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Hochschorner, Alter und Rohde setzten Akzente

tim-hochschorner140127Melsungen. Eine Woche vor den nordhessischen Hallenmeisterschaften in Bad Sooden-Allendorf wurden in der Melsunger Stadtsporthalle traditionsgemäß die Leichtathletik-Kreismeister der männlichen und weiblichen Jugend ermittelt. In der gut dafür vorbereiteten Stadtsporthalle gab es eine Fülle bemerkenswerter Leistungen der 16- bis 19-jährigen Athleten aus dem Schwalm-Eder-Kreis. Tim Hochschorner (MT Melsungen) war in der Altersklasse der U18 eine Klasse für sich und  empfahl sich bei seinem ersten Start im MT-Trikot mit drei Siegen für höherwertige Aufgaben. Nachdem der 18-jährige Henri Alter (MT Melsungen) sowohl im Sprint als auch in den Sprungwettbewerben in der Männerklasse an den Start ging, trug Titelverteidiger Nils Bachmann aus Spangenberg die Favoritenbürde. Nach 6,57 Sekunden im Vorlauf setzte er sich auch im Finale mit 6,44 Sekunden deutlich vor dem Schwalmstädter Daniel Malychin (6,69)  durch. Jan Ullrich,  der im Vorlauf mit 6,67 Sekunden zu gefallen wusste, fehlte am Ende das Stehvermögen, so dass er mit 6,73 Sekunden auf Rang drei zurück fiel.  Luca Miedl, der sich überraschend vor Tobias Stang (6,77) für das Finale qualifizieren konnte, belegte im Endlauf mit  6,82 Sekunden Rang vier.

Im 1000m-Lauf erledigte Tobias Stang in 3:05,09 Minuten sein Pflichtpensum zum Titelgewinn und ließ dem Spangenberger Tobias Dehn (3:22,86 Min.) keine Chance.

Seinen zweiten Titel an diesem Abend holte sich der Malsfelder im Hochsprung, als er sehr sauber 1,70 Meter überwand und damit zehn Zentimeter höher sprang als die höhen- und platzgleichen Luca Miedl und Sebastian Ludwig.

nils-bachmann140127Spannend bis zum letzten Durchgang verlief der Weitsprung.  Gleich zu Beginn hatte sich Daniel Malychin (Jahn Treysa) mit  6,04 Meter an die Spitze gesetzt.  Tobias Stang trauerte lange seinen ersten knapp übergetretenen Sprung nach, der ihn 6,10 m oder gar mehr eingebracht hätte.  Am Ende belegte er mit 5,94 m den zweiten Rang.  Auch Nils Bachmann, Dritter mit 5,91 m,  war wie Jan Ullrich (5,84 m) in der Lage, hinter der 6m-Marke zu landen, aber es gelang diesen beiden Sprintern nicht, ihre enorme Schnelligkeit am Balken umzusetzen.

Für eine weitere gute Leistung sorgte Henri Alter, der einen Ausflug zu den Kugelstoßern wagte.  Auch in diesem Wettbewerb fiel er positiv auf, denn er unterstrich mit jedem Stoß seine derzeit gute Form und verbesserte sich auf 13,33 m.  Damit distanzierte er seinen Trainingspartner Michael Hiob (11,04 m) um mehr als zwei Meter.  „Ich wollte bei diesen Meisterschaften etwas über 12 Meter stoßen. Dass es gleich 13,33 Meter wurden, hatte ich nicht auf der Rechnung.

Karl Westphal aus dem nordhessischen Wanfried, der einen Tag vorher in Melsungen gemeinsam mit seinem Freund Henri ein gemeinsames Abschlusstraining für die hessischen Winterwurfmeisterschaften im Speerwerfen bei Alwin J. Wagner absolvierten, verbesserte sich ebenfalls um fast einen Meter.  Der 18-Jährige wuchtete die 6 kg Kugel auf glänzende 14,02 Meter und gehört damit im Kugelstoßen zu den TOP-TEN im HLV-Jugendbereich.

Im 50m-Sprint der U18 blieb Konstantin Abermet (Remsfeld) im ersten Zeitvorlauf mit 6,98 Sekunden als Erster unter sieben Sekunden. Aber Tim Hochschorner, der seit einigen Monaten bei Ulf Ludwig trainiert, aber noch an keinem Wettkampf teilgenommen hatte, kaufte im dritten Zeitvorlauf der Konkurrenz mit 6,71 Sekunden den Schneid ab.  Im Finale zeigte er ein Finish, das Begeisterung weckte. Mit 6,73 Sekunden holte er sich seine erste Meisterschaft und verwies Marco Göbel aus Gudensberg (6,97) und den Spangenberger  Laurin Pöppe (7,02) auf die Plätze.

