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DGB-Jugend Nordhessen für Fortführung der Ausbildungsverbünde

Nordhessen. Die hessische Landesregierung verzichtet in Zukunft auf die weitere Förderung der Ausbildungsverbünde. In der Region Nordhessen werden somit in kleinen und mittleren Betrieben ohne eigene Lehrwerkstätten in den kommenden Jahren Hunderte von Ausbildungsplätzen wegfallen. „Minister Posch ist offensichtlich damit überfordert, die Statistiken zu lesen“, sagt André Schönewolf, Jugendbildungsreferent des DGB Nordhessen. „Er behauptet, dass keine zusätzlichen Ausbildungsplätze geschaffen werden müssen und vergisst dabei die über 10.000 hessischen Jugendlichen, die im vergangenen Jahr leer ausgegangen sind und in Warteschleifen hingehalten werden.“

Für kleine Betriebe ist die Verbundausbildung ein ideales Instrument um selbst ausbilden zu können. „Dass Posch damit Dutzende Ausbildungsplätze vernichtet zeugt von wirtschaftlicher Inkompetenz und mangelnder Kenntnis der Realitäten auf dem Ausbildungsmarkt“, so André Schönewolf. Damit ersticke man bereits früh die Hoffnung von Jugendlichen auf eine vernünftige berufliche Ausbildung. Die Lage der Jugendberufshilfeträger in der Region verschärfe sich zusehends – ganze Ausbildungswerkstätten in Kassel und in Hersfeld-Rotenburg stehen auf der Kippe. „Posch jammert am Lautesten über den Fachkräftemangel und trägt gleichzeitig kräftig dazu bei“, kritisiert der Gewerkschafter.

Das neue Programm „Ausbildungsstellen für Hauptschüler/innen“ sei zwar zu begrüßen, jedoch nütze diese Maßnahme nichts, wenn an anderer Stelle Ausbildungsplätze dem Sparzwang zum Opfer fallen. „Weil sich die Landesregierung nicht um die Jugendarbeitslosigkeit kümmert, versucht Minister Posch auf durchsichtige Art und Weise, Jugendliche gegeneinander auszuspielen“, sagt André Schönewolf. Wer in der Nachwuchsförderung mit der Elitenförderung der Wiesbadener European Business-School klassische schwarz-gelbe Klientelpolitik betreibe, dürfe sich nicht wundern, wenn am Ende für die Förderung einer zukunftsfähigen, regionalen Ausbildungsmarktpolitik nichts übrig bleibt. (red)



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