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Speerwerfen: Henri Alter sichert sich den zweiten Platz

Bad Sooden-Allendorf/Melsungen. Bei den nordhessischen Hallen- und Winterwurfmeisterschaften in Bad Sooden-Allendorf gingen nur drei Jugendliche der MT 1861 Melsungen an den Start. Der besondere Reiz dieser regionalen Hallenmeisterschaften lag darin, dass diese drei Melsunger ihr Debüt in der Altersklasse der männlichen Jugend B auf Bezirksebene gaben. Und es sei vorweg genommen:  Henri Alter, Sebastian Ludwig und Tobias Stang konnten sich gut aus der Affäre ziehen.

Für eine Überraschung sorgte Henri Alter im Speerwerfen. Der 15-Jährige präsentierte sich in Bad Sooden-Allendorf nicht nur in einer guten Form, sondern wuchs sogar über sich hinaus. Nachdem er im Training den 700 Gramm schweren Speer häufig über die 40-Meter-Marke segeln ließ, brachte seine Formkurve auch in Bad Sooden-Allendorf die erwartete und erhoffte Steigerung.  Mit 43,11 Meter, die er gleich mit seinem Auftaktwurf erzielte, sicherte er sich die nordhessische Vizemeisterschaft. Dabei verdrängte er den enttäuschenden Moritz Werner aus Bad Wildungen, der im Vorjahr dieses Gerät bereits 47,78 Meter weit werfen konnte auf Rang drei. Im Jahr 2010 stand Henri Alter mit dem 600 Gramm Speer in den Schüler-Bestenlisten mit 45,68 Meter und erreichte mit dem Wurfgerät für die B-Jugendlichen Weiten um 38 Meter.

Bei den nordhessischen Winterwurfmeisterschaften warf er fast drei Meter weiter als zwei Wochen vorher bei den Landes Winterwurfmeisterschaften in Frankfurt, wo er mit 40,26 Meter den siebten Platz belegen konnte. Nach einem ungültigen Versuch ließ der Melsunger noch 42,30 und 42,65 Meter folgen. Moritz Werner eröffnete seine Serie mit 38,49 Meter und kam im vierten Durchgang auf 40,65 Meter. Das reichte dieses Mal hinter dem überlegenen Karl Westphal aus Wanfried, der in seinem vierten Versuch den Speer auf ausgezeichnete 56,54 Meter segeln ließ, nur zum dritten Platz. „Ich möchte mich bei jedem Wettkampf um eine Kleinigkeit verbessern, denn Verbesserungen sind eine Art Belohnung für das wöchentliche Training“, sagte Henri Alter, der in diesem Jahr auf seinen ersten 50 Meter-Wurf hofft.

Auch im Weitsprung überzeugte der Melsunger Allrounder mit einer guten Leistung. Vor einer Woche konnte er bei den Titelkämpfen für den Schwalm-Eder-Kreis die Konkurrenz in der Halle mit 5,63 Meter überraschen.  In Bad Sooden-Allendorf begann er mit 5,31 Meter, ließ im dritten Durchgang 5,45 Meter folgen und erreichte mit seinem fünften Sprung 5,60 Meter.  Damit belegte er in einem leistungsstarken Teilnehmerfeld hinter seinem Freund Karl Westphal (5,81 Meter) überraschend den fünften Platz.

Tobias Stang, der fast sechs Wochen wegen einer hartnäckigen Verletzung pausieren musste und nach den Kreismeisterschaften am letzten Wochenende in Bad Sooden-Allendorf erst zum zweiten Mal in der Wintersaison am Start war, beschränkte sich nur auf den Weitsprung und belegte  mit 5,34 Meter Rang sieben. „Ich merke immer noch meinen Trainingsrückstand. Deshalb bin ich mit den 5,34 Meter zufrieden. Nun geht es in Ruhe mit dem sorgsamen Aufbau weiter“, sagte der Malsfelder und hofft, dass er bei den Landesmehrkampfmeisterschaften am 13. März in Stadtallendorf wieder in Form ist.  Sebastian Ludwig, der dritte Starter des MT-Trios sicherte sich mit 5,28 Meter noch einen Finalplatz und verdrängte damit den Schwalmstädter Daniel Malychin (5,09 Meter), der im letzten Jahr mit 5,44 Meter in den Bestenlisten stand, auf Rang neun.

