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Profitable Beteiligung ohne Risiko

Kommunen und E.ON Mitte gründen Gesellschaft für den Klimaschutz

Borken. Acht Kommunen und E.ON Mitte haben eine gemeinnützige Gesellschaft zur Förderung des Klimaschutzes ins Leben gerufen. Die „EAM Energieeffizienz Aktiv Mitgestalten gGmbH“ soll in Zukunft unter Federführung der Kommunen konkrete Projekte der Allgemeinheit finanziell unterstützen, die für einen wirksamen Klimaschutz in den Städten und Gemeinden der Region sorgen. Ein Pressetermin am Montagnachmittag war der Rahmen, um die Thematik und das Konzept vorzustellen.

Meilenstein und Schlüsselrolle
Thomas Keil (E.ON Mitte AG) bekräftigte in seiner Begrüßung, dass mit der EAM-Gesellschaft ein starker, erfolgreicher Name neu auflebt. „Es ist ein historischer Moment, den stark aufgeladenen Namen nutzen zu können.“ Borken, Gilserberg, Heringen, Neuental, Schrecksbach, Schwalmstadt, Schwarzenborn und Willebadessen sind die ersten Gesellschafter der neuen EAM. „Klimaschutz ist in aller Munde“, so Bürgermeister Wilhelm Kröll aus Schwalmstadt. Mit der Kooperation wurde ein Meilenstein gesetzt. Gemeinsam könne man mit den anderen Städten und Gemeinden durch die EAM notwendige Klimaschutzprojekte vorantreiben, entwickeln und nachhaltig fördern und umsetzen.

Mehrheitsstimmrecht
Acht Kommunen sind seit dem 30. August Gesellschafter. Weitere 16, so E.ON Mitte Vorstandsvorsitzender Dr. Henrich Wilckens, werden in den nächsten Tagen folgen. Die Steigerung der Energieeffizienz, natürliche Ressourcen schonen, den Ausstoß von Kohlendioxid verringern sind förderfähige Maßnahmen. Die beteiligten Kommunen haben bei der Vergabe der Fördermittel ein Mehrheitsstimmrecht von 84 Prozent in der gemeinnützigen EAM. „Somit entscheiden die kommunalen Gesellschafter allein über die Verwendung der Fördermittel“, stellte Dr. Henrich Wilckens fest. Um diesen Prozess zu vereinfachen, werden drei Regionalausschüsse gebildet, in denen jeweils die Kommunen einer Region vertreten sind. Planen Bürger, Gewerbetreibende, Vereine, Institutionen oder die Kommune selbst ein bestimmtes Projekt zum Klimaschutz, beispielsweise die Errichtung eines CO2-neutralen Rathauses oder den Einsatz von Mini-Blockheizkraftwerken in Privathaushalten im Ort, muss ein Förderantrag zur Entscheidung an den zuständigen Regionalausschuss gestellt werden. „So soll ein Netzwerk mit möglichst vielen Pilotprojekten entstehen, um auch von anderen Regionalausschüssen im Versorgungsgebiet der E.ON zu profitieren. Ideen, Anregungen, Konzepte können und sollen übernommen werden“, erläuterte Dr. Henrich Wilckens.

Konzessionsvertrag Voraussetzung
Rund 1,20 Euro pro Einwohner stellt E.ON Mitte der neuen EAM pro Jahr zur Verfügung. Das sind maximal 1,7 Millionen Euro Fördermittel, wenn sich alle Städte und Gemeinden im Fördergebiet an der EAM beteiligen. Wer Gesellschafter werden will, muss für 100 Euro einen Geschäftsanteil der EAM gGmbH erwerben. Darüber hinaus kann nur die Kommune Gesellschafter werden, die mit E.ON Mitte einen Konzessionsvertrag abgeschlossen hat.

Handeln statt reden

Die Stadt Borken, so Bürgermeister Bernd Heßler, hat mit dem Beschluss der Stadtverordnetenversammlung den ersten Schritt getan um Gesellschafter zu werden. Die Entscheidung zur Fortsetzung des Konzessionsvertrages fällt im Jahr 2011. „Wir müssen uns breit aufstellen und nicht reden, sondern handeln. Wird der Konzessionsvertrag nicht unterschrieben, geben wir unseren Gesellschafteranteil eben zurück“, merkte Bürgermeister Bernd Heßler an. Beratungsleistungen sowie die Erstellung von Konzepten werden Schwerpunkte der Förderung sein. Vergabekriterien und weitere Details sollen in Arbeitssitzungen der neuen Gesellschaft erörtert und festgelegt werden. Ein erstes Projekt im Gebiet der Stadt Borken ist bereits angedacht. Im Bereich der ehemaligen „Neuen Mühle“ an der Schwalm soll eine Studie für ein kleines Wasserkraftwerk erstellt werden.

Intelligentes Ausnutzen

Bei der Vergabe der Fördermittel ist Flexibilität, Kreativität und Intelligenz gefragt. So können nach Abstimmung in den Regionalausschüssen Kommunen auch eine höhere Förderung erhalten als ihr nach der Zahl der Einwohner pro Jahr zusteht. Anteilige Fördermittel könnten auch von einem Regionalausschuss in einen anderen übertragen werden. „Das Einbeziehen von sonstigen öffentlichen Fördermitteln ist selbstverständlich ebenfalls möglich. Der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt“, so Dr. Henrich Wilckens. (sb)



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