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Souveräne Heimpremiere: MT siegt 31:20

mt140827Kassel/Melsungen. Die MT Melsungen hat ihr erstes Heimspiel der neuen Saison überzeugend gewonnen. Mit 31:20 (17:6) siegten die Nordhessen gegen den HBW Balingen-Weilstetten und kletterten mit 4:0 Punkten an die Spitze der DKB-Handball-Bundesliga. Den Grundstein legte die MT vor 2.617 Zuschauern in der Kasseler Rothenbach-Halle schon in der ersten Hälfte. Nach verhaltenem Start zogen die Nordhessen unwiderstehlich davon und hatten in Michael Allendorf (11/7 Tore) ihren sichersten Schützen. Bei den Gästen, die drei Siebenmeter nicht an den überzeugenden Melsunger Torhütern vorbei bringen konnten, war Fabian Böhm sieben Mal erfolgreich.

Die Anfangsnervosität war greifbar bei der MT Melsungen im ersten Auftritt vor heimischem Publikum. Gleich der erste Ball ging im Angriff verloren, die Gäste aus dem Süden holten sich ihre erste Führung der Saison durch Fabian Böhm. Der gleiche Spieler war es auch, der im Anschluss an Michael Allendorfs Siebenmeter zum Ausgleich das 1:2 besorgte. Was jedoch ebenfalls per Allendorf-Strafwurf egalisiert werden konnte. Erst nach sechs Minuten leisteten sich die Gäste ihren ersten Fehler. Ein Lapsus mit Langzeitwirkung, denn aus der daraus resultierenden 3:2-Führung durch Philipp Müller entwickelten sich sechs ganz starke Minuten der Hausherren. Entweder der Gegenstoß-Turbo wurde über Johannes Sellin und Allendorf gezündet und erfolgreich abgeschlossen, oder Felix Danner am Kreis so ins Spiel gebracht, dass er nur auf Kosten von weiteren Siebenmetern zu stoppen war.

Bis auf einen Versuch, als der Ball von der Unterkante der Latte zurücksprang, allesamt eine sichere Sache für Michael Allendorf. Der hatte bis zum 9:2 (12.) schon fünf Tore auf seinem persönlichen Konto. Bei den Balingern lief gar nichts mehr zusammen. Der MT-Innenblock mit Danner und Philipp Müller erwies sich als fast unüberwindliche Hürde. Wenn doch einmal ein Ball durchkan, stand Mikael Appelgren parat. Und nach weiteren sieben Minuten drückender Überlegenheit hatten die Bartenwetzer ihren Vorsprung nach Michael Müllers 13:4 kontinuierlich ausgebaut (19.).

Erst dann ließ die Konzentration bei den Rot-Weißen erstmals seit den Anfangsminuten wieder etwas nach. Was auf den Abstand zum Gegner aber kaum Auswirkungen hatte. Auch, weil Appelgren mitunter spektakuläre Paraden zeigte wie beim glänzend vereitelten Gegenstoß von Niklas Ruß (24.) oder dem vollkommen frei vor ihm auftauchenden Dennis Wilke (26.). HBW-Trainer Markus Gaugisch nahm schon fünf Minuten vor der Pause seine zweite Auszeit, um ein klein wenig Struktur in das Spiel seiner Mannschaft zu bringen. Ohne Erfolg. Wilke scheiterte vom Punkt an Appelgren, dessen langer Pass nach vorn landete zentimetergenau im Lauf von Allendorf, der eine Minute vor der Halbzeit mit seinem zehntenTreffer das 16:6 markierte. Dem Philipp Müller noch vor dem Pausenpfiff sogar den 17. Treffer folgen ließ.

Die zweite Hälfte begannen die Melsunger mit Nenad Vuckovic für Patrik Fahlgren im zentralen Rückraum sowie am Kreis Marino Maric für Felix Danner. Und dazu genauso zurückhaltend wie den ersten Durchgang. Diesmal gehörten gleich die ersten drei Erfolge den Gästen. Denni Djozic, Fabian Böhm und Dennis Wilke trafen, bevor Maric den ersten Ball am Balinger Schlussmann Matej Asanin zum 18:9 vorbeibrachte (35.). Was wiederum der Startschuss für die Nordhessen darstellte. Sellin und Allendorf erhöhten sofort und stellten den alten Abstand wieder her, Maric legte nach zum 21:9 (41.).

