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Sechs Titel für Melsunger Leichtathletik-Nachwuchs

janina-rohde_090929Guxhagen/Melsungen. Bei den Kreis-Mehrkampfmeisterschaften der Schüler und Schülerinnen A und B, die am Wahlsonntag in Guxhagen ausgetragen wurden, sahnten die ersatzgeschwächten Nachwuchsathleten der MT 1861 Melsungen immer noch sechs Titel ab. Bei den Schülern setzte sich erwartungsgemäß Martin Proksch im Vierkampf der M15 durch. Das lag zum einen daran, dass sein größter Widersacher Robin Kästner nach dem Weitsprung den Mehrkampf aufgab, zum anderen auch, dass in dieser Klasse die guten Schüler aus Geismar und Spangenberg fehlten.  Martin Proksch lief die 100 m in 12,6 Sekunden, sprang 5,01 Meter weit und ließ die Kugel nach 9,47 Meter wieder Berührung mit der Erde aufnehmen. Im abschließenden Hochsprung überquerte er 1,57 m und kam somit auf 1965 Punkte.  „Schade, ich hatte fest mit einer Leistung über 2000 Punkten gerechnet, aber mir fehlten die Gegner“, sagte Martin, der den einen Tag vorher in Melsungen stattfindenden Wettbewerb im Dreisprung noch in den Beinen spürte.

Ohne die großen Favoriten Raphael Strube (Spangenberg) und Moritz Lampe (Geismar) und die Außenseiter Tobias Stang und Robin Hohmann (beide MT Melsungen), war in der M14 der Weg frei für Marco Laubach (Spangenberg), der auch die Gunst der Stunde zu nutzen wusste und mit 1986 Punkten überzeugen konnte.  Henri Alter, der nach drei Wettbewerben mit 1170 zu 1203 Punkten hinter Michael Hiob auf Rang drei lag, machte im Hochsprung wertvolle Punkte gut und übertrumpfte noch Michael Hiob (1614 Punkte) um neun Zähler. Obwohl Michael Hiob mit 1,37 Meter persönliche Bestleistung sprang, konnte er gegen die 1,45 Meter von Henri Alter nichts mehr ausrichten.

jan-ullrich-090929Der Mehrkampf der B-Schüler in der Altersklasse der M13 war eine Farce. Als einziger Wettkämpfer trat Jan Ullrich an.  Wo waren die Jungen in dieser Altersklasse?  Lag es am Termin oder waren die Schüler bereits wettkampfmüde?  Jan Ullrich versuchte sein Bestes und lief die 75m in 10,2 Sekunden, sprang 4,62 Meter weit und warf den Ball auf 45,50 Meter. Das ergab im Dreikampf 1307 Punkte.

Bei den A-Schülerinnen setzten die Melsunger Mädchen die Akzente. In der W15 überzeugte Celine Kühnert mit 13,6 Sekunden über 100 Meter und 4,53 Meter im Weitsprung. Da sie beim Hochsprung (1,19 m) und im Kugelstoßen (7,18 m) im Rahmen ihrer Möglichkeiten blieb, gewann sie diese Vielseitigkeitsprüfung mit 1713 Punkten und hatte vor Lena Reith (Chattengau) 63 Punkte Vorsprung.  Auf Rang drei Saskia Scholl aus Borken, die auf 1584 Punkte kam.

Noch überlegener gewann in der W14 Katharina Wagner ihren Vierkampf.  Mit 1962 Punkten setzte sie sich souverän gegenüber Diana Festor aus Borken (1739 Punkte) und Stefanie Klein (1703 Punkte) durch.  Während Katharina mit 13,3 Sekunden über 100 m, 4,73 m im Weitsprung, 9,52 m im Kugelstoßen und 1,45 m im Hochsprung jeweils die besten Tagesergebnisse ablieferte, überzeugte Stefanie Klein mit der neuen Bestleistung von 1,41 m im Hochsprung.  Selbst Franziska Sommerlade, bei der ein erhebliches Trainingsdefizit erkennbar war, blieb mit 1599 Punkten vor der in der Vorschau angekündigten Favoritin Rabea Pöppe aus Spangenberg, die nur auf 1564 Punkte kam.

Bei den B-Schülerinnen überzeugte die zwölfjährige Janina Rohde zunächst als Dreikampfsiegerin mit 1402 Punkten und anschließend auch noch im Vierkampf mit 1828 Punkten. Damit lag sie im Vierkampf fast 300 Punkte vor  der Zweitplatzierten Hannah Reith (Chattengau) und Laura Rasch (Guxhagen). Mit 10,9 Sekunden zeigte sich die talentierte Mehrkämpferin nun auch im Sprint verbessert.  Einen guten Eindruck hinterließ auch Johanna Gliesing, die bei ihren ersten Hochsprungwettkampf 1,29 Meter überspringen konnte.

„Veranstaltungen, wie diese, schrecken die Jungen und Mädchen ab“, sagte eine Mutter, die die Organisation in Guxhagen mit „ungenügend“ beurteilte. Beim nächsten Mal werden noch weniger Jungen und Mädchen anwesend sein, prophezeite sie. Wenn die Mädchen aller vier Altersklassen in einen Wettbewerb gesteckt werden, obwohl andere Wettkampfanlage frei waren,  dann darf man sich nicht wundern, wenn der Hochsprung der Schülerinnen über zwei Stunden dauerte. Das langweilte die Mädchen, die schon früh ausgeschieden waren und anschließend über 120 Minuten auf den nächsten Wettbewerb warten mussten, genauso wie die Schülerinnen, die erst nach 90 Minuten den Wettkampf  aufnahmen.  Auf der anderen Seite mussten die Jungen, die drei Wettbewerbe absolviert hatten,  lange auf den Hochsprung warten und waren erst gegen 15 Uhr mit ihrem Vierkampf fertig.  Diese Organisation war keine Meisterleistung und vor allem keine Werbung für die Leichtathletik. (ajw)



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