hinterher. So gab es in diesem Wettbewerb nur ein sechs zu fünf für Melsungen, so dass es nach drei Übungen 17 zu 15 für die Gastgeberinnen stand.

Vom Ziel weg liefen die Mädchen unmittelbar zum Weitsprung. Dass es so spannend werden würde, hatte niemand gedacht, denn Katharina Wagner, die bisher den Hochsprung und den Sprint gewonnen hatte, wollte auch im Weitsprung vorne sein. Aber – ohne sich einspringen zu dürfen – trat die sich immer noch großartiger Form befindliche vielseitige Melsunger Athletin ihre ersten drei Sprünge über. So musste der letzte Sprung die Entscheidung bringen. Die beiden Polinnen Karolina Sobkowska (4,73 Meter) und Paulina Plewa (4,71 Meter) strebten nämlich einen Doppelsieg für Pila an. Stefanie Klein lag mit 4,62 Meter auf Rang vier. Katharina lief bei ihrem letzten Versuch wie immer schnell an, traf den Absprungbalken nicht richtig, landete aber dennoch bei 5,17 Meter. Damit holte sie sich ihren dritten Tagessieg und avancierte zur erfolgreichsten Punktesammlerin im Melsunger Team. Die Melsunger Schülerinnen konnten ihren Vorsprung wieder um einen Punkt ausbauen und führten nun mit 23 zu 20 Punkten.

Der 800 Meter-Lauf als fünfter Wettbewerb sollte zu einem weiteren Höhepunkt dieses Vergleichskampfes werden, denn mit Sandra Szpott hatten die Gäste aus Pila  eine Schülerin nominiert, die die 1000 Meter in diesem Jahr bereits unter 3:12 Minuten gelaufen war.  Auch über 800 Meter war sie im Stande Zeiten zwischen 2:20 und 2:25 Minuten zu laufen. Melsungen stellte mit Karolin Siebert die hessische Schülerhallenmeisterin dagegen. Sandra Szpott ließ vom Start weg nichts anbrennen und legte los wie die Feuerwehr. In 70 Sekunden wurde die erste Runde gelaufen. Für Karolin Siebert schien das Anfangstempo zu hoch, denn sie folgte mit einigem Abstand.  Die Schülerin aus Pila spürte, dass sie sich nicht von Karolin Siebert absetzen konnte, obwohl sie das hohe Tempo über 600 Meter halten konnte. Als die beiden hoffnungsvollen Mittelstrecklerinnen auf die Zielgerade einbogen hatte Karolin nur noch zwei Meter Rückstand.  Fast alle Zuschauer im Felsburgstadion konzentrierten sich nun auf den spannenden Zweikampf in diesem 800 Meter-Finish.  Auf den letzten 80 Metern schob sich Karolin Zentimeter an Zentimeter an Sandra Szpott heran und lief auf den letzten 20 Meter sogar an ihr vorbei. Aber das war noch nicht der Sieg, denn auf den letzten beiden Metern legte die kleine Polin alle Reserven frei und fing Karolin noch auf der Ziellinie ab. Während Sandra Szpott für ihren ersten Platz mit 2:26,24 Minuten fünf Punkte für Pila sicherte, erhielt Karolin Siebert für ihre 2:26,50 Minuten drei Zähler. Auf den dritten Platz kam Agata Szczepaniak nach 2:37,29 Minuten ins Ziel. Julia Klute, die nach einer einwöchigen Klassenfahrt in der Nacht aus London zurückkehrte, wurde als Vierte in 2:50,96 Minuten gestoppt.

Nach fünf Wettbewerben stand es plötzlich 27 zu 27.  Da nur noch das Kugelstoßen und die abschließende 4×100 Meter-Staffel auf dem Programm stand, befürchtete man im Melsunger Lager schon eine Niederlage, da mit Janina Rohde, die absolute Leistungsträgerin im Kugelstoßen fehlte.  Und so kam es wie es kommen musste: Paulina Plewa gewann diesen Wettbewerb mit 8,67 Meter. Stefanie Klein versuchte zwar alles, aber mit 8,61 Meter kam sie nur bis auf sechs Zentimeter an das Mädchen aus Pila heran.  Da Franziska Sommerlade (7,25 Meter) hinter Karolina Sobkowska (7,84 Meter) zurück blieb, lagen plötzlich die Mädchen aus Pila mit 34 zu 31 Punkten in Führung.

Vor der abschließenden 4×100 Meter-Staffel, bei der der Sieger sieben und der Verlierer vier Punkte bekam, war jedem klar, dass die Melsunger Schülerinnen zum ersten Mal diesen Vergleichskampf nicht mehr gewinnen konnten.  Bei einem Sieg wäre noch ein Remis möglich gewesen, aber die Polinnen hatten bis auf Katharina Wagner die besseren Sprinterinnen in ihren Reihen.

Die Melsunger Startläuferin lief sehr stark an und hatte bereits im Scheitelpunkt der Kurve die gesamte Kurvenvorgabe von der vor ihr laufenden Martyna Rycek eingeholt. Auf dem letzten 30 Metern schien Katharina Wagner förmlich Flügel bekommen zu haben, denn sie nahm ihrer Konkurrenz aus Polen noch einige Meter ab. Da auch der  Wechsel zu Stefanie Klein klappte, hatte das Melsunger Quartett einen guten Vorsprung heraus gelaufen, obwohl mit Paulina Plewa Pilas zweitschnellste Schülerin lief. Auch nach dem zweiten Wechsel zu Karolin Siebert führte das Melsunger Team noch klar, aber bei Pila sollte als Schlussläuferin Agata Rolinska laufen, die im 100 Mete-Sprint den zweiten Platz belegt hatte. Franziska Sommerlade wurde mit sieben Metern Vorsprung auf die letzten 100 Meter geschickt. Die Situation für die MT-Schülerinnen schien recht bedrohlich zu werden, denn die antrittschnelle polnische Schlussläuferin kam immer näher. Franziska Sommerlade ließ sich nicht beeindrucken und  zog ihren Lauf durch. So siegte das MT-Quartett in 53,73 Sekunden gegenüber 54,09 Sekunden und erreichte in der Endabrechnung noch ein gerechtes Unentschieden mit 38 zu 38. (ajw)



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