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MT Melsungen empfängt SG Flensburg/Handewitt

Kassel/Melsungen. Den Auftakt in der Reihe der Hochkaräter, die Handball-Bundesligist MT Melsungen in der Rückrunde vor heimischem Publikum empfängt, macht die SG Flensburg/Handewitt. Anwurf in der Kasseler Rothenbach-Halle ist am Sonntag, 26. Februar, um 17.30 Uhr. Tickets sind auch noch an der Tageskasse erhältlich. Die Rückrunde der MT Melsungen hat es gewaltig in sich. Alle fünf Teams der derzeitigen ”Top-Five”  der TOYOTA Handball-Bundesliga geben noch ihre Visitenkarte in Kassel ab. Schon das Heimspiel am Sonntag beschert den nordhessischen Fans einen absoluten Leckerbissen: Die SG Flensburg/Handewitt reist nicht nur mit der Empfehlung eines Tabellenvierten und frischgebackenen Europapokal-Viertelfinalisten an, sondern gleichzeitig auch mit fünf aktuellen Goldmedaillen-Gewinnern von der Anfang des Jahres ausgetragenen Europameisterschaft. Zudem stehen mit Lars Kaufmann und Holger Glandorf auch zwei aktuelle deutsche Nationalspieler in den Reihen der SG.

Ende Januar holten Thomas Mogensen, Anders Eggert, Lasse Svan Hansen, Michael Knudsen und Sören Rasmussen mit Dänemark den EM-Titel, jetzt wollen sie mit Flensburg auch in der Bundesliga und im Vereins-Europapokal möglichst hoch hinaus. Die Spur auf der internationalen Bühne ist gelegt, mit einem Heimsieg über FTC-PLER Budapest machte das Team von Trainer Ljubomir Vranjes letzte Woche den Weg ins Viertelfinale des Pokalsiegerwettbewerbs frei. Im DHB-Pokal steht sogar der Einzug ins FinalFour unmittelbar bevor – ein Sieg gegen Zweitligist TV Neuhausen dürfte nur Formsache sein. In die Bundesligarückrunde hingegen starteten die Fördestädter durchwachsen. In Lemgo setzte es eine Niederlage, auf die zuhause gegen Göppingen ein knapper Sieg folgte. Der soll nach dem Willen der SG-Verantwortlichen am Sonntag in Kassel mit einem weiteren doppelten Punktgewinn bestätigt werden.

Die Statistik spricht für Flensburg
Nach der Statistik urteilend, müsste das den Nordlichtern gelingen. Denn in den sieben Jahren gemeinsamer Erstligazugehörigkeit zog die MT stets den Kürzeren. Erschwerend kommt am Sonntag auf Seiten der Gastgeber hinzu, dass Trainer Michael Roth gleich auf drei Stammkräfte verzichten muss. Kreisläufer Anton Mansson fällt nach Innenbandanriss im Knie vier bis fünf Wochen aus, Spielmacher Patrik Fahlgren hat seinen Unterarmbruch noch längst nicht auskuriert und jetzt muss auch noch Linksaußen Michael Allendorf die Segel streichen. Das ärgert die Akteure natürlich sehr. Besonders aber fuchst es den Regisseur, dass er heute nicht mit auflaufen kann. Denn Patrik Fahlgren trug vor seinem Wechsel nach Melsungen bekanntlich zwei Jahre lang das Trikot der SG Flensburg/Handewitt.

Michael Roth:  ”Wir sind in Alarmbereitschaft!”
”Dadurch dass jetzt auch noch Michael Allendorf ausfällt, fehlen mit ihm, Mansson und Fahlgren schon drei Spieler, die normalerweise in der sogenannten ‘Ersten Sechs’ auf dem Feld stehen”, weist Michael Roth auf das Ausmaß der derzeitigen Verletztenmisere hin. ”Da müssen wir noch enger zusammenrücken und die Spiele noch mehr über den Kampf angehen. Dass wir scheinbar auch ausweglose Situationen meistern können, hat die Mannschaft ja bewiesen. Nun wartet mit Flensburg natürlich nochmal ein ganz anderes Kaliber auf uns, als zuletzt in Gummersbach. Dennoch wollen wir nicht von vornherein die Flinte ins Korn werfen. Man muss eben auch an sich glauben. Denn selbst solche Spiele mit offensichtlich eindeutiger Zuordnung von Außenseiter- und Favoritenstatus müssen erst einmal gespielt werden. Dabei setzten wir natürlich auch stark auf die Handball-Fans der Region, die die MT als einzigen Nordhessenvertreter in der höchsten deutschen Spielkalsse unterstützen. Klar, wenn wir außer den beiden Punkten gegen Hildesheim auch noch die gegen Gummersbach geholt hätten, wären wir jetzt schon einen ganzen Schritt weiter. So aber müssen wir nach hinten schauen und aufpassen, dass wir den Abstiegsrängen nicht noch näher kommen. Es herrscht bei uns zwar noch kein Alarm, aber wir sind in Alarmbereitschaft”, skizziert der MT-Coach die Lage vor diesem 21. Spieltag.

