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Auf dem Sprung ins Nationalteam

Vier WfbM-Handballer stehen im Trainingskader

Schwalmstadt-Treysa. Vier Handballspieler der Hephata-Werkstätten für Menschen mit Behinderung (WfbM), der Hephata Diakonie in Schwalmstadt Treysa, gehören zum Trainingskader der Deutschen Handball-Nationalmannschaft für die „Special Olympics World Games“ 2011 in Athen. Bis Ende des Jahres kämpfen sie um einen Stammplatz im zwölfköpfigen Team.  „Der erste Schritt ist getan, mal sehen, was in Bremen passiert“, sagt Patricia Odriozola, Trainerin und Sportkoordinatorin der WfbM. Bremen ist wichtig. Vom 14. bis 19. Juni finden dort die „Special Olympics National Games“ statt. 4.000 Athletinnen und Athleten aus ganz Deutschland tragen dann 21 Sommer-Sportarten aus. Hephatas Handballer gehen als Vizemeister ins Rennen.

Doch geht es in Bremen nicht nur um die Nationale Meisterschaft, es geht auch um die Plätze in der Nationalmannschaft. Nach den Spielen wird der 20-köpfige Trainingskader feststehen, der sich gezielt auf die Weltspiele der „Special Olympics“ vorbereitet. Fünf Trainingswochenenden sind in diesem Jahr dafür vorgesehen, so Patricia Odriozola. Danach werden erst die zwölf endgültigen Spieler benannt, die Deutschland in Athen vertreten werden. Dass René Krüger (28), Marco Roth (28), Marcel Schreck (20) und Reinhard Wiemhöner (46) schon jetzt in den Trainingskader berufen wurden, noch bevor das Turnier in Bremen stattgefunden hat, ist ein überraschendes und sehr gutes Ergebnis. Denn eigentlich sollten die Nominierungen erst danach bekannt werden. „Für die Spieler ist das eine riesige Chance“, so Odriozola.

Positive Eindrücke
„Ich bin sehr froh und stolz, dass wir dabei sind. Ich habe gedacht, ich schaffe es nicht“, sagt Hephata-Kapitän René Krüger. Zu Beginn der Saison hatte der 28-Jährige die Erfolgsaussichten eher als gering eingeschätzt: Viele routinierte Spieler hatten die Hephata-Mannschaft verlassen, die jungen unerfahrenen Handballer mussten sich erst eingewöhnen. „Ich habe gedacht, die Welt geht unter.“ Auch, weil er die Chancen schwinden sah, sich bei Turnieren für die Nationalmannschaft empfehlen zu können. „Doch nach den ersten Trainingseinheiten habe ich gemerkt, dass es immer besser geht.“

Nach Möglichkeit trainiert das Hephata-Team nun zweimal in der Woche. Die ersten Erfolgserlebnisse gab es dafür bereits beim Sichtungswochenende der Nationalmannschaft im April in Thüringen: 30 Kandidaten wurden dazu eingeladen. Zweimal am Tag stand Training auf dem Programm, dazu kamen die Video-Analyse von Handball-Spielen und Theorie. „Wir haben viele Dinge dazu gelernt, beispielsweise besser zu verteidigen, den Ball länger unter Kontrolle zu halten“, erinnert sich Réne Krüger. Aber die Spieler aus Hephata lernten nicht nur viel, sie hinterließen auch bei Betreuern und Trainer der Nationalmannschaft einen positiven Eindruck. Das heißt, nicht alle vier taten dies, denn Reinhard Wiemhöner fehlte aus gesundheitlichen Gründen. „Ich war in Thüringen leider nicht dabei, trotzdem bin ich in den Trainingskader gekommen, das macht mich stolz. Auch, weil ich dann Hephata vertreten kann. Es ist schon als Kind mein Wunsch gewesen, mal in der Nationalmannschaft zu spielen. Ich hoffe, dass das jetzt klappt.“

Gute Chancen

Patricia Odriozola schätzt die Chancen der vier Spieler, letztendlich zum Stammkader zu gehören, als gut ein. Doch selbst, wenn sie es nicht bis in die Endauswahl schaffen sollten, haben sie jetzt schon sehr viel erreicht. „Bei den Trainingseinheiten und Turnieren auf andere Menschen zu treffen, sich an- und einpassen zu müssen, andere Situationen und Trainer zu akzeptieren, ist eine Herausforderung. Und auch Ansporn, weitere Entwicklungsschritte, nicht nur in sportlicher Hinsicht, zu machen.“

René Krüger sagt: „Es wäre schon eine schöne Sache, in der Nationalmannschaft zu spielen. Ich werde die Zähne zusammen beißen und versuchen, mich weiter zu verbessern. Dann klappt es vielleicht.“ (me)



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