Auch im Hochsprungfinale der männlichen Jugend B, das Klasse hatte, denn vier B-Jugendliche versuchten sich über 1,70 Meter, war  Sebastian Ludwig mit einer Freiluftbestleistung von 1,60 Meter vertreten.  Allerdings kosteten ihm zwei Flüchtigkeitsfehler bei 1,55 sowie bei 1,60 Meter den dritten Platz in der Endabrechnung. Während Sebastian diese beiden Höhen jeweils im ersten Versuch riß, nahm Artur Scherflink, das Sprung-Ass aus Kassel, diese Höhen im ersten Sprung.

Als Sebastian Ludwig im zweiten Versuch sehr sicher die 1,60 Meter übersprang, machte sich bei ihm und seinem Vater Ulf Hoffnung auf eine Bestleistung breit. Bei diesem Super-Sprung gab es nämlich zwischen seinem Körper und der Hochsprunglatte einen Zwischenraum von mindestens zehn Zentimeter. Bei der Höhe von 1,65 Meter, die er souverän im ersten Versuch überquerte, unterstrich er seinen glänzenden Eindruck vom vorausgegangenen Sprung und verbesserte seinen Hausrekord um fünf Zentimeter. Auch Artur Scherflink und der Kreishallenmeister Marco Laubach aus Spangenberg konnten diese Höhe im ersten Durchgang überspringen, so dass sich neben Patrick Günther (LAV Kassel), der erst bei 1,70 Meter in den Wettbewerb einstieg, vier Springer an 1,70 Meter versuchten. Während Sebastian Ludwig und Artur Scherflink dreimal an dieser Höhe scheiterten, bezwang Marco Laubach in seinem dritten Versuch die 1,70 Meter und sicherte sich die Vizemeisterschaft.  Bei der Vergabe des dritten Platzes musste die Regel 181 IWR greifen, die da lautet:  „haben zwei oder mehr Wettkämpfer dieselbe zuletzt übersprungene Höhe erreicht, gewinnt der Wettkämpfer mit der geringsten Zahl an Versuchen über seine beste Sprunghöhe.  Da sowohl Artur Scherflink als auch Sebastian Ludwig die 1,65 Meter im ersten Versuch übersprungen hatten, wurde Scherflink der dritte Platz zuerkannt,  weil er die geringere Gesamtzahl an Fehlversuchen im gesamten Wettkampf einschließlich der zuletzt übersprungenen Höhe hatte.  Während A. Scherflink bis 1,70 Meter fehlerlos blieb, wurde Sebastian Ludwig wegen der zwei Flüchtigkeitsfehler über 1,55 und 1,60 Meter auf den undankbaren vierten Rang gesetzt.

Bei den regionalen Hallenmeisterschaften der Region Gießen in Stadt Allendorf testete Karolin Siebert ihre augenblickliche Form über 800 Meter. Unmittelbar nach der Ehrung als Schüler-Leichtathletin des Jahres im Schwalm-Eder-Kreis, wo sie vom Kreisvorsitzenden Joachim Bauer mit einem Pokal und einer Urkunde ausgezeichnet wurde, ging sie bei der weiblichen Jugend B an den Start. Und auch dieser Lauf der zwei Jahre älteren Jugendlichen stand ganz im Zeichen von Karolin Siebert. Mit 2:29,65 Minuten setzte sie sich vor Lisa Grösch aus Dipperz (2:33,64 Minuten) und Franziska Stein aus Hünfeld (2:43,37 Minuten) durch. (ajw)



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