Michael Allendorf – angerissenes Band macht Pause notwendig
Jetzt ist das eingetreten, was zu befürchten war: Michael Allendorf muss pausieren. Und zwar sofort. ”Ein Band unter der Fußsohle ist angerissen, jetzt hilft nur noch ein strikte Sportpause”, erläutert Mannschaftsarzt Dr. Gerd Rauch. Die könne sich über vier Wochen, eventuell auch länger hinziehen. Eine Operation hingegen sei nicht notwendig, so der Orthopäde. Die Verletzung hatte sich der Linksaußen schon Ende der Hinrunde  zugezogen und danach den Fuß nur eingeschränkt belasten können. Auch im Trainingslager auf Fuerte Ventura war Zurückhaltung angesagt. Zu den Spielen aber biss er jeweils auf die Zähne, wollte der Mannschaft in der derzeit ernsten Situation unbedingt helfen. ”Insgeheim hatte ich gehofft, dass es schon nach der EM-Pause besser gehen würde. Doch das war leider nicht der Fall. Die Schmerzen wurden in letzter Zeit unerträglich”, zeigt sich Michael Allendorf enttäuscht. Da hilft jetzt auch kein Auf-die-Zähne-beissen mehr.

Gestern Reservist – heute Stammspieler
Die Verletztenmisere der MT beschert andererseits den bisherigen Reservespielern auf einmal ungekannte Einsatzzeiten. Des einen Leid, des anderen Freud. Zum Beispiel Michael Schweikardt, der im mittleren Rückraum Spielmacher Patrik Fahlgren ersetzt und diesen Part seitdem sehr ordentlich ausgefüllt hat. Oder auch Christian Zufelde, der nun auf Linksaußen für Michael Allendorf in die Bresche springen muss. ”Ich habe immer gesagt, dass wir vor einer langen, kräftezehrenden Saison stehen und jeden Akteur brauchen werden”, so Michael Roth. Der Coach erwartet von allen Spielern Einsatzbereitschaft zu jeder Zeit – ”was die auch sehr gut umsetzen”, bescheinigt Roth seinen Schützlingen professionelles Verhalten. Noch ganz neu im Kader, weil erst vor zwei Wochen als ”Back-up-Spieler” blitzverpflichtet, ist Predrag Dacevic. Aber auch der wird jetzt schon gebraucht. Der Allrounder könnte im Spiel gegen Flensburg etwa den Abwehrpart vom ausgefallenen Anton Mansson übernehmen. Ob er den auch vorne am Kreis vertreten und dadurch Felix Danner entlasten kann, ist eine weitere, noch zu prüfende Option für den Serben.

Schiedsrichter in Kassel
Martin Harms/Jörg Mahlich (Biederitz / Stendal); Spielaufsicht: DHB-Schiedsrichterwart Peter Rauchfuß

Tickets/Verkehrssituation
Der Vorverkauf zu diesem Handball-Knüller ist gut angelaufen. Karten gibt es in den bekannten Vorverkaufsstellen (unter anderem im Shop ”Regionale Geschenke” in der KÖ-Galerie Kassel, Montag bis Freitag von 10 bis 20 Uhr), aber auch definitiv noch am Sonntag an der ab 16 Uhr geöffneten Tageskasse der Rothenbach-Halle. Empfehlenswert ist es, bei der Anreise möglichst öffentliche Verkehrsmittel zu nutzen, auf jeden Fall aber frühzeitig den Weg zur Halle anzutreten. In den Bussen und Bahnen der KVG gilt die MT-Eintrittskarte übrigens als Kombiticket für die kostenlose Beförderung; von der Haltestelle am Auestadion bis zur Rothenbach-Halle ist zudem ein Shuttle-Service eingerichtet. Aufgrund der zeitgleich stattfindenden Frühjahrsausstellung sind die Parkplätze rund um das Messegelände stark frequentiert. (Bernd Kaiser)



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