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MT Leichtathleten beendeten Hallensaison mit vier Siegen

Dortmund/Melsungen. Wer sich in die Hallenbestenliste 2012, die nach dem letzten Meeting in Dortmund abgeschlossen wurde, neu einordnen wollte, der suchte beim 51. Hallensportfest des B.V. Teutonia Lanstrop seine letzte Chance. Die Dortmunder Helmut-Körnig-Halle scheint für die Nachwuchsathleten der MT 1861 Melsungen ein außerordentlich gutes Pflaster zu sein, denn während in der benachbarten Westfalenhalle die weltbesten Tischtennisspieler ihre Meister ermittelten und Zuschauermagnet Timo Boll über 5000 Tischtennisfans anlockte, beendeten die Melsunger Leichtathleten die Hallensaison 2011/12 mit vielen Bestleistungen und vier Siegen. Vor allem Lisa Arend bei den Frauen, Victoria Mand in der U20 sowie Jan Ullrich in der U18 imponierten mit drei Siegen im Kugelstoßen. 

Mit Karolin Siebert, der zweifachen hessischen Vize-Hallenmeisterin, hatte das Melsunger Team auch auf der Laufstrecke eine feste Größe. Die 15-Jährige siegte in einem spannenden Wettbewerb über 400 Meter in bemerkenswerten 61,40 Sekunden. Allerdings hatte sie mit Pia-Sophia Kremer aus Aachen eine starke Gegnerin, denn die Sechste der Nordrhein-Hallenmeisterschaften aus Aachen lief im Vorjahr 60,48 Sekunden und war um acht Hundertstelsekunden schneller als das Melsunger Mittelstrecken-Ass. Spannung war deshalb vor diesem Rennen über zwei Hallenrunden angesagt. Pia-Sophia Kremer lief die erste Runde sehr schnell an, aber Karolin Siebert konnte das Tempo mithalten. Nach 29 Sekunden hatten die beiden Führenden die ersten 200 Meter zurückgelegt, und Karolin Siebert zeigte mit dieser Zwischenzeit, dass sie ihren 200m-Lauf, den sie eine Stunde vorher absolvierte gut verkraftet hatte.  Diese eine Hallenrunde legte die 15-Jährige in 27,60 Sekunden zurück und egalisierte damit ihre Bestzeit, die sie am 12. November 2011 in Erfurt aufgestellt hatte. Kontrolliert laufend kam sie nach der zweiten Kurven beim Einbiegen auf die Innenbahn an die führende Position, die sie bis zum Schluss nicht mehr abgab. Sie untermauerte damit ihre augenblickliche Vormachtstellung und siegte nach einem packendem Finish in 61,40 Sekunden vor Pia-Sophia Kremer (61,55 Sek.) und Alina Neumann (Bayer Leverkusen), die als Dritte in 62,97 Sekunden gestoppt wurde.

Zu Beginn der Veranstaltung wurde im Kugelstoßen aus einem erwarteten Zweikampf zwischen Lisa Arend und ihrer Trainingspartnerin Victoria Mand (U20) ein überraschender Dreikampf. Denn mit der 19-jährigen Andrea Pütz vom Team Voreifel war eine weitere Athletin in der Lage, an die 10m-Marke zu stoßen. Am Ende setzte sich Lisa Arend als Siegerin in der Frauenklasse mit 9,65 Meter durch. Victoria Mand siegte in der U20 mit 9,51 Meter vor Andrea Pütz, die auf 9,40 Meter kam. Trotz dieses Erfolges war Alwin J. Wagner mit diesem Ergebnis nicht ganz zufrieden. „Vom Vermögen haben sowohl Lisa als auch Victoria 10m-Weiten drauf“, sagte der Trainer, der sich aber über ihre verbesserte Grundschnelligkeit freuen konnte.  Mit 8,71 Sekunden über 60 Meter belegte Lisa Arend Rang drei bei den Frauen. Victoria Mand belegte sogar mit persönlicher Bestzeit von 8,83 Sekunden hinter der Niederländerin Nathalie de Vries (7,72 Sek.) den zweiten Platz.

Gut in Form präsentierte sich auch Tobias Stang. Obwohl die 200 Meter in der Halle ihre eigenen Gesetze haben, denn die Innenbahnen sind zu eng und die Außenbahnen zu sehr Berg und Tal, verbesserte sich der Malsfelder im 200m-Lauf auf 24,79 Sekunden und belegte einen unerwarteten zweiten Platz. Jan Ullrich, der auf einen Kurs um 25,50 Sekunden lag, ging 40 Meter vor dem Ziel die Puste aus, so dass er als Siebter nach 26,13 Sekunden die Ziellinie erreichte. Dennoch blieb er 0,2 Sekunden unter seiner alten Bestzeit, die er im Januar in Stadtallendorf aufgestellt hatte.  Zwei Stunden später imponierte Tobias Stang über 400 Meter und beeindruckte mit seiner kämpferischen Einstellung. Kurz nach der ersten Runde, die er in 26,5 Sekunden lief, lag er noch hinter Tim Taddey. Aber der zwei Jahre ältere Leverkusener wurde Opfer seines schnellen Beginns. Tobias Stang lief nach 300 Meter mit Riesenschritten an ihm vor und siegte im ersten von zwei Zeitläufen in 54,59 Sekunden. Der Jubelschrei von Vater Helmut, der auf den Zuschauerrängen saß,  war im weiten Rund deutlich zu hören. Im zweiten Zeitlauf der U20 musste sich Rainer Gardeweg – ebenfalls TSV Bayer 04 Leverkusen – schon mächtig strecken, um den MT-Viertelmeiler vom ersten Platz in der Gesamtwertung fernzuhalten.  Mit letzter Energie sicherte sich Gardeweg in 54,14 Sekunden den Gesamtsieg.