Jeffrey Boomhouwer, Christian Hildebrand, Malte Schröder und Momir Rnic kamen. Ein wirklicher Bruch war im Spiel der Gastgeber aber nicht zu erkennen. Schröder traf einmel, Rnic gleich doppelt und Appelgren hielt seinen zweiten Siebenmeter, diesmal gegen Djozic. Als Appelgren nach 48 Spielminuten beim Stand von 25:13 Platz machte für Per Sandström, stand auf Melsunger Seite endgültig niemand aus der Startformation mehr auf dem Feld.

In den verbleibenden zehn Minuten machten sich dann doch Konzentrationsmängel bemerkbar. König, Böhm und Wilke gestalteten das Ergebnis verträglicher, auch wenn witer zehn Tore zwischen beiden Teams lagen (27:17, 53.). Näher heran ging es nicht mehr, weil nun auch Sandström an die guten Leistungen seines Vorgängers anknüpfte. Zwei feine Paraden gegen Foth und Böhm, dazu ein gehaltener Siebenmeter von Wilke war seine Ausbeute, während vorn Schröder und Hildebrand trafen. Am Ende waren es dann wieder elf Tore, die die beiden Teams trennten. Und den Melsunger Anhang auf den Rängen ausgelassen und lautstark die Tabellenführung in der stärksten Liga der Welt feiern ließ. (Bernd Kaiser)

Stimmen zum Spiel

Michael Roth: Natürlich sind wir zufrieden, denn wir haben genau das erreicht, was wir erreichen wollten. Wir sind mit unserer eingespielten Truppe gegen die 3:2:1-Deckung angetreten, weil wir kaum Vorbereitungszeit hatten. Mit einer guten Abwehr, Felix Danner und Philipp Müller im Innenblock und einem sehr guten Mikael Appelgren dahinter haben wir da weitergemacht, wo wir in Hannover aufgehört hatten. Wir sind angetreten, um zu siegen. Was umso schöner ist, wenn es so klar ist. Auch gut, dass wir alle Spieler zum Einsatz bringen konnten. Es war unser Plan, in der ersten Hälfte vorzulegen, um dann Kräfte zu sparen. Das ist uns gelungen. Das Spiel am Freitag wird wesentlich schwerer als das heutige.

Markus Gaugisch: Gratulation an Michael und Melsungen zu einem Sieg, der in keiner einzigen Sekunde gefährdet war. Es ist absolut ernüchternd, wenn man so eine erste Halbzeit erleben muss. In allen Bereichen haben wir einen Klassenunterschied gesehen. Allein 20 Tore haben wir über die erste und zweite Welle bekommen, 35 Fehler gemacht. Damit kann man auf diesem Niveau nichts werden. Am Sonntag zu unserem nächsten Spiel gegen Minden kommen hoffentlich die Verletzten zurück.

Statistik

MT Melsungen: Appelgren (14 Paraden / 14 Gegentore), Sandström (4 P. / 6 G.) – Maric (3), Sellin (4), Fahlgren, Schröder (2), Hildebrand (2), Danner, P. Müller (3), Boomhouwer, Rnic (3), Allendorf (11/7), Vuckovic (2), M. Müller (1).

HBW Balingen/Weilstetten: Ristanovic (2 P. / 5 G.), Asanin (7 P. / 25 G.), Ketelaer (0 P. / 1 G.) – Böhm (7), König (3), Foth (2), Wilke (3/1), Hausmann (2), Tubic, W. Strobel, M. Strobel (1), Djozic (1/1), Ilitsch, Ruß (1).

SR: Nils Blümel (Berlin) / Jörg Loppaschewski (Berlin)

Zeitstrafen: 2 – 4 (Vuckovic 52:30 Min. – Djozic 3:55, Ilitsch 5:50 Min.)

Strafwürfe: 8/7 – 5/2
Allendorf an die Latte (10:25)
Wilke scheitert an Appelgren (27:31)
Djozic scheitert an Appelgren (43:07)
Wilke scheitert an Sandström (54:13)

Zuschauer: 2.617 in der Rothenbach-Halle, Kassel



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