janina-rohde140127Beim 1000m-Lauf übernahm unmittelbar nach dem Start drückte Lorenz Funck auf das Tempo, so dass nur noch Philipp Fuhrmann (Geismar) und Christian Schulz (Melsungen) folgen konnten.  Als Lorenz Funck nach 800 Meter etwas langsamer wurde, blieben die Verfolger dennoch dahinter und warteten in der letzten Runde auf ihre Chance.  Christian Schulz, der zurückhaltend defensiv lief, begann auf den letzten 100 Metern zu beschleunigen und hatte zunächst Mühe an Philipp Fuhrmann vorbei zu laufen, denn dieser hatte in der Zwischenzeit Lorenz Funck überholt.   Aber am Ende hatte Christian Schulz die richtige Taktik gewählt, denn seinem Spurtvermögen  und seiner taktischen Meisterleistung war keiner gewachsen. Der Jugendliche aus Röhrenfurth siegte in 3:07,40 Minuten vor Lorenz Funck, der auf der Zielgeraden alle Kraft zusammen nahm und im Ziel mit 3:08,27 Minuten  noch deutlich vor Philipp Fuhrmann (3:10,37 Minuten) blieb.

Sowohl im Hochsprung als auch im Weitsprung war Tim Hochschorner eine Klasse für sich.  Mit glänzenden 1,70 Meter übersprang er dieselbe Höhe wie U20-Sieger Tobias Stang.  Otto Entzeroth (Spangenberg), der mit 1,55 Meter die Vizemeisterschaft gewann, war von Hochschorners Sprungkraft beeindruckt. Auch im Weitsprung imponierte der Jugendliche aus dem Edertal mit 5,63 Meter vor Philipp Fuhrmann (5,30 m) und Laurin Pöppe (5,08 m).

Mit dem Vorjahresschüler Philipp Fuhrmann aus Geismar, der sich im Kugelstoßen mit 9,51 Meter vor Christian Schulz (9,21m) durchsetzen konnte, wächst wieder ein Mehrkampftalent heran.

Die überragende Teilnehmerin der weiblichen Jugend U20 war wieder einmal Margarete Puhl aus Morschen, die sich sehr souverän die Titel über 50 m  (7,62 Sek.), im Weitsprung (4,67 m) sowie im Kugelstoßen mit 8,83 Meter sicherte.

Im 800m-Lauf gab es eine Überraschung, denn Julia Klute schlug ihre Trainingspartnerin Marie Wagner. Wer hätte das gedacht. Die 17-jährige Julia Klute aus Schwarzenberg, eine prächtige Kämpferin vor dem Herrn, nutzte resolut die Chance, als sie erkannte, dass Marie Wagner, die 750 Meter lang das Tempo gemacht hatte, etwas langsamer wurde.  Die Überraschung bahnte sich an, und zwei Meter vor dem Ziel war sie perfekt. Sie vollendete ihr Meisterstück und siegte in 2:33,7 Minuten;  Marie Wagner kam – knapp geschlagen – nach 2:34,0 Minuten ins Ziel.   Karolin Siebert, die auf dieses Rennen verzichtet hatte, sicherte sich den Titel im Hochsprung.

wagner-klute140127In der U18 machte die vielseitige Svea Feldmann aus Remsfeld nicht nur auf ihr Sprinttalent aufmerksam, als sie mit 7,58 Sekunden die schnellste Zeit lief. Im Hochsprung musste sie allerdings nach übersprungenen 1,40 Meter den Titel mit Emma Schopf aus Gensungen teilen, denn beide Teenager hatten die gleichen Fehlversuche. Im Weitsprung setzte sie sich mit 4,51 m souverän vor Maja Erbe (4,41 m) durch.

Wenige Tage nach ihrem 17. Geburtstag nach Janina Rohde nach einer längeren Verletzungspause wieder an einem Kugelstoßwettkampf teil und brachte sich mit drei Stößen über zwölf Meter zur rechten Zeit wieder in Erinnerung.  Ihr weitester Stoß wurde mit 12,40 Meter gemessen, der ihr bei den Landes-Hallenmeisterschaften vierzehn Tage vorher in Hanau den vierten Platz eingebracht hätte.  Nadja Utech aus Spangenberg sicherte sich mit 9,38 Meter  den zweiten Platz.

Wie bei den Männern und Frauen stellten auch die Jugendlichen der MT 1861 Melsungen das erfolgreichste Team und holten mit zehn ersten Plätze genauso viele Meisterschaften wie alle anderen Kreisvereine zusammen. (ajw)

MT Melsungen
Gold :10; Silber: 10; Bronze: 7

TSV Altmorschen    
Gold: 3; Silber, 1; Bronze: 0

TSV Spangenberg  
Gold: 2; Silber, 4; Bronze: 3

TSV Remsfeld                   
Gold: 2; Silber, 1; Bronze: 2

TSV Geismar   
Gold: 1; Silber, 1; Bronze:3

ESV Treysa    
Gold: 1; Silber, 1; Bronze: o

Jahn Gensungen         
Gold: 1; Silber, 0; Bronze: 1

Eintracht Gudensberg     
Gold: o; Silber, 1; Bronze: o



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