Obwohl Jan Ullrichs Beine nach dem 200m-Langsprint schon schwer waren, verbesserte er sich  über 60 Meter auf 7,80 Sekunden und qualifizierte sich hinter Derrik Sabau aus Engelskirchen  (7,78 Sekunden) für das Finale. „Mit der Zeit war ich zufrieden“, erklärte Jan Ullrich und verzichtete auf das 60m-Finale der U18.  Im Kugelstoßen überraschte der Vorjahresschüler mit seiner Steigerung auf 11,50 Meter. Es war nicht nur der Sieg, sondern auch eine neue Bestleistung für den schnellkräftigen Jugendlichen.

Auch Celine Kühnert wusste in Dortmund zu gefallen.  Die amtierende hessische Jugendmeisterin im Dreisprung unterbot ihre bisherige 200m-Bestzeit von 29,42 Sekunden auf 28,90 Sekunden und wurde damit Vierte.  Anschließend ließ sie im Weitsprung eine gute Serie mit vier Sprüngen über 4,80 Meter folgen.  Mit 4,89 Meter sprang sie hinter Aniela Hünerjäger aus Plettenberg (4,94 m) auf den zweiten Platz und verdrängte Nathalie de Vries aus den Niederlande um fünf Zentimeter auf Rang drei. Bei einem Trainingsaufwand von drei Trainingseinheiten in zwei Wochen sind diese Leistungen hervorragend. Wenn man sich vor Augen hält, dass andere Jugendliche in diesem Alter bereits fünf- bis sechsmal in der Woche trainieren.

Gute Leistungen zeigten auch die beiden U14-Schülerinnen Hanna Steuber und Kim Hagemann. Hanna Steuber qualifizierte sich nach 9,10 Sekunden über 60 Meter für das Finale der schnellsten Mädchen in der Altersklasse W13, wo sie mit 9,25 Sekunden Rang sechs belegte. Im Weitsprung landete die talentierte Schülerin aus Beiseförth mit 4,17 Meter auf den siebten Platz.

Einen noch stärkeren Eindruck hinterließ die ein Jahr jüngere Kim Hagemann. Die Zwölfjährige lief bei ihrem ersten Start im MT-Trikot im 60m-Sprint der W12 ihrer Konkurrenz auf und davon und qualifizierte sich nach sehr starken 9,00 Sekunden für das Finale, wo sie hinter der Niederländerin Pleun Grevers (8,87 Sek.) und Stina Kissing aus Kamen (9,01 Sek.) in 9,15 Sekunden den dritten Rang belegen konnte. Zwischen dem Vor- und Endlauf absolvierte sie noch den Weitsprungwettbewerb und erreichte mit starken 4,00 Meter ebenfalls den dritten Platz.

Zum Abschluss des vierstündigen Hallenmeetings fand sich zum 800m-Lauf der weiblichen Jugend B (U18) ein illustres Feld ein. Ines Triphaus aus dem niedersächsischen Ankum mit einer Bestzeit knapp über 2:20 Minuten, Aniela Hünerjäger aus Plettenberg, die unter 2:30 Minuten laufen konnte und Sara Eichelberg aus Werl, die in der Lage war, die vier Hallenrunden unter 2:40 Minuten zurückzulegen. Sytske Onstein aus den Niederlanden lief in Dortmund zum ersten Mal die 800 Meter in der Halle.  Julia Klute aus Schwarzenberg hatte den Auftrag eine neue persönliche Bestzeit zu laufen. Dabei sollte sie die acht 100m-Abschnitte jeweils in 20 Sekunden zurückzulegen und somit eine Endzeit von 2:40 Minuten zu laufen. Ihre Bestzeit von 2:44,56 Minuten hatte sie am 18. Dezember 2011 in dieser Halle aufgestellt.

Während sich Triphaus unmittelbar nach dem Startschuss vom restlichen Feld absetzte, hatte Julia Klute keinen Blick für die Konkurrenz, sondern nur ein Ohr für „ihre Helfer“ neben der Bahn, die sie mit Zwischenzeiten fütterten.  Julia Klute lief wie ein Uhrwerk und hielt die vorgegebene Marschroute ein.  So lag sie nach der ersten Runde (40 Sekunden)  abgeschlagen auf den letzten Platz.  Nach der Hälfte der Strecke hatte sie mit 80 Sekunden bereits Kontakt zu der Jugendlichen aus den Niederlanden herstellen können.  Und nach 600 Meter (2:00 Minuten) spürte bereits Sara Eichelberg ihren Atem im Nacken.  Auf der Zielgeraden überlief Julia Klute die Jugendliche aus Werl und erreichte nach diesem guten Lauf  in 2:40,59 Minuten als Dritte das Ziel. (ajw)



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