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Mutig das Beste geben

Special Olympics am 7. Juli eröffnet – Hephata-Sportler mit dabei

Sportlerinnen und Sportler der Hephata Diakonie vor dem olympischen Feuer. Foto: nhMarburg/Schwalmstadt-Treysa. „Gemeinsam Sport, gemeinsam stark!“, unter diesem Motto finden vom 7. bis 9. Juli 2015 in Marburg die 1. Hessischen Landesspiele von Special Olympics statt. 700 Athletinnen und Athleten, 200 Coaches und 300 freiwillige Helfer sind an den drei Tagen in den Sportarten Fußball, Tischtennis, Judo, Boccia, Leichtathletik und Schwimmen aktiv. Darunter auch zwei Teams der Hephata Diakonie. René Krüger, Leichtathlet der Hephata-Werkstätten für Menschen mit Behinderungen, sprach bei der Eröffnungsfeier den offiziellen Eid.

„Lasst mich gewinnen, doch wenn ich nicht gewinnen kann, lasst mich mutig mein Bestes geben“, stellvertretend für die 700 Sportlerinnen und Sportler mit Behinderungen sprachen René Krüger, Leichtathletin Svenja Schwarz und Hochspringerin Ariane Friedrich den Eid der Special Olympics. Die drei hatten als „Gesichter der Spiele“, gemeinsam mit Turner Fabian Hambüchen, im Vorfeld für die Veranstaltung geworben. So fanden am Dienstag neben den Aktiven und Helfern auch Angehörige und Freunde in das Georg-Gaßmann-Stadion in Marburg. Sie erlebten eine  furiose Eröffnungsfeier. Deren Ablauf entsprach in weiten Teilen dem bei Olympischen Spielen für Sportler ohne Behinderungen. Svenja Schwarz sang die Hymne: „Ich gewinn, ich gewinn, egal ob ich Letzter, Zweiter oder Erster bin“, andere Sportler hissten die Fahne von Special Olympics und wieder andere trugen in einem Fackellauf das olympische Feuer ins Stadion. Staatssekretär Werner Koch, Landrätin Kirsten Fründt, Oberbürgermeister Egon Vaupel und der Vorsitzende des Hessischen Landesverbandes von Special Olympics in Deutschland, Clemens Traugott, wandten sich mit Grußworten an die Aktiven und Zuschauer.

Svenja Schwarz, René Krüger und Ariane Friedrich b (v.l.) beim Sprechen des offiziellen Eids. Foto: nhNach der rund einstündigen Eröffnungsveranstaltung begannen die ersten Klassifizierungswettbewerbe in den einzelnen Sportarten. Bei Special Olympics gibt es für jede Sportart verschiedene Kategorien, in denen jeweils Sportlerinnen und Sportler mit vergleichbaren Leistungen gegeneinander antreten. Die Wettkämpfe finden im Stadion, der benachbarten Großsporthalle und im Hallenbad des AquaMar statt. Zusätzlich zu den sechs Sportarten gibt es ein wettbewerbsfreies Angebot – beispielsweise Kistenklettern – an dem alle Interessierten ohne Voranmeldung teilnehmen können. Zudem gibt es ein Gesundheitsprogramm, das kostenlos von den Sportlerinnen und Sportlern in Anspruch genommen werden kann. In Marburg sind dies ein zahnärztliches Programm und ein Herz- Check. Der Herz-Check wird zum ersten Mal innerhalb von Special Olympics in Europa angeboten und findet in Kooperation mit einem Team rund um den Marburger Kardiologen Prof. Dr. Bernhard Maisch statt.

Für die vier Jungen und ein Mädchen des Schwimmteams der Hephata-Förderschule, Standort Hermann-Schuchard-Schule, sowie für die 21 Fußballerinnen und Fußballer, Leichtathleten und Tischtennis-Spielerinnen und -Spieler der Werkstätten für Menschen mit Behinderungen ging es dann gestern Nachmittag zum ersten Mal sportlich zur Sache. Die Ergebnisse lagen bei Redaktionsschluss noch nicht alle fest. René Krüger erreichte beim Kugelstoßen eine Weite von 10,29 Meter, Timo Mandel eine Weite von 9,20 Meter. Über die 1.500 Meter-Distanz benötigte René Krüger 5 Minuten und 43,50 Sekunden. Timo Mandel brauchte 5 Minuten und 57,52 Sekunden. (